14.500 Zuschauer sollen erlaubt sein

Uefa: München behält alle vier Spiele als EM-Mitgastgeber

Joachim Löw kann sich nun doch auf mindestens drei Heimspiele bei der Fußball-EM freuen. München bleibt Gastgeber.
23.04.2021, 05:07
Lesedauer: 3 Min
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Uefa: München behält alle vier Spiele als EM-Mitgastgeber

München kann im Kampf um seine EM-Partien doch noch auf ein glückliches Ende nach einer extralangen Zitterpartie hoffen. Foto: picture alliance / dpa

Marc Müller / dpa

Die Stadt München bleibt Co-Gastgeber der Fußball-EM. Die Europäische Fußball-Union Uefa bestätigte die bayerische Landeshauptstadt als Ausrichter der drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie eines Viertelfinales mit jeweils mindestens 14.500 Zuschauern.

Die Zitterpartie ist also beendet. Die Uefa hatte zuvor vorgegeben, dass es trotz der Corona-Pandemie keine Geisterspiele bei dem EM-Turnier geben soll.

Die DFB-Spitze hat trotz der Uefa-Bestätigung für München als EM-Mitgastgeber die Zulassung von Zuschauern bei den vier Spielen der Fußball-Europameisterschaft allerdings noch offen gelassen. Verbandschef Fritz Keller begrüßte den Beschluss der Europäischen Fußball-Union als wichtiges Signal und sagte in einer Mitteilung, die Partien könnten „vielleicht sogar vor Publikum“ stattfinden, „wenn es die pandemische Entwicklung zulässt“.

Die Uefa hatte ihre Entscheidung nach eigenen Angaben getroffen, nachdem die lokalen Behörden bestätigt hätten, dass bei allen Partien mindestens 14.500 Zuschauer in der Allianz Arena möglich seien. Zuvor hatte die Landesregierung Bayerns nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, in dem eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern in München für „realistisch“ gehalten wird.

Joachim Löw kann bei seinem Abschiedsturnier mit der DFB-Auswahl nun für eine Heim-Gruppenphase planen. Die Nationalmannschaft will am 10. Juni ihr Teamquartier in Herzogenaurach beziehen. Von dort sind kurze Wege zu den drei Gruppenspielen nach München gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) ein Vorteil. In der K.o.-Phase ginge es für die DFB-Auswahl dann kreuz und quer durch Europa.

Auch das Viertelfinale am 2. Juli soll in München stattfinden. Dieses K.o.-Spiel hatte bis zuletzt besonders auf Kippe gestanden, da sich die UEFA an einem anderen Spielort mehr Zuschauer erhofft hatte. Die DFB-Elf würde laut Spielplan aber nur als Gruppendritter zu einem Viertelfinale nach München zurückkehren.

Bilbao und Dublin verlieren im Gegensatz zu München ihre Gastgeberrolle, wie Uefa-Exekutivmitglied Zbigniew Boniek bei Twitter mitteilte. Die Spiele würden nach Sevilla und St. Petersburg verlegt. In Bilbao hatten die örtlichen Organisatoren schon am Mittwochabend verkündet, die Uefa habe ihnen die dort geplanten Spiele entzogen. Die Teams aus Polen, Schweden und der Slowakei müssen somit in der Gruppenphase zwischen Russland und Spanien pendeln.

Kurz vor der Entscheidung durch das Uefa-Exekutivkomitee hatte der DFB schon von „positiven Vorzeichen“ berichtet. Die Regierung des Freistaats Bayern habe „ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, das der DFB gemeinsam mit der Stadt München und den zuständigen Ämtern und Behörden in den vergangenen Monaten erarbeitet hat“, teilte der Verband mit.

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Die Entscheidung über die München-Frage hatte die Uefa am Montag noch einmal verschoben, um den deutschen Gastgebern eine weitere Chance für Nachbesserungen einzuräumen. Die bayerische Landeshauptstadt hatte eine feste Zusage für Publikum bisher verweigert und drei mögliche Szenarien veröffentlicht. Diese reichten von Geisterspielen bis maximal 27.000 Zuschauer. Das Bundesinnenministerium und die Bayerische Staatskanzlei hatten Ende der vergangenen Woche in Schreiben an den DFB bekräftigt, dass es für EM-Spiele vor Zuschauern keine Garantien für diesen Sommer geben werde.

London, Glasgow, Amsterdam, Kopenhagen, Budapest, Bukarest, St. Petersburg, Baku und Rom hatte die Uefa bereits mit verschiedenen Angaben zu den möglichen Auslastungen der Stadien aufgelistet. Der Münchner Partnergastgeber Ungarn will in Budapest sogar Spiele vor vollen Rängen ermöglichen. Auch die britische Hauptstadt London hofft, das Finale am 11. Juli in einem vollen Wembley-Stadion ausrichten zu können. (dpa)

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