Borgfeld Ex-Fußballcoach Arambasic blickt auf sportliches Event bei Hannover 96 zurück Wertvolle Hospitation bei Valérien Ismaël

Kristian Arambasic, der Ex-Fußball-Trainer des SC Borgfeld, war Zaungast bei bei Hannover 96 U23. Hier hatte er auch Kontakt mit dem Ex-Profi Valérien Ismaël.
13.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Kristian Arambasic, der Ex-Fußball-Trainer des SC Borgfeld, war Zaungast bei bei Hannover 96 U23. Hier hatte er auch Kontakt mit dem Ex-Profi Valérien Ismaël.

Borgfeld. "Es ist mein Traum, sieben Mal in der Woche mit meiner Mannschaft zu trainieren", sagt Kristian Arambasic. Diesen Traum lebt der A-Lizenz-Inhaber vom Fußball-Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack derzeit noch häppchenweise aus. Im November 2011 hospitierte er beim damaligen Drittligisten Werder Bremen II unter Trainer Thomas Wolter, jetzt blickte er Valérien Ismaël bei Hannover 96 U23 über die Schulter. Arambasic, der am 7. Mai (18.45 Uhr) mit der SAV im Lotto-Pokal-Halbfinale bei dem früher von ihm trainierten SC Borgfeld antritt, begleitete sieben Trainingseinheiten bei den Regionalliga-Herren und fünf bei den U17- und U19-Bundesligamannschaften. Spannend war die zweite Hospitation im bezahlten Fußball auf jeden Fall, denn Werder Bremens langjähriger Innenverteidiger Valérien Ismaël war das ganz große Vorbild des damaligen VfL 07-Innenverteidigers Arambasic.

Halbstündiges Passtraining

Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen internationalen Spitzenverteidiger hatte sogar ein besonderes Highlight. Da durfte Arambasic unvorbereitet mit einer siebenköpfigen Gruppe ein halbstündiges Passtraining mit abschließendem Torschuss leiten. "Ich habe eine positive Resonanz bekommen", wusste Arambasic nach einem Gespräch mit Valérien Ismaël im Büro, dass er seine Sache gut gemacht hatte. Gesprochen wurde insgesamt längst nicht so viel wie seinerzeit mit Thomas Wolter, mit dem er auch sehr schnell per Du gewesen war, berichtete Kristian Arambasic: "Aber was Valérien Ismaël gesagt hat, das hatte Hand und Fuß." Arambasic beschreibt den Franzosen als einen "Menschen, der eine unglaubliche Aura hat" und findet ihn im positiven Sinne "unantastbar". Der SAV-Trainer hat schnell erkannt, dass man auf ihn zugehen müsse. Valérien Ismaëls Umgang mit der Mannschaft von Hannover 96 U23 hat Arambasic als "gute Balance zwischen Distanz und Nähe" empfunden.

Besonders wertvoll war es für Arambasic, den Trainingsbetrieb als Außenstehender zu verfolgen und nicht selbst in der Verantwortung und im Fokus zu stehen. Das jetzt Gesehene auf die eigene Trainingsarbeit zu übertragen, sei indes nur sehr bedingt möglich. Denn während mit den gut ausgebildeten 96-Kickern schwerpunktmäßig im Bereich Athletik und Mannschaftstaktik gearbeitet werden konnte, käme im Bremer Amateur- und Jugendbereich immer noch das komplexe Gebiet Technik hinzu. Taktisch gesehen bekam Arambasic tiefere Einblicke in die Mittelfeldraute, die Valérien Ismaël in Hannover spielen lässt. Wichtige Einblicke, denn der SAV-Trainer will seine Mannschaft taktisch flexibler machen und auf verschiedene Systeme auch während eines Spiels einstellen und sich auf diese Art und Weise natürlich auch fortbilden: "Man lernt viel in kurzer Zeit. Davon profitiert auch meine Mannschaft."

Dass Hannover für den fußballverrückten Kristian Arambasic nicht die zweite und zugleich letzte Station in Sache Hospitation war, versteht sich von selbst. "Ich möchte in den Herbstferien den nächsten Verein ansteuern", kündigte der 35-Jährige folglich an und hat da auch schon einen Favoriten für diese Vorhaben im Visier: "Mein Traum ist es, Torsten Lieberknecht in Braunschweig zu begleiten." Geht der Traum in Erfüllung, würde er im Herbst möglicherweise Erstliga-Terrain betreten. Denn auf dem Weg dorthin befindet sich die Eintracht ja als aktueller Tabellenzweiter der 2. Bundesliga. Da sich Lieberknecht und Arambasic aus der Trainerausbildung in Hennef kennen, scheint dieser Traum zumindest nicht unerreichbar.

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