Fußball-Kreisliga TV Stuhr steht vor dem Bezirksliga-Aufstieg

Stuhr. Die Fußballer des Kreisligisten TV Stuhr können am kommenden Sonntag den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen. Dafür dürfte der Mannschaft sogar ein Remis gegen Eydelstedt reichten.
03.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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TV Stuhr steht vor dem Bezirksliga-Aufstieg
Von Malte Bürger

Stuhr. Anfang April hatte sich das Thema Aufstieg eigentlich erledigt, daraus macht Jendrik Wetjen, Vizekapitän des Fußball-Kreisligisten TV Stuhr, gar keinen Hehl. "Nachdem wir gegen Twistringen mit 1:3 verloren hatten - und dann auch noch zu Hause -, waren wir uns sicher, dass das nichts mehr wird", erklärt er.

Ein Aufgeben kam allerdings nicht infrage, zumindest gut zu Ende bringen wollten die Stuhrer die Saison noch. Da aber nicht nur die eigenen Ergebnisse stimmten, sondern auch die direkten Konkurrenten Federn ließen, könnten die Stuhrer am kommenden Sonntag gegen 16.45 Uhr unerwartet doch noch eine große Sause starten. Mit einem Sieg in Eydelstedt wäre der Gang in die Bezirksliga perfekt.

Wenn man ganz genau auf die tabellarische Situation blickt, dürfte sogar ein Remis reichen. Dank des extrem guten Torverhältnisses müsste der Drittplatzierte SV Bruchhausen-Vilsen seinerseits knapp 30 Treffer markieren. So utopisch sie sich aber auch anhören, auf solche Rechenspielchen will sich Jendrik Wetjen gar nicht erst einlassen. "Wenn schon, dann richtig. Wir wollen gewinnen, schließlich spielen wir als Zweiter gegen den Vorletzten", betont der Auszubildende zum Bankkaufmann.

Selbstbewusste Töne von einem, der mit seinen 22 Jahren eigentlich noch zu den Jungspunden im Herrenbereich gehört. Nicht so in Stuhr. Auf Grund der Marschroute, die Junioren konsequent ins Team zu integrieren, zählt Jendrik Wetjen im Prinzip schon zu den Routiniers im Kader. "Auch deshalb habe ich anfangs gar nicht damit gerechnet, dass wir überhaupt oben mitspielen können", erinnert er sich. "Doch die Mannschaft hat dann mehr und mehr gezeigt, was in ihr steckt. Das, was uns an Erfahrung fehlt, machen wir spielerisch wieder wett."

Ins Rampenlicht sollen andere

Und in eben dieser spielerischen Hinsicht haben die Stuhrer Youngster einiges zu bieten. In den seltensten Fällen murmeln sie den Ball irgendwie ins gegnerische Gehäuse, nicht selten gehen äußerst ansehnliche Kombinationen dem Torjubel voraus. Die zuletzt äußerst treffsichere Offensivabteilung streicht somit häufig die Lorbeeren ein, wobei die Arbeit der Abwehrspieler eher selten ins Rampenlicht gerückt wurde. "Ich habe damit aber überhaupt kein Problem", meint Wetjen. "Ich freue mich sogar, dass mehr über den Angriff gesprochen wird. Über uns in der Abwehr wird doch meist nur geredet, wenn wir etwas verbockt haben - also ist das ganz gut so."

Außerdem kann sich Wetjen sicher sein, dass es zumindest eine Person gibt, die die Leistung der Defensivakteure ebenso schätzt wie die der Angreifer: sein Trainer Christian Meyer. "Jendrik hat sich im Laufe der Saison zu einer echten Führungskraft entwickelt und ist neben Janik Troue und Jannis Böttcher zu einer wichtigen Stütze geworden", erklärt der Coach. Eine Entwicklung, die auch die Teamkollegen registriert haben, weshalb das Wort des 22-Jährigen bereits gehöriges Gewicht hat - nicht umsonst hat er die Kapitänsbinde des verletzten Troue übernommen. "Ich versuche, die jungen Spieler so gut es geht mitzureißen und zu motivieren", erzählt Wetjen.

Wenn alles gut geht, dürfte er das in der kommenden Spielzeit auf Bezirksebene erneut machen. Den nicht gerade kleinen Schritt in die nächsthöhere Klasse traut er der jungen Mannschaft des TV Stuhr allemal zu. "Ich glaube jedenfalls nicht, dass wir gleich wieder sang- und klanglos absteigen werden."

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