Volleyball-Oberliga

VG Delmenhorst-Stenum befindet sich tief in der Abstiegszone

Für die VG Delmenhorst-Stenum sieht es derzeit nicht gut aus im Kampf um den Klassenerhalt. Das Team von Trainerin Susanne Schalk verlor erneut und ist nun Vorletzter.
25.11.2019, 14:34
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerhard Göldenitz
VG Delmenhorst-Stenum befindet sich tief in der Abstiegszone

Die Annahme, wie hier von Aaron Bode, funktionierte bei der VG Delmenhorst-Stenum zwar besser als zuletzt, dennoch verlor das Team die Partie.

INGO MÖLLERS

Weiter auf Talfahrt befinden sich die Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum in der Oberliga der Herren. Im Alten Land unterlag das Team von Trainerin Susanne Schalk gegen den TSV Hollern-Twielenfleth mit 1:3 (18:25, 30:32, 25:21, 23:25) und rutschte damit auf den vorletzten Platz der Tabelle in der Staffel 1. Diese Position am Saisonende wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg. Mit ihrer vierten Niederlage in Folge bestätigten die Delmestädter den Abwärtstrend der zurückliegenden Wochen. Dabei wäre ein Sieg beim direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt wichtig gewesen, um für ein wenig Ruhe zu sorgen.

Im ersten Satz brauchten die Delmenhorster zunächst etwas Zeit, um sich im Team zu finden. Sie lagen fast immer zurück und setzten bis zum Satzverlust keine echten Akzent. Zu vieles im Aufbauspiel blieb nur Stückwerk, sodass der eigene Angriff den gegnerischen sehr stabilen Block vor keine großen Aufgaben stellte. Dieser Durchgang ging klar mit 25:18 an den TSV.

Erst ab dem zweiten Durchgang wurden die Schalk-Schützlinge besser und erspielten sich eine scheinbar beruhigende 14:7-Führung. Als diese dann langsam zu bröckeln anfing, weil die Hausherren immer wieder mit ihren schnellen Angriffen über die Mitte punkteten, kippte der Satz. Nachdem die VG zwei Satzbälle ausgelassen, eroberte der TSV endgültig die Oberhand zurück und schaffte in der Verlängerung das 32:30 und holte damit den zweiten Satz. „Wieder mal haben wir hoch geführt und das Ding dann nicht nach Hause gebracht“, kommentierte eine enttäuschte Trainerin Schalk die Leistung ihres Teams, aus dem lediglich Diagonalangreifer Marcel Marks herausragte. Trotz einer im Vergleich zu den letzten Niederlagen verbesserte Annahme schlugen ihre Schützlinge einfach zu wenig Kapital aus ihrer phasenweisen Überlegenheit.

Besser machten sie es im dritten Abschnitt, als sie erneut eine deutliche Führung herausspielten und diesmal die Nerven behielten und den Anschlusssatz schafften. Als dann zarte Hoffnungen auf eine Wende aufkeimten, wurden die Gäste knallhart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Hollern-Twielenfleth startete gleich mal mit 3:0 in der vierten Durchgang und kontrollierte bis Mitte des Satzes das Geschehen auf dem Feld. Schalks Schützlinge kamen nur langsam wieder heran und glichen zunächst zum 15:15 aus. Von da an war es ein offenes Spiel, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, die zudem in den entscheidenden Phasen auch von den Unzulänglichkeiten der VG-Angreifer profitierten. „Zweimal kamen wir frei zum Angriff und hauen das Ding dann neben die Linie ins Aus“, haderte Susanne Schalk mit der Chancenverwertung ihres Teams. Am Ende sollten die zwei Punkte zu Gunsten der Heimmannschaft den Durchgang und letztlich auch das Spiel entscheiden. „Das ist bereits das dritte Spiel, das wir nicht hätten verlieren müssen. So was ist natürlich mehr als ärgerlich“, meinte Schalk. Noch sei nichts verloren in Sachen Klassenerhalt.

In zwei Wochen geht es nach Westerstede, wo die Nachwuchsmannschaft des Nordwestdeutschen Volleyballverbandes wartet. „Das müssen wir gewinnen, sonst haben wir in der Oberliga nichts verloren“, meinte Susanne Schalk, die dann eine Woche später im Heimspieltag gegen die Teams von Bremen 1860 und den Überfliegern des VfL Wildeshausen erneut Punkte für ihre Mannschaft einfordert.

VG Delmenhorst-Stenum: Sanders, Süßmuth, Bode, Förstermann, Marks, Riewe, Hoffmann, Pröbe, Döring.

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