SC Weyhe Volleyballer wollen den Abstieg korrigieren

Weyhe. Der Kader ist geschrumpft, doch das Ziel bleibt ambitioniert: Trotz der Abgänge von vier Spielern haben sich die Volleyballer des SC Weyhe den sofortigen Wiederaufstieg in die Verbandsliga auf die Fahnen geschrieben.
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Volleyballer wollen den Abstieg korrigieren
Von Dennis Schott

Weyhe. Der Kader ist geschrumpft, doch das Ziel bleibt ambitioniert: Trotz der Abgänge von vier Spielern haben sich die Volleyballer des SC Weyhe den sofortigen Wiederaufstieg in die Verbandsliga auf die Fahnen geschrieben. Es bleibt dennoch ein geradezu unausweichliches Vorhaben, schließlich besiegelte in der abgelaufen Saison lediglich ein weniger gewonnener Satz den Abstieg.

Ein Satz, ein lausiger Satz fehlte den Weyhern in der Endabrechnung. Dass dieser Umstand den unbändigen Ehrgeiz der Weyher weckt, den dadurch erlittenen Verbandsliga-Abstieg umgehend zu korrigieren, liegt auf der Hand. So sieht es auch Sven Meier. „Oben mitspielen“ hat der Spielertrainer als Maßstab vorgegeben und konkretisiert seine Vorgabe mit den Plätzen „eins oder zwei“ – was im Umkehrschluss heißt: Der SC Weyhe will zurück in die Verbandsliga.

Sven Meier schrecken dabei selbst die Abgänge von vier Spielern nicht ab. Gleichwohl er Paul Bruns, Björn Foth, Felix Gramms und Milan Küffel gerne in seinem Kader behalten hätte, blieben personelle Veränderungen eben nicht aus. Zumal vornehmlich berufs- und studiumsbedingte und nicht sportliche Gründe eine Rolle spielten. Mit Blick auf die neuen Vereine der Abgänge muss der sportliche Verlust aber als nicht gerade gering angesehen werden. So schloss sich Paul Bruns dem Drittligisten USC Münster an, Björn Foth und Felix Gramms spielen künftig für den Regionalligisten VBC Paderborn und Milan Küffel geht für den USC Braunschweig II, ebenfalls Regionalligist, auf Punktejagd.

Die Attraktivität des SC Weyhe hält sich da in Grenzen. „Als Landesligist ist es nicht einfach, neue Spieler zu finden“, meint Sven Meier. Vor allem gestandene Spieler. Also blieb dem Weyher Spielertrainer im Prinzip nichts anderes übrig, als sich in den eigenen Reihen zu bedienen. Doch was auf den ersten Blick eher notgedrungen erscheint, ist absolut gewollt. Denn der SC Weyhe versteht sich auch als Ausbildungsverein, insofern war das Hochziehen von Marc Schmeyers und Paul Lauxtermann aus der eigenen Jugend nur eine logische Konsequenz. „Wenn ein Verbandsligist einen Spieler von uns interessant findet, dann legen wir demjenigen keine Steine in den Weg“, untermauert Sven Meier.

Zwei mit Doppelspielrecht

Für diese Saison praktizieren die Weyher dies bereits. Mit Jan-Hendrik Radeke und Sebastian Liese haben sie zwei Nachwuchsakteure in seinen Reihen, die mit einem Doppelspielrecht ausgestattet sind. Radeke für den TV Baden, Liese für Bremen 1860. Beides Verbandsligisten, und beide mit dem Erstrecht auf die Spieler.

Die Personaldecke bleibt folglich dünn. Und es sei auch nicht auszuschließen, dass der SC Weyhe zu einem Spieltag mit der knappsten aller möglichen Besetzungen anrücken muss, sagt Sven Meier. Trotzdem bilden David Arndt, Max Lange, Jasper van de Ven, Rene Stuhr, Bernd Langpap, Christopher Ehrt und eben Spielertrainer Meier eine schlagkräftige Einheit.

Was sie im Vorfeld der Saison beim BVV-Pokal schon unter Beweis gestellt haben. Die Weyher holten sich nämlich den Gesamtsieg, schlugen dabei den Oberliga-Absteiger TV Bremen Walle 1875 zwei Mal mit 2:0-Sätzen. Ein verheißungsvoller Saisonauftakt, wohlwissend, dass der Bremer Pokalwettbewerb für einige Vereine nicht sonderlich attraktiv ist.

Doch sei es drum. Das Ziel „Aufstieg“ bleibt. Und die Weyher werden schon in ihrem ersten Spiel am heutigen Sonnabend gefordert sein, schließlich treffen sie auf den momentanen Tabellenführer SV Nortmoor. „Der SV Hage ist abgestiegen, bei Bremen 1860 IV muss man auch aufpassen. Die anderen kenne ich gar nicht so. Aber ich denke, wir sollten nicht zu sehr auf die Konkurrenten schauen, sondern auf uns. Wir sind unser ärgster Konkurrent“, urteilt Sven Meier. Und dass der SC Weyhe einen Abstieg sofort wieder korrigieren kann, hat er vor zwei Jahren bewiesen. Auch damals entfachte die Winzigkeit von zwei fehlenden Sätzen den unbändigen Ehrgeiz, umgehend wieder aufstiegen zu wollen.

DER KADER 2013/14

Zugänge: Marc Schmeyers, Paul Lauxtermann (beide eigene Jugend)

Abgänge: Paul Bruns (USC Münster), Björn Foth, Felix Gramms (VBC Paderborn), Milan Küffel (USC Braunschweig II)

Restkader: David Arndt, Max Lange, Jasper van de Ven, Rene Stuhr, Bernd Lanpap, Sven Meier, Christopher Ehrt

Spielertrainer: Sven Meier

Saisonziel: Aufstieg. (dsc)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+