Urban Class X Turnierserie wird nach Lob verlängert

Beim zweiten Turnier der Serie in Wüsting erreichten Reiter des RV Ganderkesee und des RC Hude gute Ergebnisse. Bereits an diesem Donnerstag steht die nächste Runde der Springreit-Veranstaltung auf dem Programm
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Von Bettina Gnaß

Wüsting. Beim zweiten Springturnier der Urban Class X-Reihe regnete es Platzierungen für die Reiter des RV Ganderkesee und des RC Hude. Auch Top-Profi Markus Beerbaum beehrte die Halle an der Holler Landstraße und zeigte sich voll des Lobes für die Veranstaltung. Kein Wunder also, dass die Turnierreihe bis in den April 2021 verlängert worden ist. „Wir haben ganz tolle Bedingungen hier. Das Abreiten ist großzügig, die Reitfläche ist fantastisch, der Boden ist super. Ich bin froh, dass ich hergekommen bin und wir kommen sicherlich noch ein paar Mal wieder in den Wintermonaten“, zeigte sich Beerbaum begeistert von den Urban Class X. Das Team des 50-jährigen Profi-Reiters war nach Wüsting gekommen, um mit Nachwuchspferden in den Parcours zu gehen. Beerbaum selbst startete direkt am ersten Turniertag der zweiten Episode dieser Serie bei der Springpferdeprüfung Klasse L und landete dort mit Quidera W Z und der Wertnote 8,20 auf Platz sieben.

Horstmann erstmals fehlerfrei

Schon nach dem ersten Turnierwochenende bis zum Sonntag, 22. November, regnete es viel Lob von Seiten der Teilnehmer. So schwärmten beispielsweise die Schwestern Nina-Carlotta und Tabea-Marie Meiners vom RV Ganderkesee von der Premiere. Nina-Carlotta meldete für den zweiten Teil am vergangenen Wochenende direkt wieder und ging mit Flirt for Fix an den Start. Für die beiden reichte es aber nur für Rang 43 in der Springprüfung Klasse M* und Rang 23 in der Springprüfung Klasse M**. Besser lief es bei letzterer Prüfung dagegen für ihre Vereinskollegen: Heike Jahncke blieb auf Lilemor S in 69:54 Sekunden fehlerfrei und durfte sich über den dritten Platz freuen. Mit ein wenig Abstand und vier Fehlerpunkten landete zudem Marius Horstmann aus demselben Verein mit Cedric K als Neunter in den Plätzen.

Möglicherweise war der Ganderkeseer bei seinem Ritt in Gedanken schon beim nächsten Wettkampf, der Springprüfung der Klasse S*. Denn schließlich stellte der anspruchsvolle Wettkampf mit den höchsten Hindernissen in diesem Turnier eine ganz besondere Herausforderung dar. Eine Herausforderung, die der 19-jährige Bruder von Rebecca Horstmann erfolgreich meisterte und erstmals fehlerfrei in einem S-Springen blieb. Mit einer Zeit von 68:18 Sekunden platzierte sich das Duo Horstmann-Cedrik K am Ende auf Platz sieben.

Huder dicht beieinander

Die guten Bedingungen trugen sicherlich ihren Teil dazu bei, dass die Pferde und Reiter aus Ganderkesee und Hude sich über einen wahren Platzierungsregen freuen durften. Aber vor allem lag es natürlich an ihren guten Leistungen: Nachdem Marius Horstmann und Heike Jahncke bereits erfolgreich waren, ritt Laura Voigt auf Cracker by Jet 2 in der M*-Prüfung auf Platz sechs.

Zum Abschluss holte Laurin Antz für den RV Ganderkesee einen Sieg: Auf Neroli 4 gewann sie die Abteilung zwei der Stilspringprüfung Klasse A* mit einer Wertenote von 8,30 vor Victoria Pragal (Hubertus RV Bremen e.V.) und Annabelle Menard (RV Gruppenbühren). Und auch in der ersten Abteilung dieses Wettkampfs mischte eine Reiterin aus der Region ganz oben mit: Mit einer Endnote von 8,20 belegten Kathryn Wolgast und La Paz 87 (RC Hude e.V.) den zweiten Platz.

Die Huder Reiter zeigten sich überhaupt von einer sehr guten Seite und landeten insgesamt achtmal in den Plätzen. So blieben bei der Springprüfung Klasse A** Anna-Lena Meinken, Finja Frerichs und Marlon Mühlberg allesamt fehlerfrei. Sie reihten sich hintereinander weg auf den Plätzen fünf, sechs und sieben ein. Dabei lagen die drei nur Wimpernschläge auseinander: Meinken absolvierte den Parcours auf Queenelly in 65:16 Sekunden, Frerichs auf Wodka 150 in 65:78 Sekunden und Mühlberg auf Quinntina 2 in 66:07 Sekunden.

Bei der großen Resonanz, den Top-Bedingungen und dem Lob von allen Seiten ist es nicht verwunderlich, dass die Veranstalter die Turnierreihe in das kommende Jahr hinein verlängern. Bis Mitte April 2021 sollen die wöchentlichen Indoor-Wettkämpfe nun ausgetragen werden. Die kommenden Wochenenden bis zur Vorweihnachtswoche stehen dabei weiterhin im Zeichen des Springreitens. Über Weihnachten wird die Mehrzweckhalle in Wüsting dann jedoch vom Spring-Parcours zum Dressur-Viereck umgebaut, sodass zwischen den Tagen und am ersten Januar-Wochenende Dressur-Reiter ihr Können zeigen. Ob dann auch bekannte Namen, wie zum Beispiel Dressur-Nachwuchstalent Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee, mitmachen werden, ist noch nicht klar.

Dressurturnier zum Jahresauftakt

Am kommenden Wochenende geht es aber wie gehabt mit Springprüfungen weiter. Der Nennschluss für das dritte Turnier der Urban Class X-Reihe (Donnerstag, 3., bis Sonntag, 6. Dezember) ist bereits verstrichen. Nennungen für einen Termin der Serie sind nur bis zum ersten Tag des Vorturniers möglich. Für den vierten Termin (Donnerstag, 10., bis Sonntag, 13. Dezember) können sich interessierte Profi- und Amateur-Reiter dementsprechend noch bis zum Donnerstag, 3. Dezember, anmelden. Nennen dürfen wie zuvor jeweils die Stammmitglieder der Reitvereine aus den Verbänden Weser-Ems, Bremen, Hannover, Westfalen, Rheinland sowie Schleswig-Holstein und insgesamt 20 Einzelstarter (nach Absprache mit dem Veranstalter).

Als zusätzlichen Nenn-Anreiz bieten die Veranstalter den Teilnehmern in Wüsting seit vergangenem Wochenende ein neues Feature an: Alle Ritte werden nun vom Turnier-Partner GetYourRide professionell aufgezeichnet und können im Nachgang für die heimische Analyse als Video erworben werden. Da macht es dann auch nicht viel aus, dass die Reiter dafür das Abreitezelt weiterhin selbst abäpfeln und sich verpflegen müssen.

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