Rallye Dakar

Über Nacht in der Wüste

Der Nissan von Jürgen und Daniel Schröder streikt auf der fünften Etappe. Komplett beendet ist der Motosport-Klassiker für die beiden Thedinghäuser allerdings noch nicht.
13.01.2019, 15:41
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Über Nacht in der Wüste
Von Florian Cordes
Über Nacht in der Wüste

Am Fuß einer Düne traten beim Nissan von Jürgen und Daniel Schröder gleich mehrere technische Probleme auf.

PS Laser Racing

Arequipa. Die fünfte Etappe der Rallye Dakar in Peru sollte ihre werden. Das hatten sich Jürgen und Daniel Schröder fest vorgenommen. Das Vater-Sohn-Gespann aus Thedinghausen wollte im Gesamtklassement nur allzu gerne einige Plätze gutmachen. Und lange Zeit lief es für die beiden Thedinghäuser richtig gut. Sie waren bis Platz 25 vorgefahren. Bis zum Ziel in Arequipa waren es nur noch 50 Kilometer. Doch dann passierte es: Der Nissan fing an zu streiken.

„Am Fuß der höchsten an diesem Tag zu bewältigenden Düne meldete sich der Nissan Navara ab. Keine Leistung mehr, der Motor drehte nur noch bis maximal 2000 Touren“, sagte Teamsprecher Gerhard Schneider. „Zudem hatte der Wagen Fehlzündungen sowie eine defekte Wasserpumpe.“ Den Schröders blieb daher nichts anderes übrig, als auf den Assistenztruck zu warten. „Aber auch diese Aktion half nichts mehr. Es gelang sogar nicht, den Nissan aus dem Kessel vor der Düne, in dem er stand, zu ziehen“, meinte Schneider. „Es blieb den beiden Thedinghäusern nichts anderes übrig, als in den Dünen zu übernachten und die Rallye Dakar 2019 abzuhaken.“

Am Ruhetag sollte es dem Team gelingen, das Fahrzeug zu bergen. Dort machte sich die Mechanikertruppe daran, den Nissan wieder flott zu machen. Dies gelang nach großer Anstrengung schlussendlich auch. „Nach einer Probefahrt beschlossen die beiden, die Rallye in der neu eingeführten Marathon-Klasse zu Ende zu fahren“, erklärte Schneider.

In dieser Klasse dürfen die bis zur Mitte der Rallye ausgefallenen Teams die Dakar weiterfahren. Sie werden am Ende jedoch getrennt von den anderen Teams gewertet. Zudem müssen sie immer hinter dem regulären Feld das Rennen aufnehmen. Gekennzeichnet werden diese Teams mit einer orangenen Startnummer.

„Das ist wohl nicht unsere Dakar. Wir mussten von Anfang an mit technischen Problemen kämpfen. Auch das Roadbook der Organisatoren ist streckenweise richtig übel“, sagte Jürgen Schröder. „Auch die Top-Teams hatten damit zu kämpfen. Wir werden die Rallye in der Marathonklasse hoffentlich zu Ende fahren und noch ein wenig Spaß haben.“

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