Basketball-Bezirksliga Weyhe und Brinkum patzen

Es gab schon erfolgreichere Wochenenden für den FTSV Jahn Brinkum und den SC Weyhe. Beide Teams verloren ihre Partien. Brinkum unterlag daheim, Weyhe in der Fremde.
14.11.2018, 11:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup und Nastassja Nadolska

Brinkum/Weyhe. Durchwachsenes Wochenende für die Basketballer des SC Weyhe und des FTSV Jahn Brinkum in der Bezirksliga Nord Lüneburg: Beide Teams kassierten Niederlagen. Während die Brinkumer daheim unterlagen und weiter im Tabellenkeller festhängen, patzte Weyhe in der Fremde und rutschte auf Rang fünf ab.

TSV Osterholz-Tenever - SC Weyhe 70:61 (33:31). „Wenn man ab der 25. Minute das Spielsystem nicht durchspielt und insgesamt 21 Punkte an Freiwürfen verschenkt, darf man sich über die Niederlage nicht wundern“, begründete Spielertrainer Jonas Klucken den nächsten Misserfolg. Zudem fehlten wieder die Topscorer Maik Lindemann, Jonathan Kaiser und Steffen Klucken, die der SCW in diesem Spiel dringend gebraucht hätte.

Die Partie gestaltete sich zu Beginn recht ausgeglichen. So richtig absetzen konnten sich die Weyher zunächst ab der 24. Minute. Mit 41:33 lagen sie in Führung, doch dann folgte der Einbruch. „Wir hatten acht Freiwürfe und haben keinen davon getroffen“, monierte Klucken, der mitansehen musste, wie seine Mannschaft innerhalb von fünf Minuten durch einen 0:19-Lauf mit 41:52 in Rückstand geriet.

Davon erholten sich die Weyher nicht mehr. „Wir müssen an unserem Offensiv-System arbeiten“, kündigte Klucken an, der aber auch andere Baustellen ausmachte: „Man merkt doch schon, dass einige noch nicht zu 100 Prozent ins Spielsystem integriert sind“, sagte der SCW-Spielertrainer, der in zwei Wochen gegen Bremen 1860 III wahrscheinlich wieder auf seine Topscorer Lindemann, Kaiser und Klucken zurückgreifen kann.

SC Weyhe: Anacker (1 Punkt), Backhaus (1), Bielefeld (2), Eichmann (5/1 Dreier), Guder (13), Hartmann, Herzner (8/1), Klucken, Kovac (6), Kruslin (10), Schmedemann (15).

FTSV Jahn Brinkum - TV Bremen 1875 50:72 (21:43). Die Partie war schon zur Halbzeitpause für die Brinkumer gelaufen. Die Hypothek von 22 Punkten Rückstand konnten sie nach dem Seitenwechsel nicht mehr wettmachen. Dennoch konnte Trainer Lothar Weyd dem zweiten Durchgang etwas Positives abgewinnen: Dieser endete mit einem 29:29-Unentschieden, darüber hinaus nahm der FTSV den Bremer Center, der in den ersten beiden Vierteln fleißig punktete, nun wesentlich besser aus dem Spiel. „Das sind alles Dinge, die uns weiterbringen“, sagte Weyd, dessen Team in einigen Situationen erneut Lehrgeld bezahlen musste, die Köpfe aber zu keiner Zeit hängen ließ.

Die Brinkumer versuchten, den Gästen mit einer Ganzfeldpresse den Zahn zu ziehen und sie müde zu spielen. Dieses Verteidigungssystem, bei dem über das ganze Spielfeld Druck auf den Gegner ausgeübt wird, spielten die Gastgeber zum ersten Mal. Es ging auch deshalb nicht komplett auf, weil die mit acht Spielern angereisten Bremer laut Weyd sehr ausgebufft agierten. „Dennoch habe ich Phasen gesehen, in denen viele Dinge schon gut funktioniert haben“, ließ sich der Coach nicht entmutigen. Gerade in den Phasen, in denen Erfahrung gefragt war, waren die Bremer stärker und spielten das gegen die Brinkumer Youngster gerade vor der Pause aus. Der FTSV kämpfte, kam aber nicht mehr entscheidend heran.

FTSV Jahn Brinkum: Bielski (11 Punkte), Blume (12), Boyce (4), Brudna (2), Esfeld (3), Gerdes (2), Hellmuth (1), Kattau, Roth (2), Schön (2), Weber (10/2 Dreier), Weyd (1).

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