Wildeshausen II hat beste Karten im Abstiegskampf – will davon aber nichts wissen Wider alle Wahrscheinlichkeit

Das vergangene Wochenende könnte für die Fußballer des VfL Wildeshausen II im Kreisliga-Abstiegskampf schon das entscheidende gewesen sein.
26.03.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Das vergangene Wochenende könnte für die Fußballer des VfL Wildeshausen II im Kreisliga-Abstiegskampf schon das entscheidende gewesen sein.

Die Mannschaft von Trainer Marcel Bragula hat ihr eigenes Spiel gewonnen, und zudem blieb die Konkurrenz aus Colnrade, Tungeln und Berne punktlos. Macht für Wildeshausen aktuell neun Zähler Vorsprung auf die kritische Zone – und trotzdem betont Bragula: „Wir sind noch nicht gerettet.“ Ein Blick auf den Restspielplan zeigt, dass die Skepsis des 39-Jährigen wider alle Wahrscheinlichkeit durchaus berechtigt ist.

Es muss am vergangenen Sonntag so etwa 16 Uhr gewesen sein, als Marcel Bragula endgültig bewusst wurde, dass an diesem Tag alles, aber auch wirklich alles passt. Mit 6:1 hatte sich seine Mannschaft kurz zuvor überraschend gegen den SV Achternmeer durchgesetzt, als den Trainer des VfL Wildeshausen II die Ergebnisse von den anderen Plätzen erreichten. Die SVG Berne? Verloren bei Rot-Weiß Hürriyet. Der SC Colnrade? Verloren beim VfL Stenum. Und der SV Tungeln? Der hatte am Morgen ohnehin schon eine Niederlage gegen den TuS Heidkrug kassiert. Hieß unter dem Strich: Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga hatte nur die Wildeshauser Reserve gepunktet. Das Polster des Teams auf die kritische Zone war auf satte neun Punkte angewachsen. „Jetzt zu denken, wir sind schon gerettet, wäre aber fahrlässig“, sagt Bragula und klingt dabei so, wie ein Trainer klingen muss, der zu früh aufkommende Euphorie im Keim ersticken will. Ein Blick auf den Restspielplan zeigt, dass der 39-Jährige mit seiner Skepsis nicht völlig falsch liegt – trotz eines Vorsprungs von neun Punkten, also praktisch wider alle Wahrscheinlichkeit.

So haben die Wildeshauser schon 23 Saisonspiele absolviert und damit eines mehr als die Konkurrenz aus Colnrade, Tungeln und Berne. Zudem muss die Bragula-Elf noch gegen das Spitzentrio TSV Ganderkesee, SV Atlas Delmenhorst und VfL Stenum antreten, während die letzten drei der Tabelle allesamt auf keinen dieser Gegner mehr treffen. „Umso wichtiger wird es sein, dass wir die direkten Duelle für uns entscheiden“, weiß Bragula. Am Osterwochenende spielt Wildeshausen zunächst sonnabends gegen Tungeln, zwei Tage später geht es dann zur SVG Berne. „Ich denke, dass wir nach diesen beiden Spielen endgültig wissen, was Sache ist“, sagt der Coach, der bis dahin auf die Rückkehr seiner derzeit verletzten Leistungsträger Tobias Kern, Kai Schmale, Hector Hüls und Alexander Kupka hofft.

22 Jahre für die Rückkehr gebraucht

Seit nunmehr vier Jahren ist Bragula für die Wildeshauser Reserve verantwortlich. Im Sommer 2012 hat er mit dem Team als Meister der 1. Kreisklasse den Aufstieg in die Kreisliga geschafft. 22 Jahre lang hatte der VfL Wildeshausen II dort zuvor nicht mehr gespielt. „Wir haben ewig gebraucht, um wieder aufzusteigen. Da ist es klar, dass wir nicht wieder runter wollen“, betont Bragula. Auf große Unterstützung aus der Ersten, die in der Bezirksliga spielt, kann der Trainer übrigens nicht hoffen, da auch im Team von Jörg Peuker akute Personalnot herrscht. „Wir müssen als Verein trotzdem eng zusammenrücken. Dann können wir es schaffen“, sagt Bragula.

Ein Pluspunkt für den Tabellen-14. ist zweifelsfrei das deutliche bessere Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz, das Bragula gerne als „Bonuspunkt“ beschreibt. Auch der aktuelle Trend – sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien – spricht für die Krandel-Kicker. Und trotzdem: Bragula gefällt sich in der Rolle des Mahners. „Das interessiert mich alles nicht, wenn wir in den nächsten Wochen nicht nachlegen.“ Sollte am Sonntag ein Sieg beim TuS Heidkrug glücken – dann, ja dann dürfte auch die Skepsis des Wildeshauser Trainers wieder ein Stückchen kleiner werden.

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