Lateintänzer der TSG Ars Nova sind in Bremerhaven so stark wie nie zuvor und nun absoluter Aufstiegskandidat

Unaufhaltsam Richtung Zweite Liga

Bremerhaven. Es war wieder einmal ein denkwürdiges Turnier für die Lateintänzer der TSG Ars Nova. In Bremerhaven ging es zum dritten Mal in der laufenden Regionalliga-Saison aufs Parkett, zum dritten Mal belegten die Verdener am Ende Platz eins.
21.02.2017, 00:00
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Unaufhaltsam Richtung Zweite Liga
Von Malte Bürger
Unaufhaltsam Richtung Zweite Liga

Die A-Formation der TSG Ars Nova hat Historisches geschafft: Erstmals gab es für den Verein durchweg die Note Eins in der Regionalliga.

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Bremerhaven. Es war wieder einmal ein denkwürdiges Turnier für die Lateintänzer der TSG Ars Nova. In Bremerhaven ging es zum dritten Mal in der laufenden Regionalliga-Saison aufs Parkett, zum dritten Mal belegten die Verdener am Ende Platz eins. Und nicht nur irgendwie. Die Wertungsrichter waren sich über die Klasse des A-Teams derart einig, dass sie fünf Mal die Note Eins in die Höhe reckten. „Das ist das beste Ergebnis unserer Vereinsgeschichte“, sagte Maurice Marschall, Pressesprecher und Mitglied der Formation. Obendrauf steht nun fest: Die Domstädter reisen erneut zum Aufstiegsturnier für die 2. Bundesliga. Für den 1. TSC Verden lief es nicht ganz so gut, dieses Mal gab es lediglich Rang sechs.

Bei der TSG Ars Nova könnten sie sich jetzt zurücklehnen und einfach nur genießen. Tun sie aber nicht. „Unser Ziel ist es jetzt, auch die restlichen Turniere bis zur Relegation zu gewinnen“, betont Maurice Marschall. Am 11. März steht zunächst der Heimwettkampf in Verden an, am 8. April folgt der Endspurt in Weyhe. „Es wäre jetzt fatal, einfach zu sagen, dass wir es locker angehen lassen bis zum Aufstiegsturnier. Das würde sich bis dahin summieren und nur ein Nachteil für uns sein. Stattdessen müssen wir das Selbstbewusstsein nun mit in die nächsten Wochen nehmen.“

Die jüngste Motivationsspritze war auch nicht eben klein. Schon der erste Durchgang konnte sich sehen lassen, im Finale legte das Team dann direkt nach. „Wir haben ständig den Anspruch, uns noch weiter zu verbessern“, sagte der TSG-Akteur. „Auch wenn wir Erster werden, feilen wir im Training noch weiter an den Linien und der Synchronität, um noch besser zu werden. Wenn dann natürlich alle Richter am Ende die Eins anzeigen, ist das natürlich toll. Das ist jetzt die Bestätigung für all die harte Arbeit, die wir geleistet haben. Irgendwie ist die Sache jetzt rund.“ Und gleichzeitig reifte eine schöne Erkenntnis in den Köpfen der Tänzer. „Wenn wir solch ein Ergebnis erzielen und die Siege der vorherigen Turnier wiederholen, dann sind wir in dieser Saison wohl tatsächlich die Besten in dieser Liga“, erklärte Marschall, der jedoch auch betonte, dass der Aufstieg jetzt keinesfalls ein Selbstläufer sei. „Natürlich schwingt jetzt im Hinterkopf mit, dass es dieses Mal auch klappen sollte, aber solch ein Turnier hat dann noch einmal seine ganz eigenen Gesetze.“

Beim 1. TSC Verden sind die Tänzer aktuell ein wenig damit beschäftigt, die Gründe für das nicht wirklich zufriedenstellende Abschneiden zu finden. „Mit Platz sechs sind wir überhaupt nicht zufrieden, mit der Leistung eigentlich schon“, sagte Pressewart Niklas Kohmüller. „So ist nun einmal der Tanzsport, manchmal sind die Ergebnisse nicht wirklich nachvollziehbar.“ Ein Grund könnte der Heimvorteil des B-Teams der TSG Bremerhaven sein. Die Seestädter kletterten dank guter Noten schließlich aktuell auf Rang vier. „Sie haben es uns quasi vorgemacht, wie es für uns auch in ein paar Wochen in Verden gehen könnte“, sagte Kohmüller. Gastgeber haben mit einem lautstarken Publikum im Rücken schließlich nicht selten ganz gute Karten bei den Wertungsrichtern. Ob sich die Juroren von einer derartigen Atmosphäre nun aber besonders beeinflussen lassen, wollte er nicht beurteilen. „Ich war selbst noch nie in der Rolle eines Wertungsrichters und habe eine solche Situation folglich noch nicht erlebt. Grundsätzlich unterstelle ich ihnen aber eine absolute Objektivität. Es ist wohl eher so, dass ein Heimteam noch einmal zwei bis drei Prozent mehr gibt als sonst.“

In einigen Wochen werden auf jeden Fall wieder andere Experten die Auftritte der Formationen beurteilen. „Bei uns sitzen sie allerdings ziemlich hoch“, sagte Niklas Kohmüller. „Daher werden wir jetzt im Training noch einmal besonders an den Wegen und den Bildern arbeiten.“

3. Turniertag in Bremerhaven 1. TSG Ars Nova A 1-1-1-1-1 2. Grün-Gold-Club Bremen C 2-2-2-2-2 3. TSA i. VfL Pinneberg A 3-3-5-4-3 4. TSG Bremerhaven B 4-6-3-3-4 5. 1. Latin Team Kiel A 6-4-4-5-5 6. 1. TSC Verden A 5-5-6-6-6 7. TSA d. SC Weyhe v. 1913 A 8-7-9-7-7 8. TSC Walsrode B 7-8-7-8-8 9. Grün-Gold-Club Bremen D 9-9-8-9-9 Gesamtstand 1. TSG Ars Nova A 3 2. Gründ-Gold-Club Bremen C 7 3. TSA i. VfL Pinneberg A 8 4. 1. TSC Verden A 15 5. TSG Bremerhaven B 15,5 6. 1. Latin Team Kiel A 16 7. TSC Walsrode B 21,5 8. TSA d. SC Weyhe v. 1913 A 22 9. Grün-Gold-Club Bremen D 27
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