Handball In knapp zwei Wochen fällt nun die Entscheidung

Die höherklassigen Handball-Teams der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und des SV Grambke-Oslebshausen können sich den 15. Februar im Kalender rot anstreichen.
01.02.2021, 12:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Die höherklassigen Handball-Teams der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und des SV Grambke-Oslebshausen können sich den 15. Februar im Kalender rot anstreichen. An dem Abend wollen die Mitglieder des Präsidiums und des erweiterten Präsidiums des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) über einen etwaigen Saisonabbruch der Verbandsspielklassen und mögliche Folge-Szenarien beraten. Das teilten der HVN-Präsident Stefan Hüdepohl und Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im HVN und im Bremer Handballverband (BHV) mit.

Der BHV ist im HVN-Präsidium mit vertreten, betroffen sind von den Beratungen die Spielklassen von der Oberliga bis hinunter zur Landesklasse. Deshalb blicken sowohl die Männer-Mannschaften der HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Oberliga/Landesliga) als auch die Teams des SV Grambke-Oslebshausen (Landesliga Männer/Landesklasse Männer und Frauen) mit Spannung auf den Termin in knapp zwei Wochen.

Hüdepohl und Schoof hatten sich mit rund 100 Vertretern der Ober- und Verbandsligisten der Männer und Frauen über die Folgen der Corona-Pandemie in den Spielklassen ausgetauscht. Laut HVN-Pressemitteilung halten Hüdepohl, Schoof und die an die 100 Teilnehmer der Online-Dialoge eine landesweite Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes Mitte Februar und einen Saison-Re-Start im März für mehr als unwahrscheinlich.

„Dennoch warten wir vor einer endgültigen Entscheidung die Ergebnisse der nächsten Bund-Länder-Konferenz sowie den folgenden Austausch der Präsidenten der Landesverbände im Deutschen Handballbund ab“, betont Hüdepohl. Die nächste Bund-Länder-Konferenz wird für die zweite Februarwoche erwartet.

Der nächste Austausch der Landesverbandspräsidenten im Deutschen Handballbund (DHB) ist für den 13. Februar angesetzt. „Danach wissen wir hoffentlich, unter welchen Rahmenbedingungen wir weiterplanen können“, erklärt Hüdepohl. „Alles andere wäre Spekulation.“

Jens Schoof räumt ein, dass „wir am Tropf der 3. Liga hängen.“ Die 3. Ligen befinden sich in Zuständigkeit des DHB. Ähnlich wie die Spieltechniker des HVN hätten die des Spitzenverbandes bereits verschiedene Szenarien für einen Re-Start, aber auch für einen Saisonabbruch entwickelt. Allerdings unter anderen Rahmenbedingungen wie die, die für die Spitzenligen der Landesverbände gelten: „Die 3. Ligen sind als Profiligen eingestuft“, so Schoof.

Unabhängig von den aktuellen Überlegungen des DHB gehen Schoof und Hüdepohl davon aus, dass der DHB im zweiten Quartal dieses Jahres von den Landesverbänden die Meldungen von Aufsteigern für die 3. Ligen abfordert. „Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Schoof. Angedacht sei, im Fall eines Saisonabbruchs bei den niedersächsischen und bremischen Oberligisten das Interesse an einem Aufstieg abzufragen.

„Unser Wunsch bleibt, unter den Interessenten sportlich den Aufsteiger zu ermitteln, wenn es wieder möglich ist; gegebenenfalls auch mit Corona-Schnell-Tests von Spielern und Schiedsrichtern.“ Details kläre man derzeit. In der Tendenz hätte sich die vom HVN-Präsidium eingesetzte Task Force Spielbetrieb in allen übrigen Klassen in Zuständigkeit des Verbandes dafür ausgesprochen, auf Auf- und Abstiegsspiele zu verzichten.

„Das würde bedeuten, alle Mannschaften würden in der Saison 2021/2022 in den Spielklassen an den Start gehen, wie es für die aktuelle Saison geplant war. Auf- und Absteiger würde es dann nicht geben“, erläutert Jens Schoof. „Wir müssen uns den Tatsachen stellen und jetzt ein Höchstmaß an Flexibilität beweisen, auch wenn uns der Zugang zu den Sporthallen noch länger verwehrt ist“, sagt Stefan Hüdepohl. Handball auf Rasen und Sand seien im späten Frühjahr und frühen Sommer geeignete Alternativen, „um unsere Mitglieder beim Handball zu halten.“ Bei der Entwicklung der Konzepte müssten der Verband, die Regionen und die Vereine Hand in Hand arbeiten.

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