Fußball-Bezirksligist TV Stuhr Unser Spieler der Woche: Sebastian Dreyer

Stuhr. Es gibt Dinge, auf die möchte eigentlich kein Fußballer so recht verzichten - Fußballspielen zum Beispiel. Doch genau diese Erfahrung hat Sebastian Dreyer machen müssen.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Unser Spieler der Woche: Sebastian Dreyer
Von Malte Bürger

Stuhr. Das persönliche Geschichtsbuch von Sebastian Dreyer beim TV Stuhr hat eine beachtliche Dicke erreicht, 18 Kapitel haben sich mittlerweile angesammelt. Abgesehen von den fußballerischen Anfängen im benachbarten Huchting gab es in den Folgejahren nur eines: den TVS. Inzwischen ist der Stürmer 25 Jahre alt, und während man damit in anderen Teams noch locker als Jungspund durchgeht, darf sich Dreyer in Stuhr bereits den imaginären Krückstock samt Pepitahut krallen - er ist nämlich der Opa der Truppe. "Das ist ein ganz seltsames Gefühl. Egal in welchen Mannschaften ich gespielt habe, war ich dort immer einer der Jüngsten. Und nun das . . .", erzählt Dreyer lachend.

Der Vorteil des "fortgeschrittenen" Alters ist natürlich die Erfahrung, und davon hat Sebastian Dreyer inzwischen einige sammeln können. "Ich habe in Stuhr alle guten und schlechten Zeiten miterlebt", erinnert er sich und schiebt schnell hinterher: "Im Moment sind es natürlich besonders gute." Umso mehr wurmt es ihn, dass er nicht immer so präsent sein kann, wie er es sich selbst am meisten wünscht. Anfang des Jahres gab es eine berufliche Veränderung, seitdem ist Dreyer häufig im Osten Deutschlands und in Bayern unterwegs. "Und ich weiß selbst, dass es gerade in der Bezirksliga schwierig ist, ohne Training eine wichtige Rolle zu spielen", meint der Key Account Manager.

Profiteur der Umbauarbeiten

Zumeist ließ der Terminkalender lediglich eine wöchentliche Einheit unter Coach Christian Meyer zu. Wenig verwunderlich also, dass während der Punktspiele zumeist ein Platz auf der Bank reserviert war. Wenn es also eine Rolle gab, dann war es die des Jokers. "Da musste ich mich erst einmal mit abfinden - bei allem Verständnis für diese Entscheidung", verrät Dreyer.

Wie so oft im Leben kommen die Chancen dann aber schneller als erwartet. Nach zwei eher schwächeren Auftritten gegen Hagenburg und Bassum nahm Meyer einige Änderungen im Team vor, auch im Angriff wurde umgestellt. Diese Planungen fielen genau in eine Phase, in der Dreyers Zeit mehr Trainingsbesuche zuließ. Also schenkte ihm sein Trainer das Vertrauen. Und der 25-Jährige gab es zurück. Erst markierte er zwei Treffer gegen Rehburg, dann folgte der aktuelle Auftritt gegen Rehden.

"Dass wir nun zwei Mal gewonnen haben, lag aber nicht allein an mir", bremst Dreyer direkt aufkeimende Lobhudeleien aus. "Das war eine kollektive Leistung. Wir haben noch enger zusammenrücken müssen, auch wegen der ganzen studien- und berufsbedingten Abgänge, die wir zuletzt verkraften mussten. Das ist uns sehr gut gelungen. Wir haben an uns gearbeitet und uns dafür besonders durch den Sieg gegen Rehden belohnt."

Dieser Zusammenhalt ist einer der Gründe, warum dem Torjäger das Kicken in Stuhr wieder so richtig Spaß macht. "Auf diese junge Mannschaft kann man wirklich stolz sein. Für das Durchschnittsalter ist es sagenhaft, was da in der Bezirksliga bislang erreicht wurde. Das hat uns kaum einer zugetraut", betont er. "Wenn man bereits in Richtung Zukunft blickt, kann man das sehr entspannt tun. Wir wollen uns jetzt in der Liga etablieren und vielleicht dann in zwei, drei Jahren einmal oben mitspielen", fügt Dreyer hinzu.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+