Basketball-Meister Bamberg geht auch als Topfavorit in die neue Saison – Eisbären Bremerhaven wollen sorgenfreies Jahr spielen Von Favoriten und Außenseitern

Bamberg. Bamberg, wer sonst? Bei der Frage nach dem großen Favoriten sind sich die Trainer der Basketball-Bundesliga fast einig: Der Weg zur Meisterschaft führt wieder nur über Titelverteidiger Brose Bamberg. Gleich 14 Trainer nannten Bamberg als Kandidat Nummer eins auf die 590 Millimeter hohe und 6,4 Kilogramm schwere Trophäe für den nationalen Titelträger.
23.09.2016, 00:00
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Von Lars Reinefeld und Jan-Felix Jasch

Bamberg. Bamberg, wer sonst? Bei der Frage nach dem großen Favoriten sind sich die Trainer der Basketball-Bundesliga fast einig: Der Weg zur Meisterschaft führt wieder nur über Titelverteidiger Brose Bamberg. Gleich 14 Trainer nannten Bamberg als Kandidat Nummer eins auf die 590 Millimeter hohe und 6,4 Kilogramm schwere Trophäe für den nationalen Titelträger. So auch der Trainer der Eisbären Bremerhaven Sebastian Machowski: „Bamberg hat in der Vorsaison eindrucksvoll bewiesen, wie man mit schnellem Teamplay attraktiv und erfolgreich spielen kann. Aufgrund der Tatsache, dass sie einen Großteil ihres Kaders halten und punktuell verstärken konnten, sind sie der Favorit auf die Meisterschaft.” Auch in Bamberg selbst macht man keinen Hehl aus den eigenen Ambitionen. „Wenn wir Euroleague spielen wollen, müssen wir Meister werden“, sagte Geschäftsführer Rolf Beyer. Die Euroleague ist im europäischen Basketball allen Irrungen und Wirrungen über die Zukunft der internationalen Wettbewerbe zum Trotz nach wie vor das Nonplusultra. Für die Bamberger könnte die Königsklasse in der kommenden Spielzeit aber Segen und Fluch zugleich sein. Schließlich wird das beste Team Europas seit dieser Saison in einem neuen Format gekürt, die 16 Mannschaften ermitteln die Play-off-Teilnehmer zunächst in einer Hauptrunde mit Hin- und Rückspielen.

Das bedeutet, die Bamberger haben neben den 34 Partien in der Bundesliga auch 30 Begegnungen in der Euroleague zu absolvieren – ehe die Saison in beiden Wettbewerben überhaupt erst in die entscheidende Phase geht. „Fünf Tage vor Weihnachten haben wir schon 30 Spiele absolviert, in der Vergangenheit war es da meist schon April“, sagte Trainer Andrea Trinchieri. „Ich weiß zwar noch nicht wie, aber ich hoffe mein Team überlebt das.“

Um den gestiegenen Herausforderungen der langen Saison gerecht zu werden, haben die Bamberger wieder einen exzellenten Kader zusammengestellt. Aus dem Meisterteam der Vorsaison hat die Franken praktisch nur der Spielmacher und wertvollste Spieler der vergangenen Saison Bradley Wanamaker in Richtung Türkei verlassen. Ein Verlust, der sicher schwer wiegt, den die Verantwortlichen durch die Verpflichtung des Franzosen Fabien Causeur aber zu kompensieren hoffen. „Er ist ein Spielertyp, der sehr intelligent ist, sehr variabel einsetzbar ist“, sagte Beyer. „Ihm fehlt, wenn überhaupt, ein bisschen die Athletik von Brad. Aber ich glaube, das ist ein mehr als gleichwertiger Ersatz.“

Neu in „Freak City“ sind zudem Nationalspieler Maodo Lo und Center Vladimir Veremeenko. „Ich glaube, wir haben einen Kader zusammengestellt, in dem wir in unserer Rotation 14 Spieler konsequent einsetzen können“, sagte Beyer. Was angesichts des riesigen Programms sicher nötig ist.

Sechs Coaches haben den FC Bayern München auf dem Zettel. Das Team des neuen Trainers Sasa Djordjevic gilt als Verfolger Nummer eins. In Bamberg rechnet man ebenfalls mit Attacken aus der bayerischen Landeshauptstadt. „Die haben sicher nicht die Ambition, Zweiter zu werden“, sagte Beyer vor dem Liga-Auftakt der Bamberger gegen Frankfurt an diesem Freitag.

Und in Bremerhaven? Nach dem Fast-Abstieg in der vergangenen Saison wollen die Eisbären in diesem Jahr eine sorgenfreie Saison spielen. „Ziel ist es, so früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben, alles was dann kommt, ist Zugabe", sagt Trainer Machowski. „Zu den Gegnern kann ich noch nicht viel sagen, wir wissen selbst einfach nicht, wo genau wir im Moment stehen”, so Machowski weiter. Das wird sich dann am kommenden Sonntag im Auftaktspiel zu Hause gegen die Walter Tigers Tübingen (15:30 Uhr) zeigen.

Eisbären suchen neuen Shooting Guard Patrick Christopher wird nicht, wie erwartet, von den Eisbären Bremerhaven unter Vertrag genommen. Der Vertrag mit dem NBA-erfahrenen Shooting Guard kommt nicht zustande, da der US-Amerikaner den erforderlichen Medizincheck nicht bestanden hat. Christopher, der in der jüngeren Vergangenheit wegen einer schweren Knieverletzung über ein Jahr lang pausieren musste und erst Anfang des Jahres sein Comeback gegeben hatte, ist bereits gestern zurück in die USA geflogen. „Durch den nicht bestandenen Medizincheck blieb uns leider keine andere Wahl, als Patrick wieder nach Hause zu schicken. Wir wünschen ihm alles Gute für seine weitere Zukunft“, so Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen. Kurz vor dem Start in die Bundesligasaison gegen Tübingen müssen die Bremerhavener sich nun auf die Suche nach neuem Personal machen. Gespräche mit möglichen Kandidaten liefen bereits, hieß es.
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