FCH-Trainer Hasloop muss acht A-Junioren integrieren und deshalb auch experimentieren / Sonntag erster Test Verjüngung zu mehr Ausgeglichenheit

Hambergen. „Es herrschte eine Stimmung wie am ersten Tag nach den großen Ferien – alle hatten richtig Bock aufs Kicken“– Trainer Christian Hasloop nahm beim Trainingsauftakt des FC Hambergen am Donnerstagabend zufrieden zur Kenntnis, dass sein mit acht A-Junioren bestückter Kader richtig brennt auf die neuen Aufgaben in der Bezirksliga 3.
04.07.2015, 00:00
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Von Thomas Müller

„Es herrschte eine Stimmung wie am ersten Tag nach den großen Ferien – alle hatten richtig Bock aufs Kicken“ – Trainer Christian Hasloop nahm beim Trainingsauftakt des FC Hambergen am Donnerstagabend zufrieden zur Kenntnis, dass sein mit acht A-Junioren bestückter Kader richtig brennt auf die neuen Aufgaben in der Bezirksliga 3.

Dabei hatten die U 19-Youngster gerade mal eine Woche Pause seit dem letzten Punktspiel in der Niedersachsenliga hinter sich. Hasloop will und muss die Zeit nutzen: „Wir müssen ganz schnell ein Team werden.“ Und einen Unterschied zwischen Alt und Jung werde es nicht geben. Homogenität ist angesagt. Eine gewisse Kennenlernphase räumt er natürlich ein.

Aber so ausgeprägt war die Trennlinie zwischen U 19 und ersten Herren beim FC Hambergen gar nicht mal. Da hatten sie – teils notgedrungen, teils aus weiser Voraussicht – die A-Junioren schon ziemlich oft in den Erwachsenenbereich hineinschnuppern lassen. „Vier von denen haben Erste-Herren-Erfahrung“, erklärt Coach Hasloop, der selbst auch einige A-Jugend-Spiele verfolgt hat. Tim Denker nennt er da an erster Stelle mit zehn Einsätzen bei den Herren. Oder Paul Meyer, Simon Küstner oder Simon Brinkwirth. Meyer ist ihm und vielen anderen bei den „Zebras“ in besonderer Erinnerung geblieben: „Im Spiel gegen Visselhövede hat er das 2:2 gemacht und damit den entscheidenden Punkt gesichert für unseren Bezirksliga-Klassenerhalt. Übrigens als Abwehrspieler. Drei Tage vorher war er noch als Stürmer aufgelaufen.“ Hasloops Bemerkung lässt erkennen, wohin die Reise geht beim FC Hambergen. Der Trainer will flexible Spieler.

Und deshalb legt er sich jetzt auch gar nicht fest hinsichtlich Positionen und Spielsystem: „Bei einem 18-Jährigen ist eh’ meist noch nicht klar, wo er am besten aufgehoben ist. Das hängt natürlich von individuellen Stärken ab und vom Grad des Wohlfühlens.“

Wenn er sich vorerst festlege, sagt Hasloop, müsse das nicht auch noch am 30. Punktspieltag Gültigkeit haben. Darauf müssten sich alle Neuen einstellen. Neben den vier genannten Youngstern sind das aus der eigenen U 19 noch Christoph Haßkamp (stößt wegen eines längeren Afrika-Projekts erst Ende Juli zur Truppe), Finn-Niklas Klaus, Frederik Nagel und Torwart Lennard Pols.

Hasloops erster Eindruck von seiner künftigen Formation ist dieser: „Eine richtig gute Mannschaft, sogar ausgeglichener als bisher.“ Vor allem eines habe ihm imponiert: „Da gibt es keinen, der sich das von außen ansehen will. Alle wollen gleich dabei sein.“ Derart optimistisch gestimmt, wagt der Übungsleiter denn auch gleich eine selbstbewusste Ansage für die neue Saison: „Wir wollen oben mitspielen.“

Immerhin hat er noch zwei gestandene „Leitwölfe“ in seinem Kader: Torwart Christoph Marquardt, mit 33 Lenzen der Senior beim FCH, und Kapitän Andreas Züge (30). Marcel Konoppa dagegen wird nur noch als Co-Trainer dabei sein. Constantin Czieluch, Malte Mahnken und Philip Prigge haben ihr Karriereende bei den ersten Herren verkündet, während Sebastian Reckemeyer (zum ASV Ihlpohl), Karsten Zimmermann (FC Hambergen II) und Daniel Schefft (Ziel unbekannt) ausgeschieden sind. Den Restkader bilden: Timo Flathmann, Lukas Böttjer, Jan Horstmann, Tim-Lucas Heyl, Tom Wendelken, Lars Meyer, Oliver Pleuß, Kevin Prigge, Arne Sense, Kevin Struß, Janik Balke, Maik Prigge und Sascha Sobottka – eine 23er-Truppe also.

In welcher Grundordnung er diese Mannen spielen lässt, wird Hasloop erstmals am morgigen Sonntag (15 Uhr) im Testspiel bei Landesliga-Absteiger Güldenstern Stade erkunden: „Ich bin zwar ein Freund des Ausprobierens, aber in der letzten Rückrunde waren wir zu experimentierfreudig. Das war nicht immer erfolgreich.“

Ob mit Vierer- oder Dreier-Abwehr, Mittelfeldraute oder „flacher Sechs“, ob mit einem Stürmer plus einem „Hängenden“ oder mit zwei Spitzen – das passende System muss Hasloop erst noch herausfinden. Als weiteres Testspiel hat er einen Auftritt bei der SG Stinstedt (9. Juli, 19.30 Uhr) vereinbart und natürlich die erneute Teilnahme an der Sportwoche in Bornreihe.

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