Die „Schwäne“-Pokalrunde macht es möglich / Auch SVGO in Langen im Einsatz / Stedingen reist zum Jakobsberg Waldow spielt in seinem Wohnzimmer

Zwei Mannschaften, eine Pokalrunde, eine Halle: Die Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und des SV Grambke-Oslebshausen müssen am Wochenende jeweils in der Halle am Nordeschweg in Langen ran. Die „Schwäne“ am Sonnabend um 16 Uhr gegen TuRa Marienhafe, die Gelb-Blauen am Sonntag um 14 Uhr gegen die SG HC Bremen/Hastedt. Einen kürzeren Weg haben die Frauen der HSG Stedingen: Sie treffen um 15 Uhr am Jakobsberg in Bremen-Hastedt auf die HSG Delmenhorst.
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Von Olaf Kowalzik

Zwei Mannschaften, eine Pokalrunde, eine Halle: Die Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und des SV Grambke-Oslebshausen müssen am Wochenende jeweils in der Halle am Nordeschweg in Langen ran. Die „Schwäne“ am Sonnabend um 16 Uhr gegen TuRa Marienhafe, die Gelb-Blauen am Sonntag um 14 Uhr gegen die SG HC Bremen/Hastedt. Einen kürzeren Weg haben die Frauen der HSG Stedingen: Sie treffen um 15 Uhr am Jakobsberg in Bremen-Hastedt auf die HSG Delmenhorst.

Für Malte Waldow ist es, wie nach Hause zu kommen. Wenn seine Oberliga-Handballer von der HSG Schwanewede/Neuenkirchen am Sonnabend um 16 Uhr in der zweiten Pokalrunde in der Halle am Nordeschweg in Langen auf den Verbandsligisten TuRa Marienhafe treffen, dann begibt sich der Trainer der „Schwäne“ quasi in sein Wohnzimmer.

„Der TV Langen ist mein Heimatverein, hier habe ich viele schöne Jahre verbracht“, erzählt er, der selbst nur knapp zwei Kilometer von der Halle entfernt wohnt. Unmittelbar vor seinem Wechsel zur HSG Schwanewede/Neuenkirchen hatte er den Klub vor den Toren Bremerhavens sogar noch selbst von der Kreisoberliga bis in die Verbandsliga geführt. Auch die Schwaneweder Neuzugänge Lino Hintke und René Steffens hatten früher in der Jugend des TV Langen gespielt.

Umso schöner ist es für sie, dass ihr Heimatverein jetzt das Viererturnier um den Einzug in die dritte Pokalrunde Niedersachsen/Bremens ausrichtet. Ob die „Schwäne“ dabei allerdings im Endspiel um 18 Uhr auch auf den Veranstalter aus Langen treffen werden, hängt von zwei Faktoren ab: Zum einen muss der TV Langen im ersten Spiel um 14 Uhr den Oberligisten ATSV Habenhausen überraschen, danach muss die HSG Schwanewede/Neuenkirchen ihrerseits TuRa Marienhafe aus dem Weg räumen. Die Ostfriesen waren im Pokal für die HSG Varel II nachgerückt, weil die in der ersten Runde einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte.

Finale im Visier

„Ich erwarte von meinem Team, dass wir bei diesem Viererturnier ins Finale kommen. Wir wollen uns in Langen gut verkaufen“, lautet das Ziel von Malte Waldow. Sollte er im Endspiel dann nicht auf den TV Langen treffen, dann freut er sich wenigstens auf das Wiedersehen mit seinem Mentor Thomas Koch, der aktuell die Langener trainiert. „Wir sind seit 20 Jahren in Kontakt“, sagt Malte Waldow, dessen Trainerlaufbahn auf Anraten von Thomas Koch vor gut acht Jahren in der Oberliga beim TV Schiffdorf begann. Schiffdorf hatte sich damals nach 18 Spielen und nur acht Punkten von seinem Coach Lutz Habermann getrennt, Waldow schaffte bei seiner Trainerpremiere in den finalen acht Saisonspielen auf Anhieb völlig überraschend den Klassenerhalt.

Personell hat der HSG-Trainer die Qual der Wahl, auf jeden Fall sollen die Bundesliga-A-Jugendlichen Niels Huckschlag und Moritz Witzenhausen mitspielen. Läuft alles normal, dann käme es um 18 Uhr zum Oberliga-Duell gegen den ATSV Habenhausen. „Ein Weiterkommen wäre schön, ist aber nicht Pflicht“, betont Waldow, der sich auch gegen Habenhausen nicht chancenlos sieht.

Die personelle Frage stellt sich bei den Oberliga-Männern des SV Grambke-Oslebshausen gar nicht erst. Wenn der SVGO am Sonntag um 14 Uhr am Nordeschweg auf den ambitionierten Landesligisten SG HC Bremen/Hastedt trifft, ist sein Personalkorsett genauso eng geknüpft wie zuletzt beim Punktspiel in Elsfleth. „Unsere oberste Priorität lautet, ohne weitere Verletzungen aus dieser Pokalrunde herauszukommen“, betont der SVGO-Coach Gerd Anton. Er wird am Sonntag auf der Bank durch seinen Co-Trainer Marcus Schlenger vertreten.

Ansonsten sollen sich bei den Gelb-Blauen gegen den sehr gut besetzten Tabellendritten vor allem die Spieler durch höhere Einsatzzeiten weiterentwickeln, die sonst weniger zum Zuge kommen. Außerdem soll sich der Rechtsaußen Marcel Hägermann nach seiner langen Zwangspause und erst knapp zwei Wochen Training für die wichtigeren Punktspieleinsätze einspielen. Die Hastedter werden dagegen alles dransetzen, ihre erste Saisonniederlage zu Hause gegen den TSV Altenwalde und den Sturz von der Tabellenspitze mit einem Sieg über den SVGO vergessen zu lassen. Beim SVGO-Vorbereitungsturnier hatten die Gelb-Blauen gegen ihren Pokalrivalen nur knapp mit 21:22 die Oberhand behalten. Der Sieger der Partie spielt gleich um 16 Uhr weiter um den Einzug in die dritte Pokalrunde. Gegner ist der Gewinner der vorangegangenen Begegnung TV Langen II (Landesliga) gegen TvdH Oldenburg (Oberliga).

Grippewelle grassiert

Nicht ganz so weit reisen die Bremenliga-Frauen der HSG Stedingen. Das Team von Trainer Rolf Dierks hatte sich als Kreispokalfinalist für den nächsthöheren Pokal qualifiziert und ist dort das klassentiefste Team. Es trifft am Sonntag um 15 Uhr am Bremer Jakobsberg auf die HSG Delmenhorst. „Für uns ist es eine willkommene Gelegenheit, um während der Punktspielpause im Spielrhythmus zu bleiben“, sagt Rolf Dierks. Gegen den zwei Klassen höheren Landesligisten erwartet er, „dass sich meine Mannschaft richtig wehrt.“ In seinem Team grassiert zurzeit die Grippewelle, trotzdem hofft er auf ein komplettes Aufgebot. Der Sieger trifft um 17 Uhr auf den Gewinner der Begegnung Hastedter TSV (Landesliga) gegen HSG Wilhelmshaven (Oberliga).

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