Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe muss nach dem 4:4 gegen den FC Sulingen in die Relegation Unerwünschte Extraschicht

Sudweyhe. Die Stimmung war im Keller. Auf dem Rasen streckten die Spieler des TuS Sudweyhe erschöpft und vor allem enttäuscht alle Viere von sich und vergruben das Gesicht so gut es ging im Grün. Zwei Mal hatten die Platzherren gegen den FC Sulingen mit zwei Toren Vorsprung geführt - am Ende reichte es dann mit letzter Kraft nur zu einem 4:4 (3:2). Da zur gleichen Zeit die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga ebenfalls punkteten, müssen die Sudweyher nun in der Relegation antreten.
06.06.2011, 05:00
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Unerwünschte Extraschicht
Von Malte Bürger

Sudweyhe. Die Stimmung war im Keller. Auf dem Rasen streckten die Spieler des TuS Sudweyhe erschöpft und vor allem enttäuscht alle Viere von sich und vergruben das Gesicht so gut es ging im Grün. Zwei Mal hatten die Platzherren gegen den FC Sulingen mit zwei Toren Vorsprung geführt - am Ende reichte es dann mit letzter Kraft nur zu einem 4:4 (3:2). Da zur gleichen Zeit die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga ebenfalls punkteten, müssen die Sudweyher nun in der Relegation antreten.

Jürgen Maltzahn war einfach nur noch enttäuscht, als er das Ergebnis der Partie zwischen Wietzen und Rehden hörte: 0:0 hatten sich die beiden getrennt. Hätte auch nur eine der Mannschaften gewonnen, die Sudweyher wären gerettet gewesen. Doch der Konjunktiv war in diesem Moment fehl am Platz. "Dass wir überhaupt in diese Situation gekommen sind und jetzt bis zum letzten Augenzwinkern gehen müssen, haben wir uns selbst zuzuschreiben", grollte er. Diese Erkenntnis des Coaches galt sowohl für die aktuelle Begegnung, als auch für den Endspurt der Saison. "Wir hatten so viele Gelegenheiten, die fehlenden Punkte zu holen. Doch wir haben es einfach versäumt. Das ist sehr, sehr bitter", bilanzierte er.

Das Spiel gegen Sulingen war keine acht Minuten alt, da sehnten sich die ersten Zuschauer bereits nach dem Schlusspfiff. Die Sudweyher hatten aus dem Nichts eine 2:0-Führung vorgelegt und schienen zielstrebig die abschließende Mission in Angriff zu nehmen. Zunächst versenkte Nico Riekers einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter (2.), dann war Yannik Funck zur Stelle (8.).

Die Führung gab allerdings nur wenig Sicherheit: Die Gäste drängten auf den Anschlusstreffer, der nach etwas mehr als einer Viertelstunde dann auch durch Andreas Tschongarow gelang (16.). In den Folgeminuten lag der Ausgleich in der Luft, doch der TuS war in dieser Phase eiskalt im Ausnutzen seiner Chancen. Mario Rösner setzte einen trockenen Linksschuss in die Maschen - dritte Torchance, dritter Treffer (26.). Nur drei Minuten vor dem Gang in die Kabine verbauten sich die Sudweyher allerdings ihre blendende Ausgangsposition für Halbzeit zwei, als sie Svend Kafemann unbedrängt mit einem sehenswerten Fallrückzieher treffen ließen.

Der Aufgalopp zur zweiten Hälfte drohte dann zu einer echten Katastrophe zu werden. Binnen 120 Sekunden drehte Tschongarow das Spiel (57./58.). "Immer und immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass das ein sehr wendiger, schneller Spieler ist, an dem man nah stehen muss. Und doch lassen wir ihm viel zu viel Raum", schimpfte Jürgen Maltzahn. Die gedämpfte Hoffnung erhielt allerdings nach exakt einer Stunde neue Nahrung, als Eike Dziuba per Dropkick zum erneuten Ausgleich traf. Das Problem der Sudweyher: Es sollte die allerletzte Szene im gegnerischen Strafraum sein.

Die Sulinger kontrollierten fortan das Geschehen und hätten in zwei Situationen eigentlich das sichere 5:4 markieren müssen, vertendelten aber fahrlässig ihre Möglichkeiten. Von den Gastgebern war dagegen nichts mehr zu sehen, stehend K.o. ergaben sie sich ihrem Schicksal. "Das war am Ende viel zu wenig. So kann man kein Spiel gewinnen", ärgerte sich Maltzahn.

In den vergangenen Wochen hatte der Sudweyher Übungsleiter das Thema Relegation immer weit von sich geschoben, fest an den Erfolg seiner Schützlinge geglaubt. Nun wagte er einen ersten - wenn auch pessimistischen - Ausblick: "Das wird mit Sicherheit kein Duell mit einem Klassenunterschied. Stattdessen trifft ein hochmotivierter Kreisligist auf ein Team, das seit acht Spielen nicht gewonnen hat."

TuS Sudweyhe: Meyer; Haut, Wöbken, Speer, Erlebach, Dziuba, Müller (62. Pirngruber), Weger (85. Bohl), Riekers, Funck (41. Kastens), Rösner.

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