Faciejew: Wir haben alles falsch gemacht / Schwache SG Achim/Baden mit 24:35 untergegangen / Rote Karte für Patzack Von elf Siebenmetern in Neerstedt neun verworfen

Achim. Die Spieler des Tabellenführers der Oberliga Nordsee konnten nur schwer begreifen, was gerade abgelaufen war. Im Hinspiel hatte die SG Achim/Baden den TV Neerstedt noch mit 38:26 aus der Halle gefegt - und nun kassierte der Meisterschaftsanwärter gegen den selben Gegner eine 24:35 (14:18)-Abfuhr.
24.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gunnar Schäfer

Achim. Die Spieler des Tabellenführers der Oberliga Nordsee konnten nur schwer begreifen, was gerade abgelaufen war. Im Hinspiel hatte die SG Achim/Baden den TV Neerstedt noch mit 38:26 aus der Halle gefegt - und nun kassierte der Meisterschaftsanwärter gegen den selben Gegner eine 24:35 (14:18)-Abfuhr.

Dabei konnten die Hausherren es sich sogar leisten, den einen oder anderen Siebenmeter zu kassieren, denn Torhüter Maik Haverkamp erwies sich an diesem Tag wieder einmal als Meister seines Faches und entschärfte neun der elf Achimer Strafwürfe. Dazu hielt er noch 23 Würfe und kam damit auf eine sensationelle Quote von 56 Prozent. Die schwache Vorstellung des Achimer Rückraums gipfelte in der roten Karte für Malvin Patzack wegen Schiedsrichterbeleidigung (37.). Dafür wird er nun erst einmal eine Zwangspause einlegen müssen.

Doch auch nach dieser roten Karte ging kein Ruck durch die Mannschaft, man hatte eher den Eindruck, dass sich das Team ergab. So sah es auch Spielgestalter Block-Osmers: "In der 45. Minute war das Spiel gelaufen!" In der Schlussphase konnte der Gast dank der Tore von Katz, Bock (2) und Pansing die Partie wieder offener gestalten, ansonsten wäre auch eine höhere Niederlage möglich gewesen. Nach dem Spiel musste Trainer Irek Faciejew mit seiner Fassung ringen. " So etwas habe ich noch nicht erlebt, wir haben heute alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Neerstedt hat an diesem Tag die beste Leistung der Saison abgerufen. Der Gegner wollte gewinnen, und wir haben den Kampf nicht angenommen, mit einem Einsatz von 80 Prozent kann man ein solches Spiel nicht gewinnen. Nächste Woche geht es weiter!"

Dabei hatte es gar nicht schlecht für die Mannen von Trainer Irek Faciejew begonnen, denn sie führte durch Tore von Katz, Meier, Freese, Schierenbeck und Block-Osmers mit 5:3 (9.). Doch bereits zu dieser frühen Phase hatte man schon hochkarätige Chancen vergeben. Als erster Badener Siebenmeterwerfer scheiterte der auch ansonsten blasse Tobias Freese an TVN-Torhüter Maik Haverkamp. Auch biss sich der Tabellenführer an der offensiven 6:0-Deckung des Gegners die Zähne aus. Die ansonsten sicheren Kreuzbewegungen mit Anspielen an den Kreis oder auf die Außenpositionen wurden nicht dynamisch genug oder zu unsauber gespielt, so dass die Achimer über 5:7 (13.) und 6:12 (20.) ins Hintertreffen gerieten. In der Schlussphase der ersten Halbzeit klappte es besser. Vor allem Linksaußen Roman Döhling und Kreisläufer Fabian Balke hielten ihre Farben im Spiel, so dass beim Stande von 18:14 die Seiten gewechselt wurden.

Falls die wenigen SG-Fans unter den 400 Zuschauern nun dachten, die SG würde ihr gewohntes Angriffsspiel aufziehen, sahen sich in der zweiten Halbzeit eines Besseren belehrt. Egal, was SG-Trainer Irek Faciejew probierte - verschiedene Deckungsformationen, unterschiedliche Aufstellungen oder der Torwartwechsel von Arne von Seelen zu Routinier Ole Prehn -, nichts half, der Tabellenführer konnte dem TV Neerstedt an diesem Tag einfach nicht Paroli bieten.

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