Württemberg-Cup Verbissenes Remis zwischen Brinkum und Heiligenfelde

Im Duell Bremen-Liga gegen niedersächsische Bezirksliga sind die Bremer Teams Punktsieger: Der Bremer SV besiegt den TuS Sudweyhe, der Brinkumer SV und der SV Heiligenfelde trennen sich torlos.
09.07.2019, 23:26
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Ristedt. Zwei Bremen-Ligisten im Umbruch haben am zweiten Vorrundenabend des Württemberg-Cups ihre Visitenkarte abgegeben - mit unterschiedlichem Erfolg: Der Rekordchampion Bremer SV, neunfacher Titelträger, bezwang den TuS Sudweyhe mit 2:0 (0:0), der Brinkumer SV und der SV Heiligenfelde trennten sich vor rund 250 Zuschauern torlos.

Bremer SV - TuS Sudweyhe 2:0 (0:0). Was wäre wohl passiert, wenn Stephen Bohl kurz nach dem Seitenwechsel den Foulelfmeter für den TuS verwandelt hätte? Na klar, ein Leben im Konjunktiv gibt es auch im Fußball nicht, doch dieser Gedanke spukte den Sudweyhern durchaus durch den Kopf. „Ich glaube, dann hätte es der BSV ganz schön schwer gehabt“, mutmaßte Trainer Christian Mach und fügte richtigerweise hinzu: „Denn wir waren ja nicht deutlich schlechter.“ Doch Bohl, eigentlich ein sicherer Schütze vom Punkt, traf den Ball nicht richtig, der das Tor um ein gutes Stück verfehlte (39.). Die Riesenchance zur Führung war dahin.

Das war umso bitterer, weil nur wenige Minuten später der Treffer auf der anderen Seite fiel. Muhammad Sey brachte die Elf von Coach Ralf Voigt in Führung (42.), kurz darauf entschied Atsushi Waki die Begegnung aus kurzer Distanz (45.). „Das ist wirklich schade für uns, weil wir es bis dahin richtig gut gemacht haben. Wir standen gut in der Abwehr und haben kaum etwas zugelassen bis auf den Lattenschuss“, erkannte Mach. Angesprochenen Lattenschuss hatte Leon Krämer aus wenigen Metern abgefeuert (34.). Insgesamt hatte der BSV deutlich mehr Spielanteile, in Sachen Chancenverhältnis musste sich Sudweyhe allerdings nicht verstecken. Denn auch die erste Gelegenheit hatte die Mach-Elf gehabt, als Marvin Brüggemann nach einem langen Pass den Ball aus aussichtsreicher Position über den Kasten jagte (23.). Etwas mehr Sudweyher Konsequenz und der Abonnementsieger vom Panzenberg wäre wohl richtig ins Schwimmen geraten. So aber spielte der Bremen-Ligist den Erfolg letztlich souverän herunter. Das war angesichts des Mammutprogramms mit Spielen am Freitag, Sonnabend und Montag wahrlich keine Selbstverständlichkeit.

Brinkumer SV - SV Heiligenfelde 0:0. Was tun mit diesem 0:0? Die Gruppe hält es jedenfalls spannend - das ist definitiv ein Plus für die Fans. Unglücklich waren auch die Trainer nicht. „Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden. Wir haben es lange Zeit sehr gut gemacht und Brinkum keine richtigen Torchancen ermöglicht“, meinte SVH-Coach Torben Budelmann nach dem über die gesamte Spielzeit über sehr intensiv geführten Duell. Dass der Bezirksligist noch nicht über die gesamte Spielzeit das hohe Tempo gehen kann, wie es sich Budelmann wünscht, war angesichts des Zeitpunkts der Vorbereitung klar. „Wir hatten eine Phase, in der wir zu tief standen. Aber die Jungs haben das selbst erkannt und das dann auch prima gelöst“, brannte allerdings nichts an.

Letztlich hatten die Heiligenfelder auch die klareren Chancen, die besten durch Björn Isensee, der vor der Pause an Kevin Kuhlfeld scheiterte, und durch Tobias Dickmann, der einen Freistoß von Roman Obst per Kopf an den Innenpfosten verlängerte. „Unverdient wäre ein Sieg sicherlich nicht gewesen“, sagte Budelmann.

Seine Gedanken kreisten nach der Partie allerdings nicht nur ums Spiel. Sie waren auch bei Sören Schütte: Der Angreifer war nach einem Zweikampf mit Hasan Dalkiran noch vor der Pause verletzt liegen geblieben. Der schlimme Verdacht: Kreuzbandriss. „Ich habe es ja knacken gehört“, ahnte Budelmann Böses. Bereits im vergangenen Jahr musste der SVH die Kreuzbandverletzung Dickmanns in Ristedt verdauen. Nun droht erneut ein monatelanger Ausfall.

Auf der anderen Seite hatte Mike Gabel seiner Mannschaft vor der Partie noch einmal vor Augen geführt, wie viele Gegentore sie in der Vorsaison kassiert hatte: 79 waren das. „Viel zu viele“, wie Gabel feststellte und seinem kleinen Aufgebot, das mit einer Dreierkette agierte, deshalb Spielkontrolle und defensive Stabilität verordnete. „Das ist uns auch gelungen“, fand er. „Wir waren im ersten Drittel gut und im zweiten Drittel auch“, sah er die richtigen Ansätze. Im dritten Drittel, in dem es darum geht, Torgefahr zu erzeugen, gab es allerdings noch Nachholbedarf. „Da müssen wir noch an der Feinabstimmung arbeiten. Aber das ist nach dem Umbruch auch ganz normal“, meinte der Trainer, der sich wie schon in Fahrenhorst erneut von Diyar Kücük ein Bild machen konnte. Den Angreifer wollen die Brinkumer verpflichten. „Er ist ein Spielertyp, den wir noch nicht haben“, sagte Gabel über den bulligen 26-Jährigen.

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