Fußballer des SV Hönisch stehen in der 1. Kreisklasse auf Platz eins und wollen an noch bessere Zeiten anknüpfen

Unter Filip Arizanov eindrucksvoll die Talfahrt beendet

Hönisch. Die jüngsten Erfolge des SV Hönisch sind eng mit dem Namen Filip Arizanov verbunden. Schlechte Erinnerungen gibt es an die Spielzeit 2005/06 in der Verdener Fußball-Kreisliga, als der erfahrene Mittelfeldstratege in der ersten Herrenmannschaft des Vereins mitwirkte. Als Aufstiegsanwärter Nummer eins gestartet, musste das seinerzeit von Vico Liegmann trainierte Team dem TSV Dörverden den Vortritt lassen. Daraufhin zerfiel die ambitionierte Elf des SV Hönisch und musste in den Folgejahren einen schleichenden Abstieg verkraften.
11.02.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Florian Kastens

Hönisch. Die jüngsten Erfolge des SV Hönisch sind eng mit dem Namen Filip Arizanov verbunden. Schlechte Erinnerungen gibt es an die Spielzeit 2005/06 in der Verdener Fußball-Kreisliga, als der erfahrene Mittelfeldstratege in der ersten Herrenmannschaft des Vereins mitwirkte. Als Aufstiegsanwärter Nummer eins gestartet, musste das seinerzeit von Vico Liegmann trainierte Team dem TSV Dörverden den Vortritt lassen. Daraufhin zerfiel die ambitionierte Elf des SV Hönisch und musste in den Folgejahren einen schleichenden Abstieg verkraften.

Den negativen Höhepunkt bildete dabei sicherlich die abgelaufene Saison in der 1. Kreisklasse. Mit dem Rücken zur Wand rettete sich die Mannschaft aus Hönisch in letzter Sekunde vor dem Abstieg in die 2. Kreisklasse. Im abschließenden Saisonspiel gelang gegen den TSV Thedinghausen der entscheidende 3:1-Sieg.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte erneut Filip Arizanov, der in dem "Schicksalsspiel" erstmals wieder für seinen alten Verein spielberechtigt war. Mit seiner langjährigen Erfahrung aus höheren Spielklassen (unter anderem Niedersachsenliga beim TSV Verden und Rotenburger SV) führte Arizanov gekonnt Regie und trat beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich selbst als Torschütze in Erscheinung.

Zur neuen Saison übernahm der Mazedonier den Trainerposten von Siegfried Sauer und trat dabei kein leichtes Erbe an. "Ich hatte zunächst nur einen kleineren Kader zusammen. Startschwierigkeiten waren da vorprogrammiert", erklärt Filip Arizanov, der die Ziele bewusst zurückhaltend formulierte. "Wir sind in der vergangenen Saison fast abgestiegen. Da ging es für mich erst einmal darum, den Jungs neues Selbstvertrauen zu vermitteln, ihnen meine Vorstellungen von Fußball näher zu bringen." Nach einem durchwachsenen Saisonstart (drei Siege aber auch vier Niederlagen aus den ersten sieben Spielen) läutete der 1:0-Erfolg im Heimspiel gegen den favorisierten 1. FC Rot-Weiß Achim den Beginn einer acht Spiele dauerndes Siegesserie ein. "Das Spiel gegen Achim war ein kleiner Wendepunkt. Gegen einen starken Kontrahenten haben wir mit viel Geduld und einem hohen Aufwand gespielt und wurden mit dem Siegtor kurz vor Schluss belohnt", erinnert sich der ehrgeizige Trainer, der bis zur Winterpause noch

Erfolge gegen die Mitkonkurrenten aus Thedinghausen und Dauelsen (jeweils ein 3:2-Sieg feiern konnte.

Nach verantwortungsvollen Positionen beim FC Verden 04 als verlängerter Arm von Trainer Heinrich Schoon-Kravagna und beim TSV Eystrup (Co-Trainer unter Uwe Röhrs) wirkt Arizanov beim Verdener Stadtteilverein nun erstmals eigenverantwortlich. Unterstützt wird er dabei von Andreas Nast. Beiden steht ein sehr junges Team zur Verfügung, das zu großen Teilen aus ehemaligen Hönischer Jugendspielern besteht. "Viele bringen wirklich viel Talent mit. Ich musste erst einmal Struktur ins Team bringen, dabei vor allem an der Trainingsdisziplin der jungen Spieler arbeiten."

Als "Leader" der vielen Nachwuchskräfte agieren die beiden defensiven Mittelfeldspieler Adam Musikantow (29 Jahre) und Goce Postolov (31). Aber auch Kapitän Benedikt Fischer gehört als zentraler Mann der Dreier-Abwehrformation schon zu den Führungsspielern.

Haupttorschützen des SV Hönisch, der den zweitbesten Angriff der Liga stellt, sind Sven Meyer und Paul Mankow. Einzelne Spieler möchte Trainer Arizanov nach der positiven Hinserie nicht herausheben. Vielmehr lobt er die tolle Entwicklung des Gesamtgefüges.

Zur Rückserie wurde personell noch einmal ordentlich nachgebessert, wurde der Kader durch insgesamt sechs Neuzugänge auf breitere Beine gestellt. Dadurch bieten sich dem Übungsleiter mehr Möglichkeiten. "Allein dadurch, dass wir nun einen zweiten Torwart haben, steigert sich schon die Trainingsmotivation", so Arizanov, dem vor der Rückrunde nicht bange ist, der aber auch weiß, dass noch ein hartes Stück Arbeit auf die Hönischer wartet. "Gerade mit der neuen Situation, dass wir als Tabellenführer nun die Gejagten sind, müssen sich die Jungs erstmal zurecht finden."

Als Hauptkonkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die Kreisliga sind in erster Linie die Verfolger aus Dauelsen und Thedinghausen sowie von Rot-Weiß Achim zu nennen. Auch der von Frank Walter trainierte TSV Lohberg, am 18. März Gastgeber für das erste Hönischer Rückrundenspiel, könnte noch ein Wörtchen bei der Vergabe der Aufstiegsplätze mitreden. Zum Hönischer Vorteil könnte es sich erweisen, dass gegen die hartnäckigsten Kontrahenten Dauelsen und Thedinghausen bereits vor der Winterpause beide Spiele ausgetragen wurden.

Egal, wie es am Ende ausgehen sollte - die Perspektive für den SV Hönisch sieht wieder deutlich rosiger aus. Filip Arizanov: "Nach den schwierigen Vorjahren war ich mit dem Vorstand einig, dass es erst einmal darum geht, in Hönisch wieder ein zukunftsfähiges Team auf die Beine zu stellen. Der Aufstieg im ersten Jahr ist dabei keine Pflicht. Sollten wir aber die Chance zum Sprung in die Kreisliga erhalten, wollen wir natürlich auch zugreifen!"

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