Deutsche Prellball-Meisterschaften

Vorjahres-Vizemeister wird Dritter

Wie schon in den Jahren zuvor stand wieder das Damen-Trio vom TV Sottrum auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes. Vorjahres-Vizemeister MTV Eiche Schönebeck landete diesmal auf Platz drei.
09.04.2018, 16:15
Lesedauer: 3 Min
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Von Sabine Lange
Vorjahres-Vizemeister wird Dritter

Kraftvoll spielt in dieser Szene die Eiche-Akteurin Janine Schröder den Ball zum Gegner zurück.

Björn Hake

Schönebeck. Das waren sehr spannende deutsche Prellball-Meisterschaften, darüber waren sich die Aktiven nach der Großveranstaltung in Sottrum einig. Die Favoriten mussten hier Stolpersteine überwinden, doch am Ende stand bei den Damen wie schon in den Jahren zuvor wieder das Trio vom TV Sottrum auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes. Vorjahres-Vizemeister MTV Eiche Schönebeck landete diesmal auf Platz drei.

Silbermedaillen sprangen für die Frauen des TV Frisch Auf Altenbochum heraus. Das Team aus dem Ruhrpott hatte den Schönebeckerinnen den Weg ins Finale versperrt, denn im hoch brisanten Kreuzspiel besiegte es den MTV in der Verlängerung mit 41:40. So durfte sich der MTV zum Schluss nur noch einmal im kleinen Finale beweisen und gewann dort sicher gegen den TV Freiburg St. Georgen (35:23).

Den Einzug ins Endpiel hätte Susanne Korte der Schönebecker Mannschaft von Herzen gegönnt: "Der MTV hat einen intelligenten Prellball präsentiert, war motiviert, agierte variantenreich, und der Zusammenhalt im Team war großartig", begeisterte sich die Betreuerin. Das entscheidende Duell gegen Altenbochum hätte auch siegreich ausgehen können, darüber waren sich die Schönebeckerinnen einig. Doch Janine Schröder, Melanie Stöver, Kim Korte, Lena Büntemeyer und Inga Kleymann arrangierten sich am Ende mit Platzierung drei. Nach der knappen Niederlage gingen die Kontrahentinnen freundschaftlich auseinander: "Wir haben uns gegenseitig gratuliert und uns in die Arme genommen", verriet MTV-Mannschaftssprecherin Janine Schröder.

Auf Stolperstein Nummer eins trafen die Schönebeckerinnen gleich in der Vorrunde. Neben vier Siegen schlug für den MTV nämlich auch die bittere 25:31-Niederlage gegen den TV Freiburg St. Georgen zu Buche. "Da kamen wir überhaupt nicht ins Spiel und lagen nie in Führung", gestand Janine Schröder. "Die Annahme des Gegners stand super", bescheinigte sie der Freiburger Crew.

Gleichzeitig zog auch der hohe Favorit der anderen Gruppe, TV Sottrum, überraschend gegen den TV Frisch Auf Altenbochum (27:30) den Kürzeren und landete ebenfalls auf Vorrundenrang zwei. Beide Finalisten des vergangenen Jahres mussten in die Vorkreuzspiele und jeweils gegen den Drittplatzierten der Parallelgruppe antreten. "So war die Konstellation für uns sehr gut", erzählte Janine Schröder.

In der nächsten Runde trafen ausschließlich Nordteams aufeinander. Keine Schwierigkeiten, das Vorkreuzspiel gegen Nachrücker TV Baden zu gewinnen, hatten die Sottrumerinnen (33:25). Mit harter Gegenwehr rechnete der MTV bei seinem Gegner MTV Wohnste. Doch die Schönebeckerinnen präsentierten sich in hervorragender Form. Sie glänzten mit guten Schlägen und standen perfekt in der Annahme. Als in der zweiten Hälfte der Vorsprung etwas eingeschmolzen war, änderten die Nordbremerinnen ihre Aufstellung. "Melanie Stöver ging in die Mitte und Kim Korte nach rechts außen. Das hat gut geklappt und den Gegner aus dem Konzept gebracht", berichtete Janine Schröder. Am Ende qualifierte sich der MTV mit einem sicheren 37:30-Erfolg für das Kreuzspiel und damit für das Sprungbrett ins Finale. Als absolut gleichwertiger Gegner stand der MTV-Crew Frisch Auf Altenbochum gegenüber. "Die haben wir zum letzten Mal 2014 besiegt", erinnerte sich Janine Schröder. Hatten die Schönebeckerinnen in der ersten Halbzeit immer knapp die Nasen vorn, so wendete sich das Blatt in der hektischen Schlussphase. Sekunden vor dem Abpfiff lagen die Schönebeckerinnen noch in Front, doch mit dem Abpfiff glichen die Westdeutschen zum 30:30 aus. So ging die Partie in die Verlängerung und endete mit einem packenden Finale, bei dem die Altenbochumerinnen das Glück auf ihrer Seite hatten.

Eine nach Meinung der Schönebeckerinnen wohlgesonnene Schiedsrichterentscheidung zugunsten der Frisch-Auf-Frauen in den letzten Sekunden vor dem Abpfiff habe dazu beigetragen, aber natürlich auch die vom MTV verschlagene Angabe. "Alles in allem war das das beste Spiel des Tages und sportlich auf höchstem Niveau", fand Janine Schröder.

Ein ebenso packendes Match hätten sich die Schönebeckerinnen auch für das kleine Finale gewünscht. Denn es stand die Revanche für die Hinrunden-Niederlage gegen Freiburg auf dem Programm. Doch die Süddeutschen gingen mit einer dezimierten Mannschaft aufs Feld, weil sich eine Spielerin im Laufe des Turniers verletzt hatte. So sicherte sich der MTV die Bronzemedaillen mit einem lockeren 35:23-Sieg. Viel spannender war das Finale: Da verteidigte Gastgeber TV Sottrum seinen Titel gegen Altenbochum mit dem Schlusspfiff beim 31:30.

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