Hausbesuch bei Yannik Windhorst, der dieses Jahr die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft anstrebt Über den Fußball zum Badminton

Yannik Windhorst gehört zu den Talenten in der Badminton-Abteilung der SG Aumund-Vegesack (SAV). In der abgelaufenen Serie machte der 15-Jährige einen großen sportlichen Schritt. Zuletzt schlug er als erster Herr bei der SAV II auf und holte mit seiner Mannschaft den Vizemeistertitel in der Verbandsliga.
28.04.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Sabine Lange

Yannik Windhorst gehört zu den Talenten in der Badminton-Abteilung der SG Aumund-Vegesack (SAV). In der abgelaufenen Serie machte der 15-Jährige einen großen sportlichen Schritt. Zuletzt schlug er als erster Herr bei der SAV II auf und holte mit seiner Mannschaft den Vizemeistertitel in der Verbandsliga.

Aumund. In diesem Jahr möchte Yannik Windhorst bei den deutschen Meisterschaften starten. Das ist das große Ziel des Badmintonspielers, der bei der SG Aumund-Vegesack auf Punktejagd geht. Dafür trainiert der 15-Jährige viermal in der Woche. Beim Hausbesuch in der Borchshöher Straße verrät der Schüler, dass er seine Kondition außerdem noch bei den Fußballern des Blumenthaler SV auf dem Burgwall stärkt. Mit den runden Leder ist der junge Mann, dessen Vater und Bruder leidenschaftliche Fußballer sind, nämlich schon seit seiner frühesten Kindheit verbunden.

Und über das Kicken kam der Aumunder letztlich auch zum Badminton. "Ich habe früher zusammen mit Finn Gunnemann bei der SAV Fußball gespielt. Er hat mich dann vor rund sieben Jahren mit zum Badminton genommen", erinnert sich Yannik Windhorst. Lange Zeit liefen beide Sportarten parallel, doch jetzt hat sich der 15-Jährige endgültig für das schnelle Aufschlagspiel entschieden.

Ende der Saison werden die Fußballschuhe an den Nagel gehängt, und auch schulisch steht der Aumunder vor einem Wendepunkt. Ab dem nächsten Schuljahr wechselt er von der Gerhard-Rohlfs-Oberschule ans Schulzentrum an der Eggestedter Straße, um dort sein Abitur zu machen. Natürlich hat er Sport als sein Leistungsfach gewählt.

Badminton fasziniert den Bremer Ranglistenersten der U17, weil er sich dabei so richtig auspowern kann. "Ich kämpfe gern für mich alleine," verrät er. Natürlich sei er auch ein Teamplayer. Als eben solcher verbuchte er auch seinen bislang größten sportlichen Erfolg. Vor zwei Jahren ist er bei seinen ersten norddeutschen Meisterschaften mit seinem zugelosten Partner Jan Strothfang vom TuS Drakenburg auf Anhieb Vierter geworden. Aus der Zufallsbekanntschaft ist mittlerweile ein schlagkräftiges Duo geworden. "Das Doppel spiele ich am liebsten mit Jan. Wir ergänzen uns gut. Ich bin vorne besser und er hinten," erklärt Yannik Windhorst.

An diesem Wochenende wollen die beiden in der Altersgruppe U22 bei der A-Rangliste in Winsen an der Luhe Punkte sammeln. In der U17 tritt der SAV-Spieler außerdem mit Malena Schultz vom SV Komet Pennigbüttel im Mixed an. Mit von der Partie ist dann auch Mutter Petra Windhorst, die - wie so oft - den Fahrdienst übernimmt. Früher habe sie ein gutes Buch zum Zeitvertreib mitgenommen, wenn sie ihr Kind zu Turnieren begleitet hat. Lesen ist für sie mittlerweile passé, wenn ihr Sohn bei hochklassigen Sportveranstaltungen im Einsatz ist. Jetzt fesselt sie das Geschehen auf dem Spielfeld. "Es macht richtig Spaß zuzusehen", sagt Petra Windhorst. Sie ist auch gefragt, wenn Yannik mittwochs zusammen mit vier weiteren SAV-Nachwuchstalenten zum Landeskadertraining nach Osterholz gebracht werden muss. "Da wechseln wir uns mit zwei Müttern beim Fahren ab", berichtet sie.

Neben den Übungsstunden bei der SAV in der Halle an der Lerchenstraße steht eine weitere Kadertrainingseinheit jeden Donnerstag in Walle auf dem Programm. Während der Punktspielserien ist der junge Spieler außerdem fest in der zweiten Mannschaft im Einsatz. In der Hinrunde der abgelaufenen Serie war er als dritter Herr kaum gefordert. Daraufhin stellte Teamchef Matthias Gunnemann zur Rückrunde die Mannschaft um und ließ den aufstrebenden jungen Spieler an Position eins aufschlagen.

"Das war wesentlich anstrengender, brachte aber einen Motivationsschub", erzählt der 15-Jährige, der sich in seiner neuen Rolle hervorragend präsentierte. Zweimal hat er sogar als Ersatzmann in der ersten Mannschaft in der Weserliga ausgeholfen. "Als ich dort gegen den damaligen Tabellenführer PSV angetreten bin, habe ich beide Spiele gewonnen", berichtet Yannik Windhorst. Und Mutter Petra ergänzt: "Darauf kann man sehr stolz sein."

Neben Sport und Schule bleibt immer Zeit für Computerspiele, Freunde und die hübsche Coco. Sie schleicht sich gern in Yannik Windhorsts Zimmer im Obergeschoss der Doppelhaushälfte. Der ungarische Hirtenhund ist schneeweiß, hüfthoch und sehr verschmust. Vor allem in den Ferien übernimmt der Badmintonspieler gern die Aufgabe, mit der dreijährigen Kuvasz-Dame spazieren zu gehen. Ihm gefällt die locker bebaute Wohngegend in Aumund. "Ich liebe Bremen-Nord. Hier habe ich alle meine Freunde, und die Wege zur Schule und zum Training sind kurz", sagt Yannik Windhorst. Die Bahnstrecke, die genau am Haus vorbeiführt, stört den Sportler nicht im geringsten: "An die Züge habe ich mich längst gewöhnt. Die höre ich gar nicht mehr."

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