Bei der Wahl zu Bremens Amateurfußballer des Jahres hat es schon viele Überraschungssieger gegeben

Von wegen Max Kruse und Nelson Valdez

Bremen. Erst in den späten Nachmittagsstunden des 30. Dezember steht er fest, der neue Amateurfußballer des Jahres.
22.12.2016, 00:00
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Von Stefan Freye
Von wegen Max Kruse und Nelson Valdez

Sein Nachfolger wird gesucht: Ein paar Tage lang darf sich Tim Pendzich vom Blumenthaler SV noch der amtierende Amateurfußballer des Jahres nennen.

Christian Kosak

Bremen. Erst in den späten Nachmittagsstunden des 30. Dezember steht er fest, der neue Amateurfußballer des Jahres. Dann wird er im Rahmen des Lotto-Masters in der ÖVB-Arena feierlich geehrt – unter anderem durch DFB-Präsidenten Reinhard Grindel, der sein Erscheinen zugesagt hat.

Noch dürfen die fünf Kandidaten also gespannt sein, denn – so viel sei verraten – es ist längst keine Entscheidung gefallen. Eines ist dagegen klar: Der Wahlsieger gewinnt eine Abstimmung, die mittlerweile über eine gewisse Tradition verfügt. Er ist schließlich schon der 15. Titelträger. Los ging es nämlich 2002.

Damals eröffnete Manfred Klein, treff­sicherer Stürmer in Diensten des FC Burg, die Riege der Preisträger. Auf ihn sollte im folgenden Jahr der bislang älteste Fußballer des Jahres folgen. Denn Wilhelm Kirst war bereits 38 Jahre, als er die Trophäe in Empfang nahm. Der Mittelfeldspieler vom ATSV Sebaldsbrück verdankte dem Titel ­damals natürlich auch seiner „Lebens­leistung“. Schließlich war er zu über 600 ­Einsätzen in der Landes- und Verbandsliga gekommen. Dabei gelang Kirst ein Über­raschungssieg: Er ließ keinen Geringeren als Werder-Stürmer Nelson Valdez hinter sich.

Aber wirklich leicht hatten es die grün-weißen Talente sowieso nie bei dieser Wahl: Jerome Polenz musste sich 2005 dem Blumenthaler Dennis Tanski geschlagen geben, und 2007 hatte ein hoffnungsvoller Nachwuchsspieler namens Max Kruse das Nachsehen. Damals war der Titel an den 36-jährigen Oliver Gufler gegangen – für eine Menge fußballerische Klasse und eine über 30-jährige Vereinsmitgliedschaft bei der BTS Neustadt.

Aber 2004, da hatte doch mal die Stunde eines jungen Werderaners geschlagen. Der Titel ging nämlich an Ömer Aktas aus der grün-weißen U 23. Erst im Sommer danach startete der Stürmer seine Wanderjahre, die ihn mittlerweile zu Blau-Weiß Bornreihe geführt haben. Über die Türkei, Münster, Ottersberg und Osterholz-Scharmbeck war Aktas gleich drei Mal zum FC Oberneuland gewechselt.

Vom FCO kam auch der Sieger des Jahres 2006, Wojciech Bobrowski. Dessen Titelgewinn darf mit 28,3 Prozent der Stimmen als enge Entscheidung gelten. Es fehlte nämlich nicht viel, dann hätte Malte Dittrich (26,7 Prozent) den Mittelfeldspieler noch abgefangen.

Malte Dittrich? Richtig, in früheren Jahren waren auch Schiedsrichter zur Wahl angetreten. Aber keiner nahm so erfolgreich teil wie der Unparteiische vom TuS Schwachhausen, der bis 2015 sogar Spiele in der 3. Liga geleitet hat.

Geradezu überwältigend klar fiel die Entscheidung im Jahr 2008 aus, und zwar zugunsten von Sven Landwehr. Der Stürmer, im Wahljahr gerade beim FC Bremerhaven unter Vertrag, aber eigentlich ein Blumenthaler Urgestein, galt als Mann für höhere Ansprüche. So dachte man auch bei Borussia Mönchengladbach, wo Landwehr damals ein Probetraining absolvierte. Am Ende wurde es aber nichts aus der Profikarriere, vor allem aufgrund der vielen Verletzungen des talentierten Kickers.

Ebenfalls nicht schlecht: das Ergebnis von Firas Tayari (Werder Bremen III). Der Offensivspieler, heute im Trikot der SG Aumund-Vegesack, hatte 2009 satte 68 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt.

Nach dem Sieg von Mirko Jankowski (Bremer SV) sollte 2010 der Titel an Marco Grahl (SVGO) gehen. Damit stand fest, dass Volker Wittfoth ein weiteres Mal leer ausgehen würde. Das Urgestein von OT Bremen trat nämlich gleich zwei Mal zur Wahl an, ­belegte 2011 wie bereits 2003 den dritten Rang.

Zwei Mal dabei war auch Iman Bi-Ria, der 2012 und 2013 allerdings den Titel holte. Der einzige Doppelgewinner dieser ­Veranstaltung hatte sich 2015 zwar vom Bremer SV in Richtung Atlas Delmenhorst ­verabschiedet, kehrt nun aber auf die Bremer Fußballbühne zurück: Bi-Ria verstärkt in der Rückrunde den Landesligisten BSC Hastedt.

Bei der Wahl zum Fußballer des Jahres folgten ihm schließlich gleich zwei Kicker vom Blumenthaler SV: Torhüter Malte Seemann, mittlerweile ebenfalls im BSV-Trikot, und im letzten Jahr der noch amtierende Titelträger Tim Pendzich.

Wählen Sie Ihren Favoriten Wer wird Nachfolger von Tim Pendzich als Bremens Amateurfußballer des Jahres? Bis zum 23. Dezember, 24 Uhr, können Sie für Ihren Favoriten anrufen (Kosten pro Anruf 50 Cent aus dem deutschen Festnetz/Handytarife können abweichen). Nennen Sie Ihren Vor- und Zunamen, Adresse und Telefonnummer. Die Rufnummern im Überblick: 01379 60 44 41 Abdullah Basdas (SG Aumund-Vegesack) 01379 60 44 42 Marcel Ciszewski (FC Oberneuland) 01379 60 44 43 Herman Mulweme (TuS Schwachhausen) 01379 60 44 44 Frithjof Rathjen (Bremer SV) 01379 60 44 45 Bashkim Toski (TSV Grolland) Unter allen Teilnehmern an der Abstimmung, die mindestens 18 Jahre alt sein müssen, verlost der WESER-KURIER folgende attraktive Gewinne: 1. Preis: Vier Karten für das Bundesliga-Heimspiel SV Werder Bremen - FC Bayern München (28. Januar 2017) inklusive einer Werder-Card mit 50 Euro Guthaben 2. Preis: Zehn Karten für die Sixdays Bremen (16. Januar 2017) 3. Preis: Zwei Karten für das Bundesliga-Heimspiel SV Werder Bremen - Borussia Dortmund (21. Januar 2017) 4. Preis: Zehn Karten für die Sixdays Bremen (14. Januar 2017) 5. Preis: Gutscheinkarte des WESER-KURIER mit 75 Euro Guthaben (einzulösen im Pressehaus, Martinistraße 43)
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