Weibliche Handball-Jugendteams fahren Siege ein - A-Jugend gewinnt Derby gegen Komet Arsten mit 29:21 Werder-Nachwuchs in der Erfolgsspur

Östliche Vorstadt. So kann es beim höher spielenden Handball-Nachwuchs des SV Werder Bremen gerne weitergehen. Am vergangenen Spieltag fuhren sowohl dessen weibliche A- als auch die B- und C-Jugend Siege ein.
06.12.2018, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Östliche Vorstadt. So kann es beim höher spielenden Handball-Nachwuchs des SV Werder Bremen gerne weitergehen. Am vergangenen Spieltag fuhren sowohl dessen weibliche A- als auch die B- und C-Jugend Siege ein. Die B-Mädchen haben dabei beste Chancen, neben ihrer A- und der C-Jugend in die Oberliga einzuziehen.

Die weibliche A-Jugend tat sich in der Oberliga-Vorrunde beim 29:21 (17:15)-Heimsieg über den TuS Komet Arsten in den ersten 30 Spielminuten recht schwer. „Wir hatten in der Abwehr die Zweikämpfe nicht konsequent bis zum Pfiff geführt und uns im Angriff zu viele Fehlwürfe erlaubt“, monierte Werders Trainer Dominic Buttig im Stadtderby. Dadurch waren die Gäste aus dem Süden der Stadt mit 3:1 in Führung gegangen, bevor Luca Emilie Bösert, Hanna Ferber-Rahnhöfer und Nina Engel den Spieß nach dem 3:4 erstmals zum 6:4 umdrehten (11.).

Trotzdem verlief das Nachbarschaftsderby bis zur Halbzeit Spitz auf Knopf, in dem Werders Keeperin Larissa Gärdes den Zwei-Tore-Vorsprung mit vielen Paraden absicherte. Nach dem Wiederanpfiff kam ein verbessertes Zweikampfverhalten der Grün-Weißen hinzu, bei denen insbesondere Lisa Harjes in der Verteidigung gefiel. „Wir haben am Ende sogar elf Minuten lang keinen Gegentreffer kassiert“, lobte Dominic Buttig. Er meinte damit die Phase, in der sich seine ohnehin schon für die Oberliga qualifizierte Mannschaft vom 24:21 auf den 29:21-Endstand absetzte. Die Vorentscheidung hatten jedoch schon vorher Sarah Seidel, Alicia Rißland (2) und Marie Majewski mit vier Toren in Folge zum 23:18 eingetütet (42.).

SV Werder Bremen: Hohmann, Gärdes; R. Engel, Harjes (1), Dörgeloh, Conze (4/1), N. Engel (7), Seidel (2/1), Hertes, Majewski (6), Schengalz (1), Bösert (1), Ferber-Rahnhöfer (3), Rißland (4).

Die weibliche B-Jugend des SV Werder Bremen landete mit dem 32:27 (14:16) bei GW Mühlen einen ganz wichtigen Sieg. Sie darf sich dadurch als aktueller Tabellenzweiter mit 10:2 Punkten große Hoffnungen auf den Einzug in die Oberliga machen. Gefahr droht ihr lediglich vom Tabellenvierten JSG Wilhelmshaven (6:6 Punkte), auf den sie noch am letzten Spieltag treffen werden.

„Wir haben uns mit der Spielweise von Mühlen sehr schwer getan“, sagte der SVW-Trainer Dominic Buttig. Seine Mannschaft erwischte mit dem 10:5-Zwischenstand von Amelie Mackowiak einen guten Start (15.), als ein Bruch ins Bremer Spiel kam und die Gäste in der Folgezeit zu unvorbereitet abschlossen. Dadurch verkürzten die Niedersachsen auf 9:10 und wendeten das Blatt zum Seitenwechsel sogar zum 16:14.

Umso deutlicher fiel die anschließende Pausenansprache des Werder-Trainers aus, die umgehend Wirkung zeigte. Denn von nun an spielten die Grün-Weißen disziplinierter, ohne dabei jedoch zu glänzen. Immerhin zeigten beim SVW Amelie Mackowiak und Alicia Rißland ein gutes Spiel, die sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ein gutes Zweikampfverhalten an den Tag legten.

Dadurch drehte der SV Werder den Spieß innerhalb von drei Minuten durch den Treffer von Eske Dörgeloh zum 18:17 um und setzte sich nach dem 25:24 durch die Tore von Nina Engel (3), Amelie Standke und Alicia Rißland vorentscheidend auf 30:25 ab (44.). „Das war ein wichtiger Sieg“, atmete Dominic Buttig auf. Seine Mannschaft könnte den Oberliga-Aufstieg schon im Heimspiel am 14. Dezember mit einem Punktgewinn zu Hause gegen den Tabellennachbarn BV Garrel unter Dach und Fach bringen.

SV Werder Bremen: Hohmann, Hinrichs; Kreft (1), Budde (2), Ließmann, Engel (10), Rißland (9), Wehlau, Mackowiak (5), Standke (4/2), Dörgeloh (1).

Die weibliche C-Jugend des SV Werder Bremen marschiert in der Oberliga von Erfolg zu Erfolg. Das 22:12 (13:3) beim VfL Horneburg ist ihr dritter Sieg im dritten Spiel, mit dem das Team seine Tabellenführung verteidigte. „Die Grundlage des Erfolgs war unsere energische Abwehrleistung in der ersten Hälfte“, lobte Werders Trainer Jens Paeslack. Es war schon stark, wie gut sich die Grün-Weißen beim Verschieben im Deckungsverband untereinander absprachen und mit einer hohen Grundaggressivität verteidigten. Hinter dem Bollwerk stand eine gut aufgelegte Lea Schikora im Tor, die schon in der sechsten Spielminute einen Siebenmeter parierte. Im Angriff sorgten wiederum Lisa Mackowiak, Gesa Behrens und Jasmin Jarocki mit gut funktionierenden, eingespielten Auslösehandlungen für die 13:3-Pausenführung.

Dem überlegenen Auftritt standen im zweiten Durchgang zehn schwache Auftaktminuten gegenüber, in denen sich die Gäste einige technische Ballverluste im Angriff erlaubten und in der Abwehr zu ungestüm heraustraten. Die Niedersachsen nutzten das, um auf 7:13 zu verkürzen.

Mehr ließ der Spitzenreiter nicht zu. Er fand durch die überlegten Kreisanspiele von Annika Paeslack auf die treffsichere Jasmin Jarocki und der einlaufenden Gesa Behrens zur Spielsicherheit zurück und machte mit dem Zwischenspurt zum 17:8 endgültig alles klar (38.). „Unser Sieg war zu keiner Zeit gefährdet, das war ein toller Mannschaftserfolg“, betonte Jens Paeslack.

SV Werder Bremen: Schikorra, Rau; Krawutschke (1), Jakobi, Schmiemann, Otto, Jarocki (7/2), Paeslack (4/1), Mackowiak (5), Behrens (5).

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