Lokalsport vor 25 Jahren Werder-Profis genießen in Ottersberg ihre Bratwurst

Blick zurück auf die Höhepunkte der Region im März 1994: Die SG Achim/Baden feierte gleich doppelt, Rosenborg Trondheim war in Ottersberg zu Gast und eine Gruppe Achimer traute sich in die Hölle von San Siro.
22.03.2019, 14:24
Lesedauer: 3 Min
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Werder-Profis genießen in Ottersberg ihre Bratwurst
Von Patrick Hilmes

Auch vor 25 Jahren wurde bereits beim Achimer Kurier und den Verdener Nachrichten Zeitung gemacht – und natürlich auch über den Lokalsport berichtet. In den kommenden Zeilen blicken wir zurück auf die sportlichen Höhepunkte des Monats März im Jahr 1994.

In der Hölle von San Siro

Per Bus machte sich der Achimer Fanclub „Pegasus“ auf nach Mailand, wo das Gruppenspiel der Fußball-Champions-League zwischen dem AC Mailand und dem SV Werder Bremen im Giuseppe-Meazza-Stadion stattfand. Mit dabei waren unter anderem Marco Hantke, Thomas Mindermann und Marcus Kollek. Werder verlor das Spiel mit 1:2 gegen den Favoriten und schied in der Gruppenphase aus. Heute kaum noch vorstellbar, aber Milan galt damals als eines der besten Teams der Welt mit Spielern wie etwa Paolo Maldini.

Bezirkspokal-Halbfinale

Rüdiger Klein avancierte zum Matchwinner im Fußball-Bezirkspokal-Halbfinale zwischen dem TSV Ottersberg und dem TV Sottrum. Mit den Toren zum 1:0, 2:0 und 3:0 erledigte Klein den TV Sottrum quasi im Alleingang. Für den Endstand zum 4:0 war Wolfgang Liepold verantwortlich. Während Klein, Vico Liegmann und Thomas Ziegler bei den Wümmekickern besonders brillierten, enttäuschte der TV Sottrum auf ganzer Linie.

Zwei Titel für die SG Achim/Baden

30:28 – mit diesem Heimerfolg über den TV Bissendorf beendete die SG Achim/Baden die Handball-Oberliga-Saison. Bereits zwei Spieltage zuvor hatte sich die Spielgemeinschaft unter Trainer Rolf Harjes die Meisterschaft gesichert. Im April ging es dann in der Regionalliga-Aufstiegsrunde weiter. Eine Woche nach dem Heimerfolg der ersten Mannschaft durfte auch die Reserve der SG Achim/Baden feiern. Sie krönte die Saison in der Bezirksliga Süd mit dem Meistertitel und dem damit einhergehenden Verbandsliga-Aufstieg. Vor knapp 100 Zuschauern hatte die Zweite die HSG Barnstorf-Diepholz II mit 32:16 aus der Halle gefegt.

Verdener Handballer drohen mit Streik

Sportlich gesehen war beim TSV Verden alles gut. Die Regionalliga-Handballer von Coach Lüder Bischoff hatten sich als Vierter der Tabelle für die im April anstehende Play-off-Runde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga qualifiziert. Doch die Vorbereitungen auf die erste Partie gegen den MTV Celle wurden gestört, weil einige Spieler mit Streik drohten. Der Grund: Einige Akteure hatten seit fünf Monaten ihre Prämien nicht erhalten.

Marco Genee unter falschem Namen?

Marco Genee hatte bereits in seiner Laufbahn die Trikots der Amateure des SV Werder Bremen, des VfB Oldenburg und des TSV Verden getragen, ehe er das des Rotenburger SV überstreifte. Doch das soll er in einem Testspiel gegen den TSV Fischerhude getan haben, obwohl keine Freigabe seitens des NFV vorlag. Zudem soll Marco Genee unter falschem Namen aufgelaufen sein. Ihm drohte eine Sperre von einer halben Saison.

Hochwasserrallye des WSV Verden

500 Paddler nahmen an der 15. Auflage der Hochwasserrallye des WSV Verden teil. Darunter auch der 82-jährige Mülheimer Heinz Brinkmann. Die Athleten trotzten Wind, Wetter und Strömungen. Die mit der größeren Ausdauer ließen ihre Boote in Celle zu Wasser, die anderen starteten in Hodenhagen. Sie alle hatten das Ziel Verden.

Rosenborg Trondheim in Ottersberg

Internationaler Fußball wurde rund 250 Zuschauern in Ottersberg geboten. In einem Freundschaftsspiel empfingen die Amateure des SV Werder Bremen den damals amtierenden norwegischen Meister und Europapokal-Teilnehmer Rosenborg Trondheim. Unter den Bremer Amateuren tummelten sich auch vier Ottersberger: Rüdiger Klein, Ralf Schumacher, Michael von der Kammer und Frank Purnhagen. Die Norweger unterlagen den Gastgebern, die sich durch Hansi Gundelach und Marinus Bester mit zwei Werder-Profis verstärkt hatten, mit 1:2. Apropos Profis: Unter den Zuschauern waren auch die Werder-Spieler Mirko Votava, Marco Bode und Rune Bratseth vertreten, von denen sich zumindest die beiden Letztgenannten eine Bratwurst schmecken ließen.

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