Elf- bis 14-Jährige holen einen von zwei DM-Titeln für Schönebeck

Vorsprung ins Ziel gerettet

Bremen-Nord. Der MTV Eiche Schönebeck hat zwei deutsche Meistertitel in der Jugend im Prellball eingeheimst. Sowohl die weibliche Jugend (11-14) als auch das 15- bis 18-Team ergatterte in Sittensen die Goldmedaille.
06.04.2017, 00:00
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Von Karsten Hollmann
Vorsprung ins Ziel gerettet

Vivien Mahler gewann mit Schönebeck bei den 15- bis 18-Jährigen.

Christian Kosak

Bremen-Nord. Der MTV Eiche Schönebeck hat zwei deutsche Meistertitel in der Jugend im Prellball eingeheimst. Sowohl die weibliche Jugend (11-14) als auch das 15- bis 18-Team ergatterte in Sittensen die Goldmedaille. Für die männliche Jugend (15-18) lief es mit Platz sieben nicht ganz so gut. Die SAV-Formationen fanden sich auf den Positionen acht (weibliche Jugend 11-14) sowie neun (männliche Jugend 11-14) wieder.

Die weibliche Jugend (15-18) aus Schönebeck spielte die Konkurrenz am ersten Tag förmlich an die Wand. Nur beim 40:24-Erfolg über den TV Kierdorf hatten die Schützlinge von Trainerin Inge Mahler Probleme. Damit spielten diese am nächsten Tag um die ersten vier Ränge. Mit einem 38:23-Erfolg über den TV Winterhagen qualifizierte sich der MTV für das Finale. Bereits nach 180 Sekunden führte der Klub dabei mit einem Vorsprung von zehn Zählern. „Wir haben toll angenommen und sehr präzise angegriffen“, schwärmte Inge Mahler. Der Endspielgegner MTV Wohnste ­verlangte dem Favoriten dann aber alles ab (32:21). Zum siegreichen Team gehörten Sina Dentler, Tabea Kluba, Vivien Mahler, Melina Husen, Lena Feegel und Nadine Besing.

Die Schönebecker (weibliche Jugend 11-14) traf in der Vorrunde auf die SAV. „Uns war wichtig, dass wir unseren Nachbarn auch ins Spiel kommen lassen. Die SAV hat auch ein paar schöne Punkte gemacht“, so Inge Mahler zum 45:19. Nach Siegen gegen den SV Weiler und TuS Meinerzhagen qualifizierte sich der MTV für die Finalrunde und im Finale wartete dann der SV Weiler. Amelie Junghans sowie Nadine Schmielewski überragten dabei in der Annahme. Da Marielle und Michelle Husen jedoch zu ­viele Eigenfehler unterliefen, blieb es spannend. Leonie Wolf ersetzte dann Amelie Junghans und war gleich voll da. Dennoch ­schrumpfte der Vorsprung. Dann brachte Inge Mahler auch noch Sylvana Behrami für die letzten zwei Minuten, und der MTV rettete eine 30:29-Führung ins Ziel.

Die SAV hatte am ersten Tag in allen drei Vorrundenspielen das Nachsehen. „Die Mädchen waren ganz schön nervös und konnten ihr Potenzial nicht abrufen“, bedauerte Coach Rolf Honisch. Er habe aber ohnehin gewusst, dass es in einer Gruppe mit den Nord- und Süd-Meistern schwer werden würde. Am nächsten Tag unterlagen Charleen Jahn, Nele Balszuweit, Kassandra Slominski sowie Lea Bürger dem VfL Waiblingen mit 29:40. Im Rückspiel mit Waiblingen ging es um Rang sieben (32:36). „Wir haben in der ersten Halbzeit auch geführt. Da wäre mehr für uns drin gewesen“, betonte Rolf Honisch.

Die SAV-Jungen 11 bis 14 lagen in der ersten Hälfte der Vorrundenpartie gegen Wohnste bereits mit neun Punkten vorne. „Da habe ich mich schon entspannt zurückgelehnt“, so Honisch. Seine Mannschaft ­musste aber noch mit 29:35 die Segel streichen. ­Diese habe in allen Partien in der ersten Halbzeit gut mitgehalten, dann aber stets nachgelassen. Die Brüder Jason und Andrew Duda hatten aber auch mit Problemen am Fußgelenk zu kämpfen. Belnd Bari und Enes Mete sind zudem erst seit Anfang des Jahres dabei – das Team komplettierte Gideon Dalewski. Abschließend gab es ein 20:37 gegen Winterhagen.

Bei der männlichen MTV-Jugend (15-18) wollte der Knoten nicht platzen. Fabian Severin, Pascal Knoop, Janik Mahler, Florian Feegel, Nico Miesner und Philip Werner spielten etwas mit angezogener Hand­bremse. Dabei begann es mit einem 38:30- Triumph über den MTV Wohnste vielversprechend. Doch im Anschluss sei ihr Team ziemlich von der Rolle gewesen. „Immer wieder haben sich die Jungs bereits nach einem geringen Rückstand aufgegeben“ (Mahler). Selbst beim 30:34 gegen den Fina­listen VfL Waiblingen hielt der MTV prima mit. Fabian Severin zog sich bei der ­Schlappe gegen den TuS Westfalia Dortmund-Sölde einen Außenbandriss zu und sorgte so für einen Schock bei seinen Mitspielern. Mit einem 38:29-Sieg über den MTV Wohnste gelang ein versöhnlicher Abschluss.

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