Recurve-Bogenschützen des SV Dauelsen starten an diesem Sonnabend in die neue Bundesliga-Saison

Wiesbaden ist das Ziel

Dauelsen. Oft sind es nur Millimeter, die im Bogenschießen entscheiden. Diese Erfahrung machten die Recurve-Bogner des SV Dauelsen beim Bundesliga-Finale 2016 in Wiesbaden.
03.11.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Wiesbaden ist das Ziel
Von Florian Cordes
Wiesbaden ist das Ziel

Sebastian Rohrberg hat in diesem Jahr wieder unter Beweis gestellt, dass er zur deutschen Bogensport-Elite gehört.

Björn Hake

Dauelsen. Oft sind es nur Millimeter, die im Bogenschießen entscheiden. Diese Erfahrung machten die Recurve-Bogner des SV Dauelsen beim Bundesliga-Finale 2016 in Wiesbaden. Als amtierender Deutscher Meister war das Team um ihren Trainer Andreas Hehenberger im Februar nach Hessen gefahren. Doch aufgrund zweier knapper Niederlagen kam das Aus bereits nach der Vorrunde. Jetzt startet am Sonnabend in Blankenfelde die neue Saison. Und für Hehenberger steht fest: Er will mit seinem Team wieder in die hessische Landeshauptstadt. Voraussetzung dafür ist, dass der SV Dauelsen in der Nordgruppe der Bundesliga unter die besten vier Mannschaften kommt.

Mit dem Saisonstart in der Halle wird zudem ein ereignisreiches Bogensportjahr fortgesetzt. In den zurückliegenden Monaten ist sowohl auf nationalem als auch auf internationalem Terrain viel passiert. Verantwortlich waren dafür auch Schützen des SV Dauelsen. Besonders Sebastian Rohrberg hat in diesem Jahr unter Beweis gestellt, dass er noch immer zur Weltspitze gehört. Mit seinen beiden Vereinskollegen Heiko Keib und Fritjof Kreher holte er zum Beispiel Teamgold bei der Deutschen Freiluft-Meisterschaft. Doch nicht nur mit dem Recurvebogen zielte Rohrberg in den vergangenen Monaten gut – mit dem Feldbogen ebenfalls. Bei der WM in Dublin wurde er erst im Finale von dem US-Amerikaner Brady Ellison bezwungen.

Bei der Freiluft-DM war aber noch ein anderer Bogenschütze erfolgreich, der auch in der neuen Bundesliga-Saison für Dauelsen aktiv ist: Florian Kahllund. Er gewann Gold im Einzel. Für Dauelsens Spitzenbogner war es dennoch kein einfaches Jahr. Kahllund holte für Deutschland zwar einen Startplatz für die Olympischen Spiele in Rio. Nominiert wurde aber Florian Floto. Der Schütze von Dauelsens Ligakonkurrenten SV Querum schied in Brasilien im Achtelfinale aus. Kahllund sagte nach der Nicht-Nominierung, dass er damals in ein mentales Loch gefallen sei. Sein Dauelser Coach hofft nun, dass der 23-Jährige das Tief überwunden hat. „Wir haben uns bislang noch nicht über die Rio-Geschichte unterhalten. Das werden wir aber noch tun“, sagte Hehenberger im Gespräch mit unserer Zeitung.

Am ersten Wettkampftag werden sich Hehenberger und Kahllund nicht unterhalten können. Denn Letzterer wird nicht mit ins brandenburgische Blankenfelde fahren. „Florians Studium ging in letzter Zeit vor. Auch aus diesem Grund hat er erst vor einer knappen Woche das Training wieder aufgenommen“, erklärte Hehenberger. „Das reicht leistungstechnisch noch nicht.“ An den drei weiteren Wettkampftagen starte Kahllund jedoch, sagte sein Coach.

Wegen Kahllunds Ausfall muss Andreas Hehenberger seine Aufstellung ändern: „Sebastian Rohrberg, der sonst als Erster schießt, wird auf seine frühere Position drei rücken. Als Erster soll nun Holger Rohrbeck antreten, und an Position zwei wird Manuel Augner oder Christian Dauel stehen.“ Der sechste Bogner, der in dieser Saison mit dem SVD in die Bundesliga startet, ist erneut Andreas Gerhardt. Weil er jüngst eine Meisterschule besucht hat, habe aber auch er Trainingsrückstand. Dauelsen geht somit mit einem unveränderten Kader in die Saison.

Die Dauelser haben einiges vor. „Die Qualifikation für das Bundesliga-Finale in Wiesbaden sollte es schon werden. Wir sind gut, wir sind stark. Die Mannschaft hat das Potenzial vorne mitzumischen“, sagte der Coach. Ansporn, sich für das Finale am 18. Februar zu qualifizieren, sei zudem die Erfahrung von der diesjährigen Endrunde. „In Wiesbaden waren 700 bis 800 Zuschauer in der Halle. Diese Atmosphäre wollen wir gerne erneut erleben“, meinte Hehenberger. Allerdings werde die Qualifikation kein Selbstläufer: „Die Liga ist stärker geworden.“ Zu den Topfavoriten zählt für Andreas Hehenberger wieder der BSC BB-Berlin. Die Hauptstädter sind amtierender Deutscher Meister und haben unter anderem Lisa Unruh in ihren Reihen. Sie gewann in Rio die Silbermedaille.

Die deutsche Bogensport-Elite macht in dieser Saison auch wieder einen Abstecher nach Verden. In der BBS-Halle in Dauelsen hat das Hehenberger-Team am 14. Januar seinen Heim-Wettkampf.

„Diese Atmosphäre wollen wir gerne erneut erleben.“ Trainer Andreas Hehenberger
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