Internationaler Jugendcup in Delmenhorst Weiterer Topverein gibt seine Zusage

Delmenhorst. Michael Zoll hatte angekündigt, dass noch zwei bekannte Topklubs ihre Zusage für den Internationalen Jugendcup geben werden. Die Hälfte seines Versprechens hat der Sportliche Leiter des großen U11-Fußballturniers jetzt eingelöst.
10.04.2013, 05:00
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Weiterer Topverein gibt seine Zusage
Von Christoph Bähr

Delmenhorst. Zwei Weltpokale, ein Champions-League-Titel, ein Europapokal der Landesmeister, ein Uefa-Cup- und zuletzt 2011 ein Europa-League-Triumph – die Trophäensammlung des FC Porto ist wahrlich imponierend, kann aber auch abschreckend wirken.

"An die habe ich mich lange nicht rangetraut", gibt Michael Zoll zu, der als Sportlicher Leiter des Internationalen Jugendcups der Volksbanken Raiffeisenbanken durchaus Erfahrung im Umgang mit den Verantwortlichen internationaler Topklubs hat.

Der Zufall spielte ihm jedoch in die Karten: Auf Einladung der Deutsch-Tschechischen Fußballschule stellte Zoll vor einiger Zeit das große Delmenhorster U11-Turnier in der tschechischen Botschaft in Berlin vor. Dort waren auch Vertreter des FC Porto anwesend, und der Jugendcup-Organisator knüpfte erste Kontakte. Die Verhandlungen nahmen anschließend ihren Lauf, und jetzt ist es schriftlich fixiert: Die U11 des portugiesischen Vorzeigeklubs läuft am 15. und 16. Juni im Stadion an der Düsternortstraße auf.

"Darauf bin ich mächtig stolz", betont Zoll, der erstmals ein Team aus Portugal verpflichten konnte. Bei der besagten Zusammenkunft in der tschechischen Botschaft referierten die Gesandten aus Porto über ihre Trainingsmethoden – und hinterließen Eindruck: "Die Jugendarbeit dort ist hochprofessionell. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Spieler technisch versiert sind", erzählt Zoll. Für ihn ist daher klar, dass mit dem FC Porto, in dessen Profikader so klangvolle Namen wie Joao Moutinho oder Maicon stehen, beim Internationalen Jugendcup zu rechnen sein wird: "Die kommen in jedem Fall in die Masterrunde."

Während Zoll also aus Portugal positive Nachrichten erhielt, erreichte ihn aus Dänemark eine negative Botschaft. Die Nachwuchskicker des FC Kopenhagen kommen doch nicht nach Delmenhorst. Wer dafür nachrückt, ist noch offen. Somit sind aktuell zwei Plätze frei im Starterfeld, das auf 54 Mannschaften aufgestockt wurde (wir berichteten). Ein Ticket hält Zoll für einen weiteren Hochkaräter zurück, mit dem er noch verhandelt.

Klar ist für den Sportlichen Leiter aber bereits jetzt: "So gut besetzt wie dieses Mal war der Jugendcup bislang nie. Wir haben das Teilnehmerfeld aus dem Vorjahr getoppt." In der Tat weckt das U11-Turnier bei seiner zehnten Auflage Erinnerungen an große Europapokalspiele: Lazio Rom kommt aus Italien, der FC Fulham vertritt England, und die spanischen Jugendfußballer des FC Malaga sorgen für einen kleinen Hauch von Champions League. Dazu kommen der tschechische Traditionsverein Sparta Prag und eine brasilianische Auswahl mit dem Namen Seleção Gaúcha.

Gut möglich, dass Michael Zolls großer Traum angesichts dieser Ansammlung von Topteams in diesem Jahr in Erfüllung geht. "Ich möchte, dass einmal ein ausländischer Klub den Jugendcup gewinnt", sagt er schon seit Jahren.

Die bisherigen neun Turniere gewannen ausschließlich deutsche Mannschaften, zuletzt der Außenseiter Eintracht Dortmund. Nicht einmal Juventus Turin, Inter Mailand oder dem AS Monaco gelang es in der Vergangenheit, diese Phalanx zu durchbrechen. Im Juni versucht es der FC Porto, der sich in Delmenhorst unter anderem gegen die Jugendteams von elf deutschen Bundesligisten behaupten muss. Zum Favoritenkreis müssen die Portugiesen fraglos gezählt werden, denn wie man Pokale holt, dürften in einem derart erfolgreichen Klub auch schon die U11-Fußballer wissen.

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