Scharfe Kritik an Braunschweig-Fans „Unglaubliche Sauerei“

Braunschweig. Mit einer Flasche Bier in der Hand machte Mario Gomez nach dem Erfolg des VfL Wolfsburg in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig sich über die Hass-Tiraden der Braunschweiger Fans lustig. Im Mannschaftsbus tanzend, wiederholte Gomez die Schmähungen („Hurensohn“) und feierte ausgelassen den Klassenerhalt.
31.05.2017, 00:00
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„Unglaubliche Sauerei“
Von Olaf Dorow

Braunschweig. Mit einer Flasche Bier in der Hand machte Mario Gomez nach dem Erfolg des VfL Wolfsburg in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig sich über die Hass-Tiraden der Braunschweiger Fans lustig. Im Mannschaftsbus tanzend, wiederholte Gomez die Schmähungen („Hurensohn“) und feierte ausgelassen den Klassenerhalt. Unmittelbar nach der Rettung hatte er mit ernsten Worten sein Unverständnis geäußert. Der 31-Jährige sagte: „Ich kann prinzipiell nichts mit dem Hass anfangen, der im Fußballstadion stattfindet.“ Er stellte das teils widerwärtige Verhalten in einen größeren Zusammenhang: „Vor ein paar Tagen ist in Manchester etwas Schreckliches passiert – und ein paar Tage danach verhalten wir uns selbst wie Affen. Das ist traurig.“

Es war mehr als eine Minderheit, die vor allem Gomez, spätestens seit seinem Handelfmeter-Tor im Hinspiel Reizfigur der Fans, immer wieder mit Hass-Sprüchen überzog. Einige Hundert Fans stürmten nach dem Abpfiff den Platz. Die VfL-Profis flüchteten nach dem glücklichen Klassenverbleib vor der radikalen Gruppe von Eintracht-Fans, die wieder einmal das hässliche Gesicht des Fußballs zeigten.

Braunschweigs Präsident Sebastian Ebel bezeichnete die Böller-Attacken am Ende der Pause und das Verhalten einiger Anhänger nach der Partie als „unglaubliche Sauerei“. Es sei „völlig inakzeptabel“. Der DFB-Kontrollausschuss wird wegen der Vorfälle Ermittlungen einleiten. Der Böllerwurf in Richtung eines Ordners habe in der Partie „zu einem Bruch geführt – wir haben das gegen Hannover erlebt, wir haben das hier erlebt“, meinte Ebel. „Das ist so was von bescheuert, gegen die eigene Mannschaft.“ Wenige Minuten nach dem Vorfall hatte Vieirinha das entscheidende Tor zum 1:0 der Wolfsburger erzielt.

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