Oberliga Niedersachsen

Überlebenskampf, Teil fünf

Benedetto Muzzicato geht voller Hoffnung in die neue Saison. Und in diesem Jahr will der Trainer des TB Uphusen den Klassenerhalt wieder auf einem sportlichen Weg schaffen.
09.08.2017, 20:00
Lesedauer: 3 Min
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Überlebenskampf, Teil fünf
Von Florian Cordes

Vier Oberliga-Jahre hat der TB Uphusen nun schon auf dem Buckel. In jeder einzelnen Saison ging es für den Klub nur um eine Sache: Irgendwie sollte der Überlebenskampf in der höchsten niedersächsischen Spielklasse gewonnen werden. Jedes Mal ist es dem TBU gelungen. In den beiden vergangenen Spielzeiten überlebten die Achimer jedoch nur mit jeder Menge Glück. Zweimal waren die Uphuser sportlich abgestiegen, durften aber Teil der Liga bleiben, weil sie jeweils von Rückzügen anderer Teams profitierten. Nun geht der Überlebenskampf in die fünfte Runde. TBU-Coach Benedetto Muzzicato glaubt fest daran, dass er diesmal wieder auf einem sportlichen Weg gewonnen werden kann.

Es sind viele kleine Details, die Muzzicato Hoffnung machen, dass der Klassenerhalt in der Saison 2017/2018 frühzeitig gelingt. Die größte Hoffnung schöpft der Trainer aber daraus, dass die Mannschaft in diesem Sommer im Kern zusammengeblieben ist. In den Sommermonaten der Vorjahre wurde am Arenkamp stets fast die komplette Mannschaft ausgetauscht. Das war in diesem Jahr anders: Nachdem der TB Uphusen am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 mit einem Heimsieg gegen den SV BW Bornreihe – plus den günstigen Umstand, dass der VfL Osnabrück II sich aus der Oberliga Niedersachsen zurückzog – den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte, konnten die Klub-Verantwortlichen schnell mit den Leistungsträgern verlängern. Ein Aderlass blieb aus: Mit Tobias Esche, mittlerweile neuer Kapitän, Stefan Denker, Yannis Becker oder Thomas Mennicke sagten wichtige Stützen für ein weiteres Jahr zu.

„In diesem Jahr ist die Saison von Anfang an eine andere Geschichte“, findet Muzzicato. Dadurch, dass der Kern des Teams gehalten wurde, hätten er und sein Trainerstab, zu dem seit Beginn der Vorbereitung auch sein Bruder Fabrizio Muzzicato gehört, im Training ganz anders arbeiten können, erklärt der Chef-Trainer. „Wir hatten in den Einheiten immer 18 bis 24 Spieler dabei. Das hat, glaube ich, nicht jede Mannschaft. Daher sind wir auch guter Dinge. Das Gefühl ist diesmal wesentlich besser als noch im letzten Jahr.“ Dennoch gehe er mit einer gehörigen Portion Demut in die Saison.

Ganz ohne Abgänge kam die Muzzicato-Elf aber auch in diesem Jahr nicht aus. Der erfahrene Torhüter Christian Meyer schloss sich dem Oberliga-Meister SSV Jeddeloh an. Mateusz Peek gehört dem Kader ebenfalls nicht mehr an, und mit Max Wilschrey ist ein Mann gegangen, der mit seinen Toren im Saisonendspurt quasi die Lebensversicherung des TBU gewesen ist. Die Rolle von Wilschrey soll Zugang Vafing Jabateh (Bremer SV) einnehmen. In der Vorbereitung hat der Stürmer seine Qualitäten bereits angedeutet. Allerdings bremste Muzzicato immer wieder die Erwartungen. Denn Jabateh fiel viele Monate wegen einer Kreuzbandverletzung aus. Man müsse dem Stürmer noch Zeit geben.

Die weiteren neuen Spieler sind hingegen zum Großteil noch sehr jung und waren zuletzt in verschiedenen Bremer Vereinen aktiv. Die Zugänge hätten sich während der Vorbereitung unterschiedlich präsentiert, urteilt der TBU-Coach. Jedoch müssten sich erst einmal alle an das höhere Tempo in der Oberliga Niedersachsen gewöhnen. Wenige Tage vor dem Punktspiel-Start hat der TBU noch ein weiteres Talent an den Arenkamp gelotst. Von den Bundesliga-A-Junioren des JFV Nordwest wechselt Max Falldorf nach Uphusen.

Mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern will der TBU den fünften Überlebenskampf in der Oberliga angehen. Beginnen wird er am Sonntag beim Heeslinger SC. Und geht es nach Benedetto Muzzicato, soll er nicht erst wieder am letzten Spieltag gewonnen werden. „Es wäre schon schön, wenn wir die Klasse dieses Mal früher halten, damit wir die letzten Saisonspiele auch mal befreiter angehen und genießen können“, hofft der Coach. „Wir reden da auch nicht von Dingen, die vollkommen unmöglich sind. Denn wir haben auch in der letzten Saison schon gute Spiele gezeigt und waren, trotz Niederlage, nicht immer das schlechtere Team.“

Dass es in diesem Jahr wieder mit dem sportlichen Klassenerhalt klappen könnte, haben die Uphuser im Niedersachsenpokal angedeutet. Sowohl im ersten Spiel gegen die SV Drochtersen/Assel, das wegen eines Unwetters abgebrochen werden musste, als auch bei der Neuansetzung spielte die Elf mit dem Favoriten auf Augenhöhe. Ausgeschieden ist der TBU aber dennoch.

„In diesem Jahr ist die Saison von Anfang an eine andere Geschichte.“ Benedetto Muzzicato
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