Uwe Hammes hängt an den Farben blau und gelb und ist jetzt neuer Trainer von Eintracht Delmenhorst Über den Gartenzaun zum Trainingsplatz

Delmenhorst. 'Blau-gelb die Farben sind so schön, wenn wir zum SV Atlas geh?n', hieß es im Vereinslied des ehemaligen Delmenhorster Fußball-Regionalligisten. Der SV Atlas ist längst Geschichte. Doch für Uwe Hammes sind die Farben blau und gelb nicht aus der Erinnerung verschwunden. 'Ich hänge an diesem Verein, auch wenn er jetzt nicht mehr Atlas heißt', sagt der 42-Jährige, der vor zwei Wochen das Traineramt beim SVA-Nachfolgeklub Eintracht Delmenhorst übernommen hat.
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Von Oliver Meibohm

Delmenhorst. 'Blau-gelb die Farben sind so schön, wenn wir zum SV Atlas geh?n', hieß es im Vereinslied des ehemaligen Delmenhorster Fußball-Regionalligisten. Der SV Atlas ist längst Geschichte. Doch für Uwe Hammes sind die Farben blau und gelb nicht aus der Erinnerung verschwunden. 'Ich hänge an diesem Verein, auch wenn er jetzt nicht mehr Atlas heißt', sagt der 42-Jährige, der vor zwei Wochen das Traineramt beim SVA-Nachfolgeklub Eintracht Delmenhorst übernommen hat.

Zu seiner aktiven Zeit spielte Uwe Hammes nicht nur für den SV Atlas. Auch für den VfB Oldenburg, BV Cloppenburg oder Rotenburger SV, Olympia Wilhelmshaven und Blau-Weiß Lohne jagte er dem Ball nach. Nach seiner Trainerstation beim Bezirksligisten VfL Stenum, wo er fast vier Jahre tätig war, geht es für ihn jetzt drei Klassen runter - zur Eintracht in die 1. Kreisklasse. Dort ging sein Debüt jedoch daneben. Denn mit einem 0:1 gegen RW Hürriyet II setzte es für den Titelkandidaten die erste Saisonniederlage. Trotzdem spricht Hammes seiner neuen Mannschaft ein Kompliment aus und nimmt zu folgenden Themen Stellung:

Über seine Rückkehr ins Trainergeschäft: Ich habe nur gute Erinnerungen an das Stadion und durch meine Zeit bei Atlas viele Freundschaften gewonnen. Es wäre schön, wenn ein Verein in blau und gelb wieder höher spielen würde. Eintracht-Vorsitzender Werner Birnstiel hat sich wirklich um mich bemüht, deshalb habe ich zugesagt. Außerdem wohne ich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadion und kann jetzt praktisch über den Gartenzaun zum Trainingsplatz hüpfen.

Über das Potenzial der Mannschaft in der 1. Kreisklasse und die Ziele: Für diese Klasse haben wir einen starken Kader, ich war positiv überrascht. Die Jungs zeigen beim Training super Einsatz, alle ziehen mit und haben Lust. Natürlich müssen wir noch am Spielsystem arbeiten, die Laufwege sind teilweise noch sehr wirr. Die ganz festen Ziele wollen wir uns nicht setzen. Wichtig ist für mich, dass das hier keine Eintagsfliege bleibt. Wir wollen längerfristig planen und wieder etwas aufbauen. Natürlich strebe ich an, dass wir möglichst bald in der Kreisliga spielen und innerhalb von Delmenhorst wieder ein Wörtchen mitreden können.

Über die Entscheidung, dass die Eintracht in diesem Jahr nicht an den Hallenmeisterschaften teilnimmt: Ich habe meinen Spielern nur mitgeteilt, dass sie dort gerne mitkicken können - aber dann ohne mich. Ich brauche das eigentlich auch gar nicht groß zu begründen. Jeder weiß, dass es bei den Stadtmeisterschaften häufig wegen Nichtigkeiten teilweise zu Ausschreitungen gekommen ist - und dann noch zur Weihnachtszeit. Heidkrug und Jahn nehmen auch nicht teil, und irgendwie muss man sich auch solidarisch zeigen. Ich habe jetzt vier Jahre lang den Hallenfußball im Landkreis miterlebt. Dort geht es auch zur Sache, aber auf einem ganz anderen Niveau. Auch das Drumherum dort ist viel lockerer und entspannter.

Über den Rücktritt von Ali Sprung als Fußball-Abteilungsleiter der Eintracht: Ich habe bei meinem ersten Training vor zwei Wochen nur am Rande mitbekommen, dass Ali nicht mehr dabei ist. Keine Ahnung, was da vorher abgelaufen ist. Dafür sind bei uns im Verein andere Leute zuständig. Wichtig ist aber, dass der Posten des Abteilungsleiters wieder neu besetzt werden muss.

Über seinen ehemaligen Verein VfL Stenum, der nach zuletzt drei Niederlagen in Folge in der Bezirksliga auf Platz elf abgerutscht ist: Auch ich hatte damals in meinem ersten Jahr beim VfL Probleme, wir kamen schlecht in die Saison. Und jetzt hat mein Nachfolger Matthias Trätmar eben nicht mehr die Mannschaft zur Verfügung wie ich sie hatte. Einige Spieler haben den Verein verlassen, außerdem gab und gibt es viele Ausfälle durch Verletzungen. Aber ich bin nach wie vor felsenfest davon überzeugt, dass Stenum sich bald fangen und am Ende noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wird.

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