Weyhe führt in Sebaldsbrück 2:0

Vorzeitiger Spielabbruch

Sebaldsbrück. Die Fußballer des SC Weyhe werden im Abstiegskampf der Bremer Bezirksliga sehr wahrscheinlich kampflos zu drei Punkten kommen. Die Partie beim ATSV Sebaldsbrück wurde in der 63.
29.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sven Hermann

Sebaldsbrück. Die Fußballer des SC Weyhe werden im Abstiegskampf der Bremer Bezirksliga sehr wahrscheinlich kampflos zu drei Punkten kommen. Die Partie beim ATSV Sebaldsbrück wurde in der 63. Minute beim Stande von 2:0 für die Weyher abgebrochen, nachdem mehrere Betreuer und Mannschaftsverantwortliche der Sebaldsbrücker das Spielfeld betraten und Schiedsrichter Florian Naumann sich daraufhin bedroht fühlte. Auf der nun folgenden Tagung des Sportgerichts wird die Partie vermutlich mit 5:0 für die Weyher gewertet.

Mit dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit schaukelte sich das Geschehen mehr und mehr hoch. Nach einer kurzen Unterbrechung vergas Sebaldsbrücks Murat Özbek, seine Schienbeinschoner wieder anzuziehen und handelte sich prompt die Gelbe Karte ein (46.). Kurze Zeit später regte sich Özbek über eine weitere Entscheidung auf, was ihm die Gelb-Rote Karte bescherte (48.). Das Spiel lief zunächst normal weiter. Dann foulte Gencehan Hoshaber den Weyher Jesse Wieczorek und sah Rot. Ein weiterer Sebaldsbrücker regte sich dermaßen über die Entscheidung auf, sodass auch er das Feld mit Rot verlassen musste. „Jetzt liefen einige Verantwortliche und Betreuer des ATSV in Richtung Spielfeld und Schiedsrichter. Eine direkte Bedrohung habe ich nicht erkannt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass aggressive Tätlichkeiten bevorstanden“, schilderte Weyhes Coach Julian Kreienhoop die turbulenten Ereignisse. Schiedsrichter Naumann sah sich dennoch veranlasst, das Feld zu verlassen, das Spiel abzubrechen und den Heimweg anzutreten. „Der Schiedsrichter hat meinem Trainerpartner Frank Seidel mitgeteilt, dass er sich bedroht gefühlt habe“, teilte Kreienhoop weiter mit.

Bis zum Abbruch hatten die Weyher mit 2:0 geführt und waren sportlich auf dem besten Wege, die wichtigen Zähler im Abstiegskampf einzuheimsen. Marvin Nienstermann steckte durch die Schnittstelle des ATSV hindurch zu seinem Bruder Kevin, der den Führungstreffer erzielte (15.). Zwar traf Kevin Nienstermann das Leder beim Lupferversuch nicht richtig, setzte jedoch nach und besorgte die wichtige Führung. In der 35 Minute bediente Chris Plate Kevin Nienstermann. Der zirkelte die Kugel gegen die Laufrichtung des Sebaldsbrücker Torhüters zum 2:0 ins Eck. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Kevin Nienstermann alles klarmachen können, zielte jedoch mit seinem schwächeren linken Fuß aus einem Meter knapp vorbei (43.). Zu Beginn der zweiten Hälfte verloren die Gäste zunächst die Ordnung, ehe es zum Abbruch kam.

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