TSV Ottersberg: Im morgigen Auswärtsspiel gegen Bückeburg auf die Hilfe des Altherren-Torwarts angewiesen "Uns wird schon noch etwas einfallen"

Ottersberg. Für die Oberliga-Fußballmannschaft des TSV Ottersberg endete das mit hohen Erwartungen verbundene Heimspiel gegen den BSV Rehden - ein Sieg hätte den Vorstoß auf den sechsten Tabellenplatz ermöglicht - nach Ansicht von Axel Sammrey ernüchternd. "Rehden ist Tabellenzweiter und für mich der aussichtsreichste Aufstiegskandidat. So weit sind wir noch lange nicht", kommentierte der Trainer in dieser Woche noch einmal das 0:2, das gleichzeitig das Ende einer Ottersberger Serie (vier Meisterschaftsspiele ohne Niederlage) bedeutete.
29.09.2011, 05:00
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Für die Oberliga-Fußballmannschaft des TSV Ottersberg endete das mit hohen Erwartungen verbundene Heimspiel gegen den BSV Rehden - ein Sieg hätte den Vorstoß auf den sechsten Tabellenplatz ermöglicht - nach Ansicht von Axel Sammrey ernüchternd. "Rehden ist Tabellenzweiter und für mich der aussichtsreichste Aufstiegskandidat. So weit sind wir noch lange nicht", kommentierte der Trainer in dieser Woche noch einmal das 0:2, das gleichzeitig das Ende einer Ottersberger Serie (vier Meisterschaftsspiele ohne Niederlage) bedeutete.

Am morgigen Freitag um 19.30 Uhr trifft der TSV Ottersberg in einem Auswärtsspiel wieder auf einen Gegner seiner Gewichtsklasse. Aufsteiger VfL Bückeburg hat noch keine seiner bisherigen vier Begegnungen im heimischen Jahnstadion an der Graf-Wilhelm-Straße gewonnen, und Sammrey stellt klar. "Wir müssen in Bückeburg gewinnen, sonst rutschen wir wieder unten rein." Nach acht Spieltagen sind beide Mannschaften nur durch drei Punkte voneinander getrennt. Der Ottersberger Coach erwartet ein Fußballspiel mit ähnlich hoher Intensität wie am vergangenen Sonntag. "Bückeburg kämpft um jeden Grashalm." Für die Ottersberger Mannschaft aber auch eine günstige Gelegenheit, um zu verdeutlichen, dass sie die richtigen Lehren aus der Niederlage gegen Rehden gezogen hat. Sie hatte während der ersten Viertelstunde "zu viel Respekt" (Sammrey) vor dem BSV gezeigt und sich in dieser Phase durch das körperbetonte Spiel des Tabellenzweiten den Schneid abkaufen lassen.

Der Oberliga-Standort Ottersberg ist inzwischen bekannt dafür, dass Erwartungen innerhalb kurzer Zeit in die Höhe schnellen können. Das war auch ein Grund für einen Disput, den sich Sammrey am vergangenen Sonntag mit Fans des TSV lieferte. Sie konfrontierten den Trainer mit dem Vorwurf, die Ottersberger Mannschaft verfüge über ein spielerisches Defizit. Auch am vergangenen Dienstag reagierte der Coach stark gereizt. In Anspielung auf die derzeitige Torhütermisere (wir berichteten) brachte einer der Feldspieler Torhüterhandschuhe zur Trainingseinheit mit, um sich für die Problem-Position zwischen den Pfosten anzubieten. Darüber konnte Sammrey jedoch überhaupt nicht lachen. "Das finde ich nicht witzig. Wir bestreiten unser zehntes Pflichtspiel in dieser Saison und müssen möglicherweise schon den fünften Torwart einsetzen. So etwas habe ich während meiner Karriere als Spieler und Trainer noch nicht erlebt."

Tim Eggert (noch vier Wochen Pause) oder der am Sonntag nach 27 Minuten verletzt ausgewechselte Christian Rathjen (zwei Wochen Trainingsverbot) werden in Bückeburg definitiv nicht auflaufen. Sicher ist bislang nur, dass Altherren-Torwart Thomas van den Berg als Nummer zwei mit nach Bückeburg fahren wird. Es ist allerdings nicht völlig ausgeschlossen, dass er im Jahnstadion mit der Startelf auflaufen könnte. Das wäre der Fall, wenn auch die Namen von Tjaven Hülsemeyer (die Nummer drei der Oberliga-Mannschaft) und Sebastian Hamann (die Nummer eins der Bezirksliga-Mannschaft) auf die Liste der Ausfälle geschrieben werden müssen. Hülsemeyer muss am Freitagabend arbeiten (und bekommt keinen Urlaubstag genehmigt), während Hamann eigentlich keine Ambitionen mehr hegt, für die Erste zu spielen. Kategorisch lehnt er seine Hilfe jedoch nicht ab. "Es sind noch zwei Tage Zeit, um eine Lösung zu finden", stellte Sammrey am Mittwoch kurzangebunden fest, "ich lasse das auf mich zukommen. Uns wird

schon noch etwas einfallen."

Ibelherr zurück ins Mittelfeld?

Kaum weniger wichtig als eine Antwort auf die Torwartfrage ist für den Trainer die Entscheidung, wie Johannes Ibelherr in Bückeburg am gewinnbringendsten einzusetzen ist. Wegen der Rotsperre für Alexander Huhn debütierte der Ottersberger Neuzugang am vergangenen Sonntag in der Innenverteidigung. "Man hat gesehen, dass er dort nicht auf Knopfdruck funktioniert", bemerkte Sammrey. Er tendiert dazu, Ibelherr wieder wie gewohnt als Sechser aufzubieten ("Dort füllt er sich wohler"). Dann müsste Sammrey allerdings einen Grundsatz über Bord werfen und ohne (allzu große) Not die Innenverteidigung umbauen. Als zweiter Innenverteidiger neben Kapitän Peek kämen Alexander Fahrenholz und Marco Wahlers in Betracht. Wahlers ist zwar der gestandenere der beiden Verteidiger, doch er weist seit mehreren Wochen erhebliche Trainingslücken auf. Nach Ansicht von Sammrey habe Fahrenholz "eine Chance verdient".

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