SV Mörsen Wieder Probleme in der Schlussphase

Die letzte Spielminute entwickelt sich für den Fußball-Kreisligisten SV Mörsen-Scharrendorf so langsam, aber sicher zum Albtraum. Beim TuS Kirchdorf verschoss die Elf von Trainer Henry Marcineck in allerletzter Minute einen Strafstoß, vergab damit den sicher geglaubten Sieg.
05.09.2010, 16:59
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Von Sven Hermann

Die letzte Spielminute entwickelt sich für den Fußball-Kreisligisten SV Mörsen-Scharrendorf so langsam, aber sicher zum Albtraum. Beim TuS Kirchdorf verschoss die Elf von Trainer Henry Marcineck in allerletzter Minute einen Strafstoß, vergab damit den sicher geglaubten Sieg.

Vor Wochenfrist dann die 0:1-Pleite beim TSV Schwarme – ebenfalls durch einen späten Treffer. Und jetzt wähnten sich die Gastgeber bis zur 90. Minute auch gegen den TuS Syke auf der Siegerstraße – ehe Matthias Rose zum 2:2 (0:1) traf.

„Wieder die letzte Minute“, schüttelte Marcineck den Kopf, während einige seiner Spieler fassungslos auf dem Boden kauerten. „Hier hätte es heute aufgrund unserer vier weiteren hundertprozentigen Chancen in der zweiten Hälfte eigentlich nur einen Sieger geben dürfen“, analysierte der SVMS-Coach.

Und sein Kapitän Fabian Meyer ging noch weiter. „ Diese Big Points muss man einfach machen. Nach dem Rückstand haben wir uns doch aufgerappelt. Doch wir machen die Dinger einfach nicht, die sich uns bieten. So ein Gegentreffer in der letzten Minute ist dann doppelt ärgerlich“, haderte Meyer.

Syke zu Beginn überlegen

Bereits der Start verlief für seine Elf holprig. Die Syker nahmen sofort das Heft in die Hand und dominierten die erste Halbzeit fast nach Belieben. Gleich in der ersten Minute bot sich die Riesengelegenheit zur TuS-Führung, doch Björn Kitow jagte die Kugel nach Flanke von Julio Martin-Hinze über den Querbalken. Mörsen kam überhaupt nicht in die Partie. Und wurde dafür in der 22. Minute bestraft. Einen Freistoß von Kristian Kreis köpfte der am langen Pfosten lauernde Innenverteidiger Nils Honscha ins Tor. Mörsens Keeper Benjamin Bartels machte dabei nicht die allerglücklichste Figur. Auch in der Folgezeit verzeichneten die Syker mehr Ballbesitz und gestatteten den Gastgebern nur wenige Aktionen. So musste Torhüter Tobias Mellentin nur einmal eingreifen, als Timo Rathkamp allein auf ihn zulief (41.).

Wie verwandelt kamen die Platzherren aus der Kabine. Jetzt wurde gekämpft, und das blieb nicht ohne Folgen. Nach Pass von Timo Rathkamp startete Serdar Uludasdemir auf dem linken Flügel ein tolles Solo und schob den Ball an Mellentin vorbei ins Netz (52.). Nur drei Minuten später setzte Uludasdemir erneut zum Dribbling an und wurde von Honscha im Strafraum zu Fall gebracht. Der Gefoulte trat zum Elfmeter selbst an und verwandelte sicher.

Überhaupt Uludasdemir: Er hätte vor knapp 200 Zuschauern zum Held des Tages werden können. Nach einer Stunde erlief er einen Steilpass aus dem Mittelfeld und verpasste nur knapp. Dann beförderte er das Leder über den Kasten (62.). Die größte Möglichkeit vergab er jedoch in der 67. Minute: Nach einem Pass von Rathkamp landete sein Schuss an der Latte und der Abpraller tropfte erneut auf die selbige.

Jetzt war Feuer in der Partie, die allerdings auch hitzig wurde. Rathkamp (79.) und Uludasdemir (80.) vergaben weitere Hochkaräter. Fahrlässig, wie die Mörsener mit ihren Chancen umgingen. Das sollte sich spät rächen, als Rose nach einem Eckball von Kreis doch noch das 2:2 gelang.

Absolut unnötig: Die Handgemenge und Rudelbildungen nach dem Schlusspfiff. „Heute mussten die beiden Innenverteidiger treffen“, freute sich Honscha derweil über den Ausgleich. „Wir haben nach der Halbzeit die Ordnung verloren. Letztlich können wir mit dem 2:2 zufrieden sein“, bemerkte TuS-Co-Trainer Karsten Köitsch.

SV Mörsen: Bartels – Tremmel, Meyer, Beuke, Becker, Neelsen, Uludasdemir, Rathkamp (86. Dames), Müller (37. Horstmann), Wolter, Drunagel.

TuS Syke: Mellentin – Honscha, Rose, Evers, Böhm (63. Liebert), Kreis, Kitow, Sabehaioun, Winter (61. Luyindula), Martin-Hinze, Volkmann.

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