Dakar

Wieder Dakar-Unfall: Motorradfahrer in Lebensgefahr

Iquique. Die 32. Rallye Dakar ist erneut von einem schweren Unfall überschattet worden. Der italienische Motorradfahrer Luca Manca stürzte laut Medienberichten in der Atacama-Wüste und wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
07.01.2010, 20:40
Lesedauer: 2 Min
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Wieder Dakar-Unfall: Motorradfahrer in Lebensgefahr

Gestürzt

dpa

Iquique. Die 32. Rallye Dakar ist erneut von einem schweren Unfall überschattet worden. Der italienische Motorradfahrer Luca Manca stürzte nach Angaben örtlicher Medien in der Atacama-Wüste und wurde mit schweren Kopfverletzungen in das Krankenhaus der Stadt Calama gebracht.

Der 29-jährige KTM-Pilot, der am Vortag auf dem neunten Platz lag, wurde dort künstlich beatmet. Mit dem Hubschrauber sollte er möglichst schnell in ein Krankenhaus in der chilenischen Hauptstadt Santiago geflogen werden. Auf der ersten Etappe war eine 28-jährige Zuschauerin bei einem Rallye-Unfall tödlich verletzt worden.

Manca hatte am Vortag dem spanischen Vorjahressieger und KTM- Kollegen Marc Coma mit einem Rad ausgeholfen und deswegen seinen vierten Platz geopfert. Bei einem weiteren Sturz wurde der auf dem sechsten Rang liegende portugiesische BMW-Pilot Paulo Concalves verletzt ins Biwak in Iquique gebracht.

Derweil verteidigte Titelverteidiger Volkswagen auf der sechsten Prüfung seine am Vortag übernommene Dreifach-Führung. Der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz aus Spanien lag nach der 418 Kilometer langen Etappe von Antofagasta ins nordchilenische Iquique 15:24 Minuten vor dem Berliner Timo Gottschalk mit seinem Piloten Nasser Al-Attiyah (Katar) und 17:47 Minuten vor seinem amerikanischen VW-Touareg-Kollegen Mark Miller.

Allerdings musste VW auf dem sechsten Teilstück auch einen Rückschlag hinnehmen: Das brasilianische Duo Maurício Neves/Clécio Maestrelli schied nach einem Überschlag aus. Fahrer und Beifahrer kamen glimpflich davon. Neves allerdings zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Der neunfache Sieger Stéphane Peterhansel, der am Vortrag wegen eines Antriebswellenschadens am BMW X3 mehr als zwei Stunden verloren hatte und vom ersten auf den zehnten Platz zurückgefallen war, kämpfte sich im Gesamtklassement wieder zurück. Mit seiner zweiten Bestmarke fuhr der 44-Jährige auf den siebten Platz vor. Bester Pilot des hessischen X-Raid-Team von Sven Quandt ist der Franzose Guerlain Chicherit auf Platz sechs mit einem Rückstand von 1:51:42 Stunden.

Während der französische Motorrad-Doppelsieger Cyril Despres (2005/2007) seine Führung zu einem Vorsprung von 42:15 Minuten auf den Chilenen Francisco Lopez Contardo ausbaute, verbesserte sich Vorjahressieger Coma mit seinem zweiten Etappensieg vom siebten auf den vierten Rang. (dpa)

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