Hrubeschs Nachfolger ist begeistert von der Qualität der U 21 Vorfreude bei Kuntz

Eins hatten Stefan Kuntz und Horst Hrubesch schon mal gemeinsam: Beide waren Torschützenkönige der Bundesliga. Kann Kuntz auch als U21-Trainer in die großen Fußstapfen von Kult-Coach Hrubesch treten?
31.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Thomas Eßer

Kassel. Stefan Kuntz hat sich bei seiner Vorstellung als neuer Trainer der deutschen U 21-Nationalmannschaft begeistert von der Qualität im Kader gezeigt. Er verspüre „eine wahnsinnige Vorfreude“, sagte Kuntz am Dienstag in Kassel. Der Fußball-Europameister von 1996 ist der Nachfolger von Horst Hrubesch, der mit der deutschen Auswahl bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille gewann. „Ich möchte und kann auch nicht in die Fußstapfen von Horst treten“, sagte Kuntz.

„Jeder hat seinen eigenen Stil“, erklärte er. „Wer mich kennt, weiß, dass Kommunikation bei mir eine große Rolle spielt.“ Kuntz wolle die jungen Spieler in ihrer Entwicklung begleiten.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Hrubesch sei der menschliche Aspekt wichtig gewesen, erklärte Hansi Flick. „Wenn die Spieler zu uns kommen, müssen sich die Spieler wohlfühlen“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Kuntz kenne „die Sprache der Spieler“.

In den vergangenen 13 Jahren war der ehemalige Nationalstürmer allerdings nicht mehr als Trainer tätig, arbeitete stattdessen als Sportdirektor in Koblenz, Bochum und Kaiserslautern. Das ist aus Flicks Sicht jedoch kein Problem. „Was in der Vergangenheit war, interessiert mich da recht wenig“, sagte er. „Der Stefan ist einer, der eine Mannschaft motivieren kann. Er kann auf einen enormen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Das war mir enorm wichtig“, sagte Flick.

Wichtig sei auch die enge Zusammenarbeit der U 21 mit den anderen Jugendmannschaften des DFB und der A-Nationalmannschaft von Joachim Löw. Das betonten sowohl Flick als auch Kuntz. „Wichtig ist, dass die Spieler verstehen, dass sie über die U 21 den Weg nach oben finden können“, sagte Kuntz.

In den kommenden Spielen will er vor allem den Spielern aus dem jüngeren Jahrgang eine Chance geben. Für das Testspiel gegen die Slowakei und die EM-Qualifikationspartie in Finnland hat er aus der Olympia-Mannschaft nur Torhüter Jannik Huth sowie Max Christiansen, Grischa Prömel und Serge Gnabry nominiert. Insgesamt stehen sieben Neulinge im Kader.

Nach den ersten Trainingseindrücken zeigte sich Kuntz begeistert von den Fähigkeiten seiner Spieler. „Ich habe heute zwischendurch beim Training zu meinen Kollegen gesagt: „Lieber Scholli, was das für eine Qualität ist.“

Mit dieser Qualität will der neue Coach die Qualifikation für die Europameisterschaft 2017 in Polen schaffen. „Es ist klar, dass wir zur EM wollen, und dass wir dann da auch die entsprechende Rolle spielen wollen“, meinte Kuntz. Gewinnt er mit seinem Team am 6. September auswärts gegen Finnland, ist Deutschland beim Turnier dabei. Zuvor steht jedoch noch Kuntz‘ Debüt auf der Trainerbank des DFB-Nachwuchses am Freitag in Kassel gegen die Slowakei an.

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