Kommentar über die Finals in Berlin Wettbewerb

In Berlin wurden an einem Wochenende in zehn Sportarten die deutschen Meister gekürt. Brillante Idee, denn nur mit solchen Multisport-Events kann man dem Fußball das Wasser reichen, findet Mathias Sonnenberg
04.08.2019, 21:54
Lesedauer: 1 Min
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Wettbewerb
Von Mathias Sonnenberg

Am Fußball führt kein Weg vorbei. Das mag für viele Sportler frustrierend sein, ist aber eine Tatsache. Da hilft auch kein Jammern oder die ewige Nörgelei, dass der Fußball dem Sport das ganze Geld entzieht. Wie es gehen kann, zeigten die Finals 2019 in Berlin. 3000 Athleten kämpften ein Wochenende lang um die deutschen Meisterschaften in zehn Sportarten. ARD und ZDF übertrugen die Wettbewerbe stundenlang live, viel mehr Aufmerksamkeit geht nicht.

Die Veranstalter schlagen den richtigen Weg ein. Anstatt die Titelkämpfe an verschiedenen Wochenenden in verschiedenen Städten auszutragen, werden sie zu einem Event zusammengefasst, das so plötzlich massentauglich ist. Es ist ja das Phänomen Olympia: Wer erst mal dabei ist, interessiert sich plötzlich für Sportarten, die vorher kaum registriert wurden.

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Und so bekommen eben auch Sportler aus kleineren Sportarten die Chance, sich im Licht der Öffentlichkeit über Erfolge zu freuen. Diese Multisport-Events sind so die einzige Möglichkeit, dem Fußball wenigstens ab und an das Wasser zu reichen. Die Finals in Berlin haben diese Chance brillant genutzt.

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