SV Grambke-Oslebshausen bezwingt Hatten-Sandkrug mit 29:28 und klettert auf Nichtabstiegsplatz Überraschungscoup des letzten Aufgebotes

Die Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen schöpfen im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnungen. Die Gelb-Blauen setzten sich bei der TSG Hatten-Sandkrug völlig überraschend mit 29:28 durch. Damit kletterten sie in der Tabelle auf den überlebenswichtigen viertletzten Rang.
03.04.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik

Die Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen schöpfen im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnungen. Die Gelb-Blauen setzten sich bei der TSG Hatten-Sandkrug völlig überraschend mit 29:28 durch. Damit kletterten sie in der Tabelle auf den überlebenswichtigen viertletzten Rang.

Das frühlingshafte Wetter hat die Lebensgeister des SV Grambke-Oslebshausen offenbar neu geweckt. Die Gelb-Blauen setzten sich in der Handball-Oberliga Nordsee mit ihrem allerletzten Aufgebot völlig überraschend mit 29:28 (16:11) beim Tabellenachten TSG Hatten-Sandkrug durch.

Da die Grambker Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt, ATSV Habenhausen II (27:35 gegen Schwanewede/Neuenkirchen) und vor allem die HSG Bützfleth/Drochtersen (27:29 gegen den Elsflether TB) ihre Heimaufgaben verpatzten, schob sich der SV Grambke-Oslebshausen in der Tabelle um zwei Ränge auf den ganz wichtigen elften Tabellenplatz vor. Nur der garantiert im Abstiegskampf auch wirklich das Überleben.

„Mit diesen Punkten hatten wir überhaupt nicht kalkuliert. Das war ein ganz wichtiger Sieg“, strahlte Grambkes Trainer Gerd Anton. Was war das bloß für ein Aufgebot, das er gegen den Tabellenachten ins Rennen geschickt hatte. Beim Abschlusstraining am Donnerstagabend sah es noch ganz danach aus, als ob der abstiegsgefährdete SVGO nur sechs Feldspieler aufbieten könnte – in seiner prekären Situation.

Ohne Torjäger Sebastian Rabe

Er musste auf seinen Torjäger Sebastian Rabe verzichten, der sich gegen Barnstorf eine starke, entzündete Bänderreizung im Fuß zugezogen hatte und vier Wochen ausfallen wird. Mit 155 Toren immerhin der zweitbeste Torschütze der Liga. Obendrein fehlten auch noch Till Tietje, Marcel Hägermann, Malo Rosemeier und Convan Klamkormjitt. Ganz kurzfristig griff der Tabellenvorletzte daher auf Arne Hellmann, Torsten Humann und Sven Stegemann aus der Reserve zurück. „Die hatten uns unheimlich weiter geholfen“, lobte Gerd Anton die Eingesprungenen.

Zunächst setzte der Bremer Coach jedoch auf seine Stammformation und dominierte mit ihr völlig überraschend das Spiel. Mit einer guten Deckung und dem starken Schlussmann Daniel Schimske setzte der Gast die Akzente.

Etwas mehr als die Hälfte ihrer Gegentreffer konnten die TSG Hatten-Sandkrug bis zur Pause nur per Tempogegenstoß erzielen, im gebundenen Spiel kamen sie gegen das aggressive Grambker Bollwerk fast nicht durch.

Der spielerisch überlegene SV Grambke-Oslebeshausen setzte sich daher über 4:3 und 6:4 kontinuierlich auf 12:7 ab. Mit einer noch besseren Chancenverwertung hätte er sogar noch höher führen müssen. Fünf Minuten vor der Pause versuchten die Niedersachsen dann, die Gäste mit einer doppelten Manndeckung bei den starken Nils Zittlosen (Halbrechts) und Torben Pilger (Rückraum-Mitte) aus dem Konzept bringen. Das lösten die Bremer mit der Hereinnahme von Arne Hellmann im Rückraum ausgezeichnet. Er traf nicht nur selbst einmal ins Schwarze, sondern brachte vor allem seine Mitspieler in gute Wurfposition.

Die Grambker Dominanz hielt bis zum 26:20-Zwischenstand weiter an. Danach wurden dem SVGO viele Angriffe abgepfiffen, außerdem entschieden die Unparteiischen immer schneller auf Zeitspiel. Beim 28:24 kassierte Bengt Kohrt eine Zeitstrafe (55.), beim 28:27 wurde es für das Anton-Team dann noch einmal richtig eng. Viele in der Halle tippten auf die endgültige Wende – von wegen: 30 Sekunden vor Ultimo schnappte sich Nils Zittlosen das Leder, marschierte unaufhaltsam auf die Hatter-Deckung zu und traf mit seinem 14. Tor zum alles entscheidenden 29:27 ins Netz. „Dieser Sieg gibt uns neuen Mut“, freute sich Gerd Anton über das kräftige Lebenszeichen seines Teams.

Das erwartet am Sonnabend um 18 Uhr den Tabellendritten SG Achim/Baden um 18 Uhr in der Sperberstraße.

SV Grambke-Oslebeshausen: Franke, Schimske; Krüger (6/1), B. Kohrt (1), Zittlosen (14/3), T. Kohrt (3), Henschel (n.e.), Pilger (4), Husen, Stegemann, Humann, Hellmann (1).

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