Tischtennis-Spezialist gewinnt 3. inoffizielle Stadtmeisterschaft im Racketlon Vielseitiger Felix Lingenau

Delmenhorst. Eigentlich ist Felix Lingenau eher als Experte mit dem Tischtennis-Schläger bekannt. Jetzt bewies die Nummer zwei des Verbandsligisten TV Hude aber seine Vielseitigkeit, als er die 3. inoffiziellen Delmenhorster Stadtmeisterschaften im Racketlon gewann und zur Belohnung den "Kings Kebap Cup" nach Hause mitnehmen durfte.
05.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl

Delmenhorst. Eigentlich ist Felix Lingenau eher als Experte mit dem Tischtennis-Schläger bekannt. Jetzt bewies die Nummer zwei des Verbandsligisten TV Hude aber seine Vielseitigkeit, als er die 3. inoffiziellen Delmenhorster Stadtmeisterschaften im Racketlon gewann und zur Belohnung den "Kings Kebap Cup" nach Hause mitnehmen durfte.

Insgesamt 23 Spieler waren angetreten, um den besten in der Kombination aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis zu ermitteln. "Ich musste bei 24 Anmeldungen die Liste schließen, im nächsten Jahr vergrößern wir das Feld vielleicht auf 32 Teilnehmer", zeigte sich Organisator Stefan Mackowiak mit der Resonanz sehr zufrieden. Auch die Tatsache, dass mit Lingenau erstmals ein Tischtennis-Spieler gewann, sah er positiv: "In den letzten Jahren haben die Tennisspieler dominiert. Es freut mich, wenn auch Vertreter anderer Sportarten erkennen, wie interessant Racketlon ist, so steigt das Niveau unseres Turniers von Jahr zu Jahr."

Begonnen hatte der schweißtreibende Tag im Huchtinger Dassbeck Sportcenter mit einem Einlagespiel. Lars Bosselmann, Nummer sieben der Racketlon-Weltrangliste, trat in jeder Disziplin gegen einen ausgewählten Teilnehmer an. Mackowiak hatte den Dörverdener als Ansprechpartner für Racketlon in Norddeutschland kontaktiert, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass nun auch die Delmestadt auf der Landkarte dieser Sportart auftaucht, und Bosselmann ließ es sich nicht nehmen, selber dabei zu sein - schließlich hat er früher auch für den TC BW Delmenhorst Tennis gespielt. "Eigentlich wollte Lars mitspielen, aber das wäre für das Turnier nicht so gut gewesen, da der Sieger schon von vornherein festgestanden hätte", sagte Mackowiak. So blieb es bei den Einlagespielen, die im Gesamtergebnis recht ausgeglichen endeten.

Im eigentlichen Turnier wurde nun im K.O-System gespielt. Dabei gab es in jeder Sportart einen Satz bis 21, und wer insgesamt die meisten Punkte machte, entschied die Partie für sich. Im Viertelfinale setzen sich Ben Brandes gegen Claus Dieter Dreyer, Felix Lingenau gegen Mark Theilen, Carsten Glander gegen Malte Bürger und Berit Schüler, Freundin von Lars Bosselmann und Nummer 21 der Damen-Weltrangliste, gegen Stephan Mackowiak durch. Im Halbfinale gewann Glander gegen Schüler und Lingenau schaltete Tielverteidiger Brandes aus. "Das sah recht klar aus, aber nur, weil es nicht mehr zum Tennis gekommen ist", meinte der spätere Sieger. Nach einem 21:1 im Tischtennis, einem 21:16 im Badminton und einem 19:21 im Squash lag Lingenau uneinholbar vorne, eine Partie wird im Racketlon dann abgebrochen. "Im Tennis wäre es für mich sehr schwer geworden, überhaupt Punkte zu holen", sagte Lingenau.

Ähnlich verlief das Finale: Im Tischtennis gewann Lingenau gegen Carsten Glander 21:3 und im Badminton 21:11. Beim Squash setzte sich Glander mit 21:19 durch, verspielte zwischenzeitlich allerdings eine 20:12-Führung und verpasste somit die Möglichkeit in seiner Paradedisziplin Tennis doch noch den Sieg einzufahren. Für Lingenau war dies schon der zweite Sieg bei einem Kombi-Turnier, nach seinem Erfolg beim "5-Schläger-Turnier" im hessischen Weiterstadt, bei dem zusätzlich noch Minigolf gespielt wurde.

Sehr zufrieden war Organisator Stafan Mackowiak: "Das war eine runde Sache."Die vierte Auflage der Meisterschaften ist beschlossen, daneben denkt Mackowiak auch noch über ein zusätzliches Doppel-Turnier nach. Das zeigt: Racketlon ist auch in Delmenhorst im Kommen.

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