Fußball

Wende für den Brinkumer SV kommt von der Bank

Nach einem frühen Gegentor liegt der Brinkumer SV trotz der besseren Chancen lange Zeit zurück beim ESC Geestemünde. Dann aber drehen zwei Eingewechselte das Spiel.
20.10.2019, 15:24
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup
Wende für den Brinkumer SV kommt von der Bank

Durfte nach seiner Einwechslung gleich doppelt jubeln: Brinkums Marcel Dörgeloh.

Thorin Mentrup

Der Brinkumer SV lässt nicht locker und beißt sich mit dem sechsten Sieg in Folge im oberen Tabellendrittel der Fußball-Bremen-Liga fest. Trotz eines frühen Rückstands gewann die Elf vom Brunnenweg am Sonntagmittag beim ESC Geestemünde in Bremerhaven deutlich mit 4:1 (0:1). „Wir sind sehr zufrieden, vor allem weil wir auch fußballerisch wieder besser waren als zuletzt. Die Jungs haben eine starke Leistung gezeigt. So kann es weitergehen“, zog Trainer Mike Gabel ein rundum positives Fazit.

Dabei hatte der Tag mit wenig erfreulichen Nachrichten begonnen: Torhüter Kevin Kuhfeld musste passen, und auch Hamudi Taha konnte nicht auflaufen. Jan Hendrik Gronewold rückte zwischen die Pfosten, für Taha rutschte Nicolai Gräpler ins Team und feierte damit sein Comeback nach rund siebenwöchiger Verletzungspause. „Beide haben es gut gemacht“, zeigte sich Gabel zufrieden. Wobei sich Gronewold kaum einmal auszeichnen konnte. Beim Elfmetergegentor durch Bruno da Silva Oliveira war er machtlos (8.), danach musste er kaum noch einmal eingreifen. Die wenigen Schüsse, die der ESC meist aus der Distanz abfeuerte, waren kein Problem.

Die Gäste spielten sich dagegen schon im aus ihrer Sicht torlosen ersten Durchgang immer wieder in die gefährlichen Räume. Ein unermüdlicher Antreiber war Maximilian Wirth auf der rechten Seite. „Über ihn sind fast alle Angriffe gelaufen. Er hat bestätigt, was er in der Trainingswoche gezeigt hat“, lobte Gabel den Flügelspieler. Wenn das Aluminium nicht im Weg gestanden hätte, dann hätten die Brinkumer schon frühzeitig für klare Verhältnisse gesorgt. Diyar Kücük scheiterte je einmal an Latte und Pfosten, Sturmkollege Saimir Dikollari traf ebenfalls den Pfosten. „Wenn es ganz blöd läuft, wird das so ein Klassiker, bei dem man drei Stunden spielen kann, aber das Tor doch nicht macht“, meinte Gabel. Das hätte sein Team allerdings nicht verdient gehabt, dafür habe es zu dominant gespielt und auch fußballerisch zu gut agiert. Nur die Belohnung ließ zunächst auf sich warten.

Das änderte sich dann im zweiten Durchgang – auch weil die Brinkumer Wechsel saßen: Zunächst kam Marcel Dörgeloh für Hasan Dalkiran ins Spiel, dann auch Kevin Artmann für Nicolai Gräpler. Mindestens einer dieses Duos war an allen vier Brinkumer Toren beteiligt. Artmann stand gerade erst auf dem Platz, als er einen Diagonalball Kerem Sahans technisch anspruchsvoll volley in den Lauf Dikollaris legte, der sich noch einmal um die eigene Achse drehte und dann eiskalt vollstreckte (60.). Bei der Führung spielte Hyoungbin Park einen Doppelpass mit Artmann und setzte dann Dörgeloh in Szene, dessen eigentlich haltbarer Schuss mit Hilfe von Keeper Ansar Pazhigov den Weg ins Tor fand (64.).

Gabel freute sich darüber, dass seine Elf in der Folge nicht nachließ. „Wir haben weiter Druck gemacht und Spaß am Fußballspielen gehabt“, sah er viele gelungene Kombinationen gegen die Gastgeber, die kaum noch Schritt halten konnten. Und nun, da der Brinkumer Knoten erst einmal gelöst war, waren die weiteren Tore die logische Konsequenz. Artmann fand mit seinem Zuspiel – natürlich – Dörgeloh, der von der Grundlinie aus in die Mitte legte, wo Kücük prallen ließ und Artmann aus wenigen Metern alles klar machte (68.). In nicht einmal zehn Minuten hatte der BSV für klare Verhältnisse gesorgt. Doch genug hatten die Gäste noch nicht und legten mit dem schönsten Tor des Tages noch einen drauf: Park schaltete nach einer Grätsche von Kapitän Esin Demirkapi blitzschnell um und schickte Dikollari auf der linken Seite auf die Reise. Der Angreifer behauptete den Ball legte in die Mitte zu Kücük, der mit viel Übersicht auf Dörgeloh weiterleitete. Aus wenigen Metern war das vierte Tor für den Mittelfeldspieler nur noch Formsache. „Ein toller Angriff. Das war vier Mal ein Kontakt“, schwärmte Gabel von dem Treffer, der den starken Brinkumer Auftritt perfekt abrundete.

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