Lateinformationen aus Verden legen einen traumhaften Einstand in die Regional- und Landesliga hin

Vierfache Freudentänze

Walsrode. Und plötzlich waren sie ganz vorne. Auf Platz eins.
10.01.2017, 00:00
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Vierfache Freudentänze
Von Malte Bürger
Vierfache Freudentänze

Das A-Team der TSG Ars Nova möchte eigentlich vorrangig nur Rang zwei aus dem Vorjahr verteidigen – plötzlich ziert die Formation aber tatsächlich die Spitze der Regionalliga.

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Walsrode. Und plötzlich waren sie ganz vorne. Auf Platz eins. Nach einer ziemlich verpatzten Vorrunde mit einigen Stürzen und Ungenauigkeiten. Das Parkett beim Saisonauftakt der Lateintänzer in Walsrode hatte es wahrlich in sich, sodass es auch in der Regionalliga einige Überraschungen gab. Die mit Abstand erfreulichste erlebte das Team Ars Nova, das am Ende gewann. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“, betonte Tänzer Maurice Marschall. „Unser Ziel ist es eigentlich, dass wir vor allem unseren zweiten Platz aus dem Vorjahr verteidigen.“ Gute Laune herrschte auch beim 1. TSC Verden, wo zum Einstand Rang vier bejubelt werden durfte.

Beim neuen Tabellenführer wird noch ein wenig sortiert, was sich da am Sonntag in Walsrode eigentlich ereignet hat. „Dass zum Beispiel der Zweitliga-Absteiger aus Kiel nur im Kleinen Finale landete, war auch nicht zu erwarten“, sagte Marschall. „Ich kenne zwar die Verantwortlichen, wollte dann aber doch nicht nachfragen und zusätzlich Salz in die Wunde streuen, warum es nicht besser gelaufen ist. Das mache ich beim nächsten Mal.“ Und eben jenes nächste Mal gibt es bereits am kommenden Wochenende, dann in der Halle 7 in Bremen. „Dort wollen wir unsere Leistung natürlich bestätigen, aber es dürfte wieder schwer werden“, sagte Marschall. „Wir freuen uns aber auf jeden Fall, dass wir jetzt schon einmal die beiden Teams aus Pinneberg und Bremen hinter uns gelassen haben. Sie tanzen beide Choreografien, die kürzlich erst bei der Weltmeisterschaft von Velbert und dem Bremer A-Team vertanzt wurden. Wir würden uns natürlich nicht mit den dortigen Formationen vergleichen, aber eine tolle Sache ist das natürlich schon.“

Beim 1. TSC Verden ist man derweil damit beschäftigt, die jüngsten Auftritte der drei Mannschaften in der Regional- sowie Landesliga historisch einzuordnen. „Das hätte nicht viel besser laufen können“, betonte Pressewart Niklas Kohmüller. „Ich weiß nicht, ob es das jemals schon gegeben hat, dass alle drei Teams derart stark gestartet sind.“ Neben Rang vier für die erste Garde gab es zwei Etagen tiefer noch die Plätze zwei und sechs. „Dass ein C-Team ein Kleines Finale gewinnt, hat es meiner Meinung nach auch noch nicht gegeben“, meinte Kohmüller schmunzelnd. „Es war beeindruckend, mit welcher Ruhe die neu eingestiegenen Tänzer ihren ersten Auftritt absolviert haben.“

Das B-Team aus der Domstadt musste derweil lediglich dem TSZ Delmenhorst den Vortritt lassen – allerdings mit recht deutlichem Abstand. „Vier Einsen sind natürlich schon eine Ansage“, räumte auch Kohmüller ein.„Wir sind mit unseren drei Zweien und der einen Drei aber natürlich auch zufrieden. Lediglich die eine Note Fünf müssen wir noch wegbekommen. Wir wussten hinterher auch nicht ganz so genau, wo die eigentlich hergekommen ist.“

Das Flaggschiff des TSC ist dagegen in der Regionalliga ein wenig in die Rolle der Besten vom Rest gerutscht. Während sich die TSG Ars Nova sowie die Konkurrenten aus Pinneberg und Bremen als Führungstrio bereits ein wenig abgesetzt haben und wohl die vorderen Plätze unter sich ausmachen, herrscht dahinter ein dichtes Gedränge. Das unterstreicht auch die Bewertung der Jury, die sich alles andere als einig war. So vergaben die Richter zwar auch ein Mal die Sechs an den 1. TSC Verden, ein Mal gab es aber sogar eine Drei. „Das ist eine tolle Sache und zeigt, dass man in einigen Bereichen nah dran ist, aber wenn man ehrlich ist, dann sind die vorderen drei Plätze weit entfernt“, sagte Niklas Kohmüller.

Die aktuell guten Leistungen der Verdener kommen aber auch nicht von ungefähr. „Seit der Generalprobe Mitte Dezember hat das A-Team noch einmal zwei Trainingslager eingelegt und auch sonst hart trainiert“, sagt der TSC-Pressewart. „Der Aufwand ist wirklich sehr groß dieses Mal, da uns bereits im Vorfeld bewusst war, dass es in diesem Jahr eine ganz starke Regionalliga werden würde.“

Weiter geht es nun ohne viel Pause am kommenden Sonntag in Bremen. „Bei der momentanen Euphorie kommt es uns sicherlich entgegen, dass direkt das nächste Turnier ansteht“, sagte Niklas Kohmüller. Ähnlich argumentierte Maurice Marschall. „Die Leistungen werden sich gegenüber dem Wettkampf in Walsrode nicht extrem ändern – das könnte ganz gut für uns als Erster sein.“

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