Nachgefragt: Kapitän Daniel Isenberg weiß, dass der VfL Stenum den Blick vorerst nach unten richten muss 'Unser gutes Polster ist aufgebraucht'

Der VfL Stenum befindet sich in der Fußball-Bezirksliga in einer äußerst kritischen Phase. Nach gutem Start folgte der Einbruch - drei hohe Niederlagen in Folge ließen die Mannschaft vom Kirchweg auf Rang elf abstürzen. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch drei Punkte. In einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm nimmt VfL-Kapitän Daniel Isenberg (23) Stellung zur Negativserie und wagt dabei auch einen Blick in die nahe Zukunft.
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste

Der VfL Stenum befindet sich in der Fußball-Bezirksliga in einer äußerst kritischen Phase. Nach gutem Start folgte der Einbruch - drei hohe Niederlagen in Folge ließen die Mannschaft vom Kirchweg auf Rang elf abstürzen. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch drei Punkte. In einem Gespräch mit unserem Redakteur Oliver Meibohm nimmt VfL-Kapitän Daniel Isenberg (23) Stellung zur Negativserie und wagt dabei auch einen Blick in die nahe Zukunft.

1:5 gegen den TSV Oldenburg, 1:4 beim Ahlhorner SV und jetzt ein 1:4 gegen den Heidmühler FC - wie bewerten Sie die letzten drei Spiele des VfL Stenum?

Daniel Isenberg: Von den Ergebnissen her sieht es natürlich recht dramatisch aus. Gegen Oldenburg und Heidmühle sind wir aber auf zwei sehr starke Gegner getroffen und haben uns dabei in der Schlussphase noch Tore eingefangen. Überhaupt geraten wir fast immer in Rückstand, das ist unser Problem. Dann kommen wir wieder ins Spiel zurück und werden am Ende eiskalt ausgekontert. Bei der Niederlage in Ahlhorn war das anders. Da waren wir als Mannschaft komplett schlecht.

Sie hatten gegen Heidmühle das sichere 2:2 auf dem Kopf. Wie sehr ärgern Sie sich über diese vergebene Chance?

Mein Kopfball muss natürlich rein, keine Frage. Nach einer scharfen Ecke von Daniel von Seggern bin in im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball gekommen. Leider war mein Abschluss nicht platziert genug. Vorher hatte schon Roland Göde Pech mit einem Pfostenschuss. Aber das passt zu unserer augenblicklichen Situation.

Ihre Aufgabe als zentraler Abwehrspieler ist es aber doch zunächst, Tore zu verhindern. Woran liegt es, dass Stenum im Schnitt fast drei Gegentreffer kassiert und zurzeit die Schießbude der Liga ist?

Zum einen mussten wir unsere Mannschaft aufgrund von Verletzungen immer wieder umbauen. Jetzt sind Jörn Poppe und Steven Herrmann wieder dabei, aber dafür fallen Sven Schlundt und Jan Badberg weiter aus. Da haben wir auch in der Abwehr noch nicht die richtige Formation gefunden. Zum anderen sind wir bei Kontern zu anfällig und kassieren noch zu viele Gegentore nach Standards.

Nach drei Niederlagen in Folge rückt die gefährdete Zone bedrohlich näher. Sind Sie auf einen Abstiegskampf überhaupt vorbereitet?

Natürlich hatten wir vor der Saison erwartet, dass wir trotz einiger Abgänge von Leistungsträgern irgendwo im Mittelfeld landen können. Doch wer jetzt auf die Tabelle schaut dem muss klar sein, dass wir nach unten blicken müssen. Aus den nächsten drei Spielen gegen Esenshamm, Frisia Wilhelmshaven und Obenstrohe müssen wir mindestens sechs Punkte holen. Unser gutes Polster, das wir uns nach den Auftaktspielen zugelegt hatten, ist mittlerweile aufgebraucht. Aber wir alle sind uns der prekären Lage, in der wir uns befinden, natürlich bewusst.

Die kritischen Stimmen einzelner Zuschauer - so wie zuletzt gegen Heidmühle - werden lauter. Bekommen Sie als Spieler auf dem Platz davon etwas mit und wie gehen Sie damit um?

Davon kriege ich gar nichts mit. Dafür bin ich viel zu sehr mit mir und der Mannschaft beschäftigt. Unser Trainer (Matthias Trätmar, Anmerkung der Redaktion) hat mich aufgefordert, auf dem Platz mehr zu reden und Verantwortung zu übernehmen. Und ich kann mit dieser Führungsposition gut umgehen.

Was muss sich beim VfL Stenum in erster Linie ändern, damit die Negativserie möglichst schon am kommenden Sonnabend in Esenshamm reißt?

Wir müssen den Kampfgeist, die Laufbereitschaft und die Einstellung aus dem Heidmühle-Spiel mitnehmen und uns zerreißen. Wir sind das Aushängeschild des Vereins und wollen auch etwas zurückgeben. Und wir müssen endlich einmal in Führung gehen. Dann ist der Gegner gezwungen zu kommen und wir können kontern.

Ein Blick nach oben: Wer wird Meister?

Da kommt für mich nur Heidkrug in Frage. Der TuS ist in der Breite sehr gut aufgestellt und verfügt über hungrige Spieler und einen starken Unterbau.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+