Volleyball-Landesliga 5 Weyhe legt furioses Saisonfinale hin

Weyhe. Riesenjubel bei den Volleyball-Herren des SC Weyhe: Die Mannschaft von Trainerin Britta Weiner ist am finalen Spieltag der Landesliga 5 dank zweier furioser Siege noch auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt.
13.03.2012, 05:00
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Weyhe legt furioses Saisonfinale hin
Von Jens Hoffmann

Weyhe. Riesenjubel bei den Volleyball-Herren des SC Weyhe: Die Mannschaft von Trainerin Britta Weiner hat das geschafft, was die wenigsten Außenstehenden für möglich gehalten haben. Sie rückte am finalen Spieltag der Landesliga 5 dank zweier furioser Siege gegen den TV Baden und die VG Münchehagen/Hagenburg noch auf Tabellenplatz zwei vor und darf jetzt die Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga bestreiten. Am 14./15. April entscheidet sich, ob die Weyher in die höhere Spielklasse zurückkehren werden.

SC Weyhe - TV Baden 3:1 (25:17, 19:25, 26:24, 25:23).Mit vielem hätten die Weyher, die Gastgeber des finalen Spieltags in der KGS Leeste waren, im Vorfeld der Partie gegen den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter und sicheren Meister gerechnet - aber nicht damit, dass sich zu dem Wust an Unwägbarkeiten auch noch Personen gesellten, die diesbezüglich niemand auf der Rechnung hatte: die Männer vom Schiedsgericht, die ja eigentlich als unparteiisch gelten. Allerdings wurden mit der Leitung dieser Partie just Schiris von der VG Münchehagen beauftragt, die bekanntlich mit den Weyhern um Platz zwei kämpfte. Der SCW durfte sich maximal einen Satzverlust erlauben - das war die Ausgangslage.

Was dann geschah, beschreibt Weyhes Sven Meier wie folgt: "Es gab einige sehr, sehr strittige Entscheidungen, die waren teilweise ohne Sinn und Verstand. Selbst die Badener haben gemerkt, dass die Schiedsrichter die Partie in eine bestimmte Richtung lenken wollten", so Meier über ein seltsames Szenario. Doch obwohl die Sätze drei und vier am Ende äußerst knapp waren, setzten sich die SCW-Herren jeweils durch. Das 3:1 war perfekt, jetzt kam es auf das folgende Duell just gegen die Münchehagener an. "Und es war ja wohl klar, dass wir jetzt doppelt motiviert waren", so Sven Meier. Der allgemeine Tenor sei gewesen: "Denen zeigen wir es!", bestätigte Britta Weiner. So kam es denn auch. . .

SC Weyhe - VG Münchehagen/Hagenburg 3:0 (25:19, 25:17, 25:23).Klar war: Die VG befand sich als Tabellenzweiter in der komfortableren Situation. Dem Dritten Weyhe konnte nur noch ein klarer Sieg helfen. Zu diesem Zweck hatten sich die Gastgeber eine besondere taktische Variante ausgedacht. Sie setzten ihre sehr starke Mitte nur sporadisch ein, um damit a) wiederholt für einen Überraschungsmoment zu sorgen, dafür aber b) diesen Spielzug umso zielgerichteter und effektiver einzusetzen. Das gelang. Die Weyher hatten aus dem Hinspiel gelernt, als "wir unsere Mitte gar nicht zur Geltung bringen konnten", so Sven Meier.

Diesmal war alles anders. Neben der spielerischen Disziplin agierten die Weyher auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, die sie in positive, weil gewinnbringende Aktionen kanalisierten. Weyhe war aggressiv, verlor dabei aber nie den Überblick. "Als Mannschaft haben wir sensationell gut gespielt", betonte Meier, "wir haben keinen Ball verloren gegeben und eine Top-Einstellung an den Tag gelegt".

Selbst ein spannender dritter Durchgang brachte den SCW letztlich nicht aus dem Konzept, weil die Konzentration über die gesamte Partie gleichbleibend hoch war. Die Weyher waren mit ihrer Aufgabe fest verwurzelt und belohnten sich letztlich zurecht für den hohen Aufwand. Die rund 150 Zuschauer waren begeistert, sie hätten für eine "bombastische Stimmung" gesorgt, lobte Meier.

Jetzt hoffen die Weyher, dass sie diese Unterstützung noch einmal erfahren dürfen - beim Relegationsturnier Mitte April. Der SCW bewirbt sich um die Austragung, eine Entscheidung des Verbandes sei innerhalb der nächsten Woche zu erwarten, hofft Meier.

So oder so. Die junge Truppe geht die entscheidenden Partien gegen den TSV Oerel-Barchel und den Sieger des Duells SC Melle gegen VSG Hannover IV zuversichtlich an, sie will aufsteigen. "Und der Trend der vergangenen Wochen spricht eigentlich für uns", ergänzt Sven Meier.

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