Trio des Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen landet bei Orientierungslauf in Bundeswehrübung

Vom rechten Weg abgekommen

Schwanewede. Ausgerechnet Ortskundige von den Oberliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen versagten beim Orientierungslauf im Trainingslager die Sinne. Bei einem Abkürzungsversuch liefen Elias Schupp, Syver Theuerholz und Heiko Sander mitten ins Bundeswehrgebiet und absolvierten in kürzester Zeit mit Sprüngen über Bäche und durch Brombeersträucher ihren "Wehrdienst".
21.07.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von OLAF KOWALZIK

Schwanewede. Ausgerechnet Ortskundige von den Oberliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen versagten beim Orientierungslauf im Trainingslager die Sinne. Bei einem Abkürzungsversuch liefen Elias Schupp, Syver Theuerholz und Heiko Sander mitten ins Bundeswehrgebiet und absolvierten in kürzester Zeit mit Sprüngen über Bäche und durch Brombeersträucher ihren "Wehrdienst".

Außerdem geriet das Trio auch noch in eine laufende Bundeswehrübung, durfte vor Panzern flüchten und kam mit einer 20-minütigen Verspätung und zwei Kilometern mehr auf dem Buckel ins vorgegebene Ziel. "Ich wollte im Training mal etwas anders als unseren obligatorischen Triathlon machen", schmunzelte "Schwäne"-Trainer Henning Schomann über den unfreiwilligen Umweg der drei, die wie alle anderen auf den zehn Kilometern Wegstrecke quer durch Neuenkirchen laufen und an den herauszufindenden Haltepunkten Rechen- und Buchstabieraufgaben sowie Rätsel lösen mussten. Zwischendurch durfte auch noch ein Lied, Gedicht oder ein Zungenbrecher zum Besten gegeben werden. Die schnellste Gruppe stellten dabei Torben Lemke, Ole Harms und Mirko Ahrens, die zur Belohnung am heutigen Donnerstag für alle eine 30-minütige Teil-Trainingseinheit ihrer Wahl bestimmen dürfen.

"Vieles neu" heißt es seit dem Trainingsauftakt bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Neue Gesichter, neue Trainingsideen und mit 20 Spielern auch ein Kader, der den Konkurrenzkampf innerhalb des gut funktionierenden Teams kräftig schüren wird. Bewusst, wie Henning Schomann zugibt. "Da legt jeder automatisch noch eine Schippe drauf", will er schon jetzt ausgemacht haben. "Ich habe immer 16, 17 Mann beim Training, damit lässt sich natürlich hervorragend arbeiten", schildert er die Vorzüge seines aktuellen Kaders, dessen Trainingsarbeit in der vergangenen Saison bis zum Jahreswechsel aufgrund von zahlreichen Verletzungen seiner Spieler enorm gelitten hatte.

Das große Aufgebot benötigt der HSG-Coach seiner Meinung nach aber auch, da in seinem Team zum Beispiel Andreas Szwalkiewicz sonnabends oft die Uni besucht. "Da fehlt er mir einige Saisonspiele", hat Schomann nachgerechnet. Auch Helmut Hinrichs ist beruflich öfters am Wochenende und im Ausland unterwegs, sodass sich der Kader regelmäßig reduziert. Mit einbezogen ist auch der Co-Trainer Thomas Krenke, der als Linkshänder zur Sicherheit für die rechte Angriffsseite Gewehr bei Fuß steht, aber eher in Notfällen eingesetzt werden soll.

Neben den bislang bekannten Neuzugängen Matthias Ruckh, Kevin Krüger und Heiko Sander vom Ligarivalen SV Grambke-Oslebshausen, Hendrik Schreiner vom Oberliga-Absteiger TV Schiffdorf sowie den A-Jugendlichen Christian "Blacky" Schwarze und Leo Mühlbrandt wartet der Tabellenachten der vergangenen Spielzeit mit einem weiteren Novizen auf: Jens Wienöbst. Der 33-jährige Rückraumspieler hatte beim Oldenburger Turnerbund ein Jahr in der Regionalliga gespielt, danach zehn Jahre bei Concordia Staßfurt in der dritten Liga verbracht und war zuletzt beim Bayernligisten TSV Göggingen aktiv. Mittlerweile ist er ins heimatliche Oldenburg zurückgekehrt und knüpfte über Andreas Szwalkiewicz Kontakt zur HSG.

"Er ist für uns quasi ein Glücksgriff", freut sich Henning Schomann über die zusätzliche Schützenhilfe für die zweite Reihe, in der ihm der Abschied seines Junioren-Nationalspielers Finn Lemke Richtung Lemgo "unheimlich wehtut." Die Lücke gilt es nun in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart am Sonnabend, 3. September, gegen den VfL Fredenbeck II zu schließen.

Über den Stand der Vorbereitung können sich Interessierte beim "offenen Training" am 23. Juli in der Weser-Geest-Halle und am 30. Juli in der Heideschule überzeugen. Das Training beginnt um 15 Uhr, danach folgen jeweils um 18 Uhr Testspiele gegen die HSG Stedingen (23. Juli) und die eigene Zweite (30. Juli). Vom 5. bis zum 7. August folgt ein weiteres Trainingslager in der Weser-Geest-Halle mit Testspielen gegen die SG Achim/Baden II, die Bundesliga-A-Jugend des TSV Anderten, die SG Bremen-Ost und den Ligarivalen ATSV Habenhausen.

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