Delmenhorst Viele Fragezeichen in der Abdin-Offensive

Delmenhorst (crb). Beim SV Eintracht Wiefelstede zählen sie den SV Tur Abdin zum Kreis der Titelfavoriten, was angesichts des dritten Platzes in der Vorsaison gar nicht so abwegig ist. Trainer Andree Höttges will von derartigen Prognosen allerdings nichts wissen, ihm ist klar, dass die gute Platzierung nur sehr schwierig zu wiederholen sein wird.
05.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Viele Fragezeichen in der Abdin-Offensive
Von Christoph Bähr

Beim SV Eintracht Wiefelstede zählen sie den SV Tur Abdin zum Kreis der Titelfavoriten, was angesichts des dritten Platzes in der Vorsaison gar nicht so abwegig ist. Trainer Andree Höttges will von derartigen Prognosen allerdings nichts wissen, ihm ist klar, dass die gute Platzierung nur sehr schwierig zu wiederholen sein wird. „Wir dürfen die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, auch weil die Bezirksliga viel stärker geworden ist“, betont er. Höttges’ Vorsicht ist begründet, da genügt ein Blick auf die Abgänge. Can Blümel, der Regisseur und Taktgeber im Abdin-Spiel? Weg. Simon Matta, der beste Torschütze der vergangenen Spielzeit? Weg. Mikael Blümel, der zweitbeste Torschütze? Auch weg.

Dazu haben in Miguel Trocha und Christian Kaya zwei weitere erfahrene Kräfte die Delmenhorster verlassen. Auf der anderen Seite stehen zwar auch mehrere vielversprechende Zugänge, „doch wir müssen erst einmal sehen, ob sie die Abgänge kompensieren können“, schränkt Höttges ein. Große Hoffnungen setzt der Coach in Jan Twietmeyer, der Can Blümel als Spielmacher beerben soll. „Er ist ein ganz anderer Typ als Can, ist körperlich robuster“, sagt Höttges. Für Tore könnte Roman Seibel sorgen, der in der Kreisliga für den TV Dötlingen und den Harpstedter TB stets zuverlässig traf. „Roman ist spritzig und robust. Wir wollen ihn allerdings nicht nur an Toren messen“, unterstreicht Höttges.

Erst einmal fällt Seibel mit einem Muskelfaserriss ohnehin aus und verpasst wohl den Saisonauftakt, was bei Tur Abdin die Angst davor befeuert

, dass sich das Verletzungspech aus der vergangenen Saison fortsetzt. Zumal auch Rechtsverteidiger Christopher Demir während der Vorbereitung einen Innenbandanriss im Knie erlitt. Mit einer Rückkehr der Langzeitverletzten Manuel Celik, Aho Hanno und Josef Kaya ist außerdem nicht so bald zu rechnen. „Das dauert noch. Am ehesten könnte es bei Manuel klappen, der vielleicht im November wieder dabei ist“, blickt Höttges voraus.

Kaum Sorgen bereitet dem Abdin-Coach immerhin die Defensive. Alle Leistungsträger wie Torwart Mikel Kirst und Abwehrchef Daniel Karli sind geblieben. Dazu verpflichtete Abdin mit David Demir vom Stadtrivalen SV Atlas einen starken Abräumer für die Sechserposition. „Im hinteren Bereich sind wir stark besetzt. Vorne müssen wir uns wohl etwas umstellen. Da ist die Mannschaft jetzt gefordert“, hält Höttges fest. In der Offensive wird sich zeigen, ob die bisherigen Kreisliga-Akteure Seibel, Cemil Yildiz und Tom Piskalla den Sprung in die höhere Spielklasse auf Anhieb schaffen. Als Alternative im Angriff steht außerdem der zurückgekehrte Routinier Daniel Yousef bereit, der immer für einen Treffer gut ist. „Wir haben gute Leute geholt, die sicherlich Qualitäten haben. Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Unterschied zwischen der Kreis- und der Bezirksliga sehr groß ist“, gibt Höttges zu bedenken.

Angesichts der Fragezeichen im Offensivbereich bleibt der Abdin-Trainer in Sachen Saisonziel bescheiden. Einen einstelligen Tabellenplatz will der Vorjahres-Dritte erreichen. „Ich bin verhalten optimistisch und sehe uns zwischen Rang sechs und zehn“, erklärt Höttges.

Prognose: Platz unter den ersten Sieben

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