A-Junioren schnell auf Verliererstraße

Weyhe überhört den Anpfiff

Weyhe. Sie waren so gut in das Fußball-Jahr 2014 gestartet. Vielleicht zu gut.
03.03.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Weyhe überhört den Anpfiff
Von Dennis Schott

Sie waren so gut in das Fußball-Jahr 2014 gestartet. Vielleicht zu gut. Denn das, was die A-Junioren des SC Weyhe beim JFV Bremerhaven vor allem in den ersten Minuten zeigten, hatte mit dem starken Auftakt von vor einer Woche, als sie den Niendorfer TSV mit 5:1 vom Platz fegten, nicht viel gemein. Der Regionalligist lag schon nach acht Minuten mit 0:2 im Hintertreffen, „und wenn du so klar zurückliegst, dann wird es schwer“, meinte Trainer Jürgen Damsch, der die 1:3 (0:2)-Niederlage schließlich als verdient betrachtete.

„Es war überhaupt keine Spannung im Spiel von uns zu sehen“, monierte Weyhes Trainer und musste zu Beginn der Partie das Gefühl haben, seine Mannschaft ergebe sich freiwillig. Bereits nach vier Minuten traf Bremerhavens Anton von Hofacker zum 0:1, Gerrit Holtmann erhöhte wiederum nur vier Zeigerumdrehungen später auf 2:0. Die Gäste waren in der Folge vorerst darum bemüht, sich von diesem Schock zu erholen. Was ihnen dann auch ganz gut gelang. Sie waren ebenbürtiger als noch zu Beginn der Partie und erspielten sich auch zwei gute Möglichkeiten. So traf Goalgetter Deniz Undav per Kopfball nur die Latte, und wenig später blieb Maximillian Credo das Glück versagt, als sein Lupfer knapp über den gegnerischen Kasten flog.

Die taktischen Umstellungen von Jürgen Damsch in der Pause bewirkten, dass der SC Weyhe im zweiten Spielabschnitt „wesentlich präsenter“ war. Allerdings barg die etwas offensiver ausgerichtete Taktik ihre Gefahr in Form von Konter. Von denen hatten die Gastgeber einige, erst recht, als die Weyher auf eine Dreier-Kette umstellten und die Sechser-Position auflösten. Das zumindest mit kurzzeitigem Erfolg. Denn nachdem Bremerhavens Muharren Ayyildiz auf 3:0 erhöht hatte (80.), erzielte Eun Suk Chung nur eine Minute später den 1:3-Anschlusstreffer. „Man muss aber zugeben, dass Bremerhaven dem vierten Tor näher war als wir dem zweiten“, meinte Weyhes Trainer angesichts der vielen Konterchancen der Gastgeber.

Die verhielten sich in der Offensive ohnehin weitaus abgezockter als die Weyher. „Manchmal haben uns die Mittel gefehlt, um Torgefahr zu versprühen. Das war unser großes Manko heute“, sagte Jürgen Damsch. Und weiter: „Wir sind eben der Aufsteiger und manchmal noch etwas grün hinter den Ohren. Das hat sich leider wieder bestätigt“, zog Weyhes Trainer ein ernüchterndes Fazit.

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