SG Achim/Baden II kassiert zum Verbandsliga-Auftakt bei Komet Arsten eine vermeidbare Niederlage Verhängnisvolle Torschusspanik

Achim. Da war mehr drin für die SG Achim/Baden II: Die Verbandsliga-Mannschaft um Trainer Florian Schacht präsentierte sich im gestrigen Auswärtsspiel bei Komet Arsten als ein gleichwertiger und in einigen Belangen sogar überlegener Gegner, musste die Punkte aber den Bremern überlassen, die sich mit 30:27 durchsetzten und diesen Sieg am ersten Spieltag umso überschwenglicher feierten, als ervon ihnen so schwer erkämpft worden war.
05.09.2011, 05:00
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Von Michael Schön

Achim. Da war mehr drin für die SG Achim/Baden II: Die Verbandsliga-Mannschaft um Trainer Florian Schacht präsentierte sich im gestrigen Auswärtsspiel bei Komet Arsten als ein gleichwertiger und in einigen Belangen sogar überlegener Gegner, musste die Punkte aber den Bremern überlassen, die sich mit 30:27 durchsetzten und diesen Sieg am ersten Spieltag umso überschwenglicher feierten, als ervon ihnen so schwer erkämpft worden war.

"Wir haben in einigen Phasen einfach das Tor nicht mehr getroffen", grämte sich Schacht, der von einer "insofern verdienten Niederlage" sprach. Ob es am Lampenfieber lag, dass sich die Chancenwertung mit insgesamt 24 Fehlversuchen so verheerend darstellte, oder auch an Ungeduld und Übermotiviertheit, wollte Schacht nicht diskutieren. Er verwies aber darauf, "dass wir eine sehr junge Mannschaft haben und die Arstener mit Jonas Hopp einen sehr starken Torwart." Ob der frühere Oytener nun eine überragende Tagesform hatte oder von den abschlussschwachen Achimern zum Matchwinner geschossen wurde - er wehrte jedenfalls Bälle in Serie ab, die aus freier Wurfposition abgesetzt wurden. Dazu gesellten sich noch zehn SG-Ballverluste aufgrund von technischen Fehlern.

Hopp überragend

In einer ganz entscheidenden Phase der ersten Halbzeit bewahrte Hopp die Arstener zweifellos vor einem vorzeitigen K.o. - als die Achimer nämlich bei einer 12:7-Führung es in der Hand hatten ihren Vorsprung noch weiter und damit zumindest vornentscheidend auszubauen. "Wir hatten dann drei hundertprozentige Chancen und noch zwei Siebenmeter, die wir allesamt nicht verwertet haben", rechnete Schacht vor, warum der fast schon komfortable Vorsprung im ersten Durchgang wieder hergegeben wurde. Zur Halbzeit lag Achim nur noch mit einem Treffer (14:15) vorne. Es sollte aber nicht die einzige Situation gewesen sein, die Komet Arsten in diesem Match mit dem Rücken zur Wand überstand.

Nach dem Wiederanpfiff schien sich Achim/Baden II von den vorausgegangenen Rückschlägen erholt zu haben. Die Mannschaft spielte konzentriert, knüpfte da an, wo sie nach dem 7:12 aufgehört hatte. Als Kevin Podien auf 16:19 erhöhte, nahmen die Drittliga-Reservisten Direktkurs auf einen doppelten Punktgewinn, zumal die Mannschaft in der Deckung stabil stand und auch im Aufbauspiel einen guten Eindruck machte.

Dann aber setzte wieder die Torschusspanik ein. Nach einigen leichten Ballgewinnen waren die Gastgeber wieder am Drücker (22:20). Nun warf der Vorjahresaufsteiger seine kämpferischen Qualitäten in die Waagschale. Jeldrik Buhrdorf erzielte den 24:24-Ausgleich, womit eine äußerst spannende Schlussphase eingeläutet war. Zwar gelangen den Hansestädtern in der Folge drei Treffer hintereinander, doch Schacht ließ nun die Deckung öffnen und brachte den Gegner mit dem 3:3-Abwehrsystem ziemlich durcheinander. In der hektischen und von Konfusion auf beiden Seiten geprägten Schlussphase konnten die Arstener den alten Abstand nur mit viel Glück und dank der mangelhaften Vollstreckerqualitäten der Gäste aus dem Kreis Verden behaupten. "Mit etwas Glück hätten wir es noch umbiegen können", ärgerte sich Schacht, der nun hoffen muss, dass sein Team im Heimspiel gegen den Elsflether TB die ersten Punkte einfährt. Das Team aus der Wesermarsch unterlag am Auftaktspieltag in der Verbandsliga gegen Neuen

haus/Uelsen mit 25:33.

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