Kommentar über Werder Bremen Unsensibel

Es könnte alles so schön sein, doch nun ermittelt die Polizei wegen „öffentlicher Aufforderung zu Straftaten“ im Weserstadion. Den Verantwortlichen bei Werder fehlt es an Sensibilität, meint Ralf Michel.
18.05.2017, 22:10
Lesedauer: 1 Min
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Unsensibel
Von Ralf Michel

Es könnte alles so schön sein, doch nun ermittelt die Polizei wegen „öffentlicher Aufforderung zu Straftaten“ im Weserstadion. Den Verantwortlichen bei Werder fehlt es an Sensibilität, meint Ralf Michel.

Sie bekommen es einfach nicht in den Griff bei Werder Bremen. Die grün-weiße Welt könnte so schön sein in diesen Tagen. Die Mannschaft so erfolgreich wie lange nicht, der Vertrag mit dem Trainer unter Dach und Fach, und eine Sympathiewelle für den Verein in der Stadt, die ihresgleichen sucht.

Und dann ermittelt die Polizei wegen „öffentlicher Aufforderung zu Straftaten“ im Weserstadion und leitet ein Strafverfahren ein. Aus Sicht der Polizei war die Choreografie, die beim Heimspiel gegen Hoffenheim in der Ostkurve zu sehen war, Gewalt verherrlichend.

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Wie viele Ultras in dieser Hinsicht gestrickt sind, ist bekannt. Das eigentlich Skandalöse an diesem Vorfall ist jedoch, dass der Verein die Choreografie abgenickt hat. Dabei hatte erst beim Heimspiel gegen Ingolstadt ein Transparent mit der Aufschrift „Bullenschweine“ für mächtig Ärger gesorgt. Damals verurteilte Werder das Verhalten der Täter scharf und kündigte Maßnahmen an, um solche Vorkommnisse künftig zu verhindern.

Doch die Genehmigung des Zwillenschützen-Banners legt den Verdacht nahe, dass den Verantwortlichen bei Werder beim Thema Gewalt die notwendige Sensibilität fehlt.

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