Lilienthals Floorball-Team siegt bei Eiche Horn

Wie im Traum

Lilienthal. Floorball-Bundesligist TV Lilienthal hat das selbstgesteckte Saisonziel so gut wie erreicht. Nach dem beeindruckenden 5:1 im Derby beim TV Eiche Horn ist dem Team von Trainer Andreas Blankenstein der Play-off-Platz kaum noch zu nehmen.
11.02.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Wie im Traum
Von Tobias Dohr

Lilienthal. Floorball-Bundesligist TV Lilienthal hat das selbstgesteckte Saisonziel so gut wie erreicht. Nach dem beeindruckenden 5:1 im Derby beim TV Eiche Horn ist dem Team von Trainer Andreas Blankenstein der Play-off-Platz kaum noch zu nehmen. Mehr noch: Die Lilienthaler "Wölfe" haben nun sogar Platz fünf im Visier.

Als die ganze Anspannung endlich gewichen war und der unbändigen Freude Platz gemacht hatte, da wollte auch Andreas Blankenstein mitfeiern, mittendrin sein. Seine Mannschaft hatte sich bereits in der Lilienthaler "Fankurve" versammelt und ließ sich von den "Wölfe"-Anhängern lautstark feiern, als der Trainer von Floorball-Bundesligist TV Lilienthal ans Ende der Jubelmasse sprang und ebenfalls immer wieder enthusiastisch die Arme von unten nach oben riss.

Auch kurze Zeit später sparte der ansonsten eher bedächtig und sachlich kommunizierende Blankenstein nicht mit Superlativen: "Ich bin wirklich vollstens zufrieden. Das war die zweitbeste Leistung in dieser Saison, die Jungs haben das ganz großartig gemacht." Die beste Leistung – das nur am Rande erwähnt – war laut Blankenstein übrigens der Pokaltriumph an gleicher Stelle.

Der TV Lilienthal hat nach dem 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)-Erfolg beim großen Konkurrenten TV Eiche Horn also den saisonalen Vergleich gegen die Bremer mit 2:1 Spielen gewonnen. Wie wichtig dieser inoffizielle Titel übrigens war, sah man direkt nach der Schlusssirene: Während die Gastgeber niedergeschlagen auf ihrer Bank kauerten und ins Leere starrten, hüpften die Gäste freudetrunken im großen Kreis über den Hallenboden – begleitet von den Standing Ovations der rund 50 mitgereisten Lilienthaler Schlachtenbummler, die dieses Auswärtsspiel vor rund 130 Zuschauern zu einem Heimspiel gemacht und für eine außergewöhnliche Atmosphäre gesorgt hatten.

Dabei – das musste bei aller Euphorie festgehalten werden – hätte die Partie auch einen anderen Verlauf nehmen können. In einem von der ersten Sekunde an extrem umkämpften Duell schenkten sich beide Teams nichts. Horn agierte mit drei kompletten Blöcken, wechselte beinahe minütlich und ging das sehr hohe Tempo so problemlos mit. Die Gäste aus Lilienthal zeigten sich zunächst jedoch mutiger und offensiver, suchten im Gegensatz zu den recht zurückhaltend agierenden Hornern ihr Heil in der Offensive.

Doch besonders Tobias Melde scheiterte gleich mehrfach freistehend am zunächst alles überragenden Horner Keeper Timothy Lizotte. 16 Sekunden nach der bislang größten Chance fiel das 1:0 für die Bremer durch Christian Weck (19.). "Die Wolfsjagd ist eröffnet", schallte es danach von den Horner Anhängern, doch nur 25 Sekunden nach diesem Treffer gelang Niklas Krieger der vollauf verdiente Ausgleich.

Damit hatte das Derby endgültig seine Zurückhaltung abgelegt. Fortan ging es noch munterer hin und her – und auch die Tore fielen. Allerdings nur noch für die erstaunlich spielstarken Gäste. Der nimmermüde Melde (6). und Ole Appenrodt (6.) sorgten innerhalb weniger Sekunden für eine Vorentscheidung – übrigens direkt in die stärkste Phase der Gastgeber hinein. "Da waren wir kurze Zeit kopflos", sagte Blankenstein hinterher. Und sein Trainerkollege Andreas Kasche, für den das Ergebnis am Ende deutlich zu hoch ausgefallen war, wusste: "Das war die entscheidende Phase. Wenn wir da in Führung gehen, kann das Spiel auch komplett kippen."

Doch so gingen die "Wölfe" mit einer 3:1-Führung ins Schlussdrittel und nutzten dort schließlich das dritte Überzahlspiel zum alles entscheidenden 4:1 durch den starken Niklas Krieger (55.). Das 5:1 durch Appenrodt (60.) sowie ein vergebener Penalty von Dennis Heike kurz vor Schluss waren weitere Randnotizen einer mitreißenden Floorball-Partie – die schließlich in einer riesigen Lilienthaler Jubelmasse ihren krönenden Abschluss fand.

TV Lilienthal: Fidelak, Hallerstede; Bothe, Brinkmann, Lubes, Krieger (2), Appenrodt (2), von der Heyde, Diaz de Armas, Heissenbüttel, Seitz, Heike, Melde (1)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+