Nur noch Tabellensechster Verden 04 läuft Hinrunden-Form hinterher

Verden. In der Fußball-Landesliga Lüneburg sind seit Beendigung der Winterpause fünf Spieltage über die Bühne gegangen, und der FC Verden 04 hat es noch nicht wieder geschafft, an seine starken Leistungen aus den ersten 17 Saisonspielen anzuknüpfen.
15.04.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ehrhard Müller

Verden. In der Fußball-Landesliga Lüneburg sind seit Beendigung der Winterpause fünf Spieltage über die Bühne gegangen, und der FC Verden 04 hat es noch nicht wieder geschafft, an seine starken Leistungen aus den ersten 17 Saisonspielen anzuknüpfen. Am Sonntagnachmittag kassierte der Aufsteiger eine 2:5 (0:3-)Niederlage im Auswärtsspiel gegen den TSV Winsen/Luhe. Verden holte zuletzt nur fünf von 15 möglichen Punkten und ist vorerst auf den sechsten Tabellenplatz zurückgefallen.

Der TSV Winsen/Luhe hat seit dem vergangenen Donnerstag einen mächtigen Satz in der Tabelle der Landesliga Lüneburg gemacht. Er gewann innerhalb von drei Tagen sechs Punkte und konnte sich vom 15. auf den im Abstiegskampf rettenden elften Platz vorarbeiten. Dazu hat auch der FC Verden 04 einen Beitrag geleistet. Er lieferte am Sonntagnachmittag in Winsen eine indiskutable Leistung ab und musste sich mit einer 2:5-(0:3)-Niederlage auf die Heimreise machen. "Wir haben in allen Mannschaftsteilen enttäuscht", rüffelte Trainer Harald Rehorst seine im 4-5-1-System angetretene Elf, "wer sich so viele Fehler leistet, macht jedem Gegner das Siegen leicht." Nach Ansicht von Rehorst sei der FC Verden 04 keinesfalls auf einen übermächtigen Gegner getroffen. Ganz im Gegenteil: Alles in allem attestierte der Verdener Coach dem TSV Winsen/Luhe "biederen Fußball".

Er reichte jedoch, um der favorisierten Verdener Mannschaft früh die Hoffnung auf einen Dreier zu nehmen – nach 35 Minuten stand es bereits 3:0. Beim 1:0 in der ersten Minute hatten die FC-Spieler vergeblich auf einen Pfiff des Schiedsrichters gewartet – und leichtsinnigerweise den Betrieb in der Abwehr eingestellt. Dem Flankengeber vom rechten Winsener Flügel war der Ball an die Hand gesprungen, doch das Zuspiel durfte Moslehe ungestraft aus 14 Metern verwerten. Das 2:0 dagegen wurde durch einen kapitalen Fehler von Innenverteidiger André Zerbst begünstigt. Er ließ die Gelegenheit, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, ungenutzt verstreichen, und der mittig vor dem Verdener Tor lauernde Heidrich verwertete die unverhoffte Torchance.

Nach einem ähnlichen Versäumnis musste Zerbst sich auch das von Visser erzielte 4:0 (50.) ankreiden lassen, nachdem Jonas in der 35. Minute auf 3:0 für Winsen erhöht hatte. "Wäre das vierte Tor nicht gefallen, hätten wir vielleicht noch eine Chance gehabt", bedauerte Rehorst und kam damit auf die von Breves per Freistoß (52.) und Stefan Twietmeyer (84.) erzielten Tore zum 4:2 zu sprechen.

Dennis Hoins im Tief

Dem bereits mit einer zweiten Spitze (Stefan Twietmeyer) angreifenden Aufsteiger blieben aber nur noch sechs Minuten Zeit, um den Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen. Ein wenig aussichtsreiches Unterfangen, das Heidrich mit dem in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielten 5:2 endgültig zum Scheitern verurteilte.

Vor allem der in der Winterpause vollzogene Abschied von Innenverteidiger Fynn Warnken und ein neuerdings unregelmäßig trainierender Mittelfeldspieler Dennis Hoins machen sich für den FC Verden immer nachteiliger bemerkbar. Als Warnken-Ersatz hatte der gelernte Außenverteidiger André Zerbst seine Sache bislang ordentlich gemacht, doch mit seinem Doppel-Aussetzer in Winsen trug er einen maßgeblichen Teil zu einer unerwarteten Verdener Niederlage bei.

Für Youngster Dennis Hoins dagegen, während der Hinrunde der Überflieger in der Landesliga Lüneburg, läuft es schon seit Wochen nicht mehr wie gewünscht. Seit er in Hannover studiert, kann er sich nur noch sporadisch am Verdener Mannschaftstraining beteiligen. Seitdem lahmt das Angriffsspiel empfindlich. Auch am Sonntagnachmittag beklagte Rehorst wieder die mangelnde Durchschlagskraft, nachdem seine Mannschaft schon im jüngsten Heimspiel gegen Güldenstern Stade (2:2) vornehmlich durch Standards torgefährlich gewesen war. Freilich bricht Rehorst eine Lanze für Hoins. "Die gesamte Mannschaft muss sich steigern und schleunigst in die Spur zurückfinden. Andernfalls geraten wir noch einmal in Abstiegsgefahr. Es ist zu einfach, unsere momentane Durststrecke nur an Dennis festzumachen."

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