Dressur- und Springfestival in Verden erneut Publikumsmagnet Vorerst ohne WM-Flair

Verden. Der Zuspruch war noch einmal enorm, das Internationale Dressur- und Springfestival ließen sich im August insgesamt 50 000 Zuschauer nicht entgehen. Es schwang allerdings auch ein wenig Wehmut mit, es war das vorerst letzte Mal, dass die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde an der Aller ausgetragen wurde.
31.12.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Vorerst ohne WM-Flair
Von Malte Bürger

Der Zuspruch war noch einmal enorm, das Internationale Dressur- und Springfestival ließen sich im August insgesamt 50 000 Zuschauer nicht entgehen. Es schwang allerdings auch ein wenig Wehmut mit, es war das vorerst letzte Mal, dass die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde an der Aller ausgetragen wurde. Zumindest in den kommenden drei Jahren werden die Sieger nun in den Niederlanden gekürt.

Am Finalwochenende wurden in Verden aber noch einmal alle Register gezogen. In der Dressur dominierten dänische Pferde. Mit der deutschen Reiterin Dorothee Schneider im Sattel wiederholte der Hengst Sezuan seinen Vorjahreserfolg, für seinen Galopp bekam er von den Wertungsrichtern sogar die Höchstnote 10.0 gezeigt. In der Konkurrenz der sechsjährigen Pferde sorgten Fiontini und Fiontina für ein echtes Novum: Erstmals belegten zwei Schwestern die Spitzenplätze dieses Wettbewerbs.

Beim Grand Prix sowie dem späteren Special hatte der Paderborner Reitmeister Hubertus Schmidt mit seinem Trakehner-Hengst Imperio jeweils die Konkurrenz deutlich im Griff. Die Sottrumerin Nadine Husenbeth, die in den beiden vorherigen Jahren noch in der U25 geritten war, debütierte nun im Grand Prix. Am Ende durfte die 22-Jährige mit ihrer Fuchsstute Florida sehr zufrieden sein, denn es reichte zu Rang fünf. „Es ist natürlich etwas anderes, bei den Großen mitzureiten, aber auch ein tolles Gefühl, mich mit ihnen messen zu können“, sagte Husenbeth, die im Special zudem Achte wurde.

Die mehrfache Deutsche Meisterin Eva Bitter triumphierte derweil beim Abschlussspringen des Festivals. Mit dem Hannoveraner-Hengst Perigueux blieb sie als eine von vier Startern im ersten Umlauf und im Stechen des Großen Preises fehlerfrei. „Als ich auf dem Abreitplatz war, habe ich mir schnell noch die letzten Läufe angeschaut und noch ganz schön gezittert“, gab Bitter seinerzeit zu. Beste Reiterin aus der Region war Mynou Diederichsmeier (RV Aller-Weser), die mit Stalido Zehnte wurde.

Eine namhafte personelle Veränderung wird es unterdessen hinter den Kulissen geben. Rainer Kiel kündigte kurz nach dem Abschluss des Internationalen Dressur- und Springfestivals seinen Rückzug an. „Ich werde zum Ende des Jahres von meinen Ämtern zurücktreten. Ich bin mittlerweile 72 Jahre alt. Irgendwann muss dann halt mal Schluss sein“, sagte der bisherige Leiter der Veranstaltung und Geschäftsführer der Verdener Turniergesellschaft.

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